Warum ich immer noch gegen BARF bin

Es ist nun schon über zwei Jahre her, dass ich den Blogartikel „Warum ich gegen Barf bin“ geschrieben habe. Als ich diesen Artikel veröffentlicht habe, wusste ich, ich würde in ein „Wespennest“ stechen und es brauchte tatsächlich sogar ein bisschen Mut meinerseits, den „Veröffentlichen“- Button anzuklicken. Natürlich habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht geahnt, dass dieser Artikel zu meinem meistgelesenen Blogartikel werden würde.

Der Artikel wurde viele 1000 Male geteilt und gelesen, ich wurde in Kommentaren, in sozialen Medien und sogar in E-Mails wüst beschimpft dafür, vielen fehlte das Verständnis für die Inhalte des Artikels. Man unterstellte mir, ich hätte keine Ahnung, würde Blödsinn erzählen, nicht wenige bemühten sich „mich endlich zur Vernunft zu bringen“. Für mich waren das teilweise harte Prüfungen und ich habe viel gelernt über den Umgang mit Kritik.

„Zur Vernunft“ bin ich natürlich nicht gekommen, im Gegenteil. Je mehr ich mich in den letzten zwei Jahren mit dem Thema Ernährung und Fleischkonsum befasst habe, desto klarer wurde meine Sicht. Heute, nach über zwei Jahren, in denen ich mich weiter entwickelt habe, vieles dazu gelernt habe und sicher auch manches in einem anderen Licht sehe, bin ich mehr denn je der Überzeugung, dass es nicht richtig sein kann, Hunde mit riesigen Mengen Fleisch zu füttern.

Immer mehr Menschen ändern ihre Fleisch-(An)sicht

Immer mehr Menschen stehen dem Konsum von herkömmlichem Fleisch aus Discounter und Co sehr kritisch gegenüber. Das haben auch die Discounter gemerkt. So wurde eine Initiative ins Leben gerufen, die sich Tierwohl nennt. Angeblich, um die Nutztierhaltung zu verbessern, in Wirklichkeit eine reine Werbestrategie. Denn wer ein Produkt mit diesem Tierwohl-Label kauft, hat nicht automatisch Fleisch aus einer besseren Tierhaltung, sondern nur Fleisch von einem Unternehmen, das sich an der Initiative beteiligt, was leider gar nichts heißt. Die Organisation Foodwatch hat scharfe Kritik an der Initiative Tierwohl geäußert und ihr „Aus“ gefordert.

Der springende Punkt ist jedoch ein anderer. Mit dieser Initiative hat die Branche ein Eingeständnis gemacht – nämlich, dass es deutlichen Verbesserungsbedarf gibt. Sie haben damit zugegeben, dass ihr Fleisch i. d. R. von Tieren stammt, die nicht artgerecht gehalten werden.

Was ist los mit der Fleischindustrie

Aber – was ist denn da überhaupt los mit der Fleischindustrie? Warum kann Fleisch immer billiger werden? Warum gibt es immer weniger Kleinbetriebe? Warum geben immer mehr „normale“ Bauern die Nutztierhaltung auf?

Früher konnte ein kleiner oder auch mittelgroßer Betrieb gut von den Einkünften aus der Nutztierhaltung leben. Meist wurden die Höfe von mehreren Generationen bewirtschaftet und es reichte für alle. Heute geht das nicht mehr. Die Fleischindustrie hat die Preispirale immer mehr nach unten gedreht. Um mithalten zu können, mussten die Bauern immer mehr Fleisch produzieren, um ihr Einkommen halten zu können. Logisch wer dabei zuerst verloren hat: natürlich die Tiere, weil man die Produktionskosten immer mehr senken musste. Trotzdem haben viele Betriebe es nicht geschafft.

Sie haben das Feld geräumt für die Großen, während die Menschen in einen wahren „Fleischwahn“ gerieten. Dass das Fleisch immer billiger wurde, hatte natürlich zur Folge, dass es immer öfter konsumiert wurde. Kaum eine Mahlzeit, wo nicht Fleisch oder Wurst auf dem Teller lag. So hat sich der Fleischkonsum der Deutschen in den letzten 50-60 Jahren mehr als verdoppelt.

Die Wende

Mittlerweile wird immer klarer, dass es so nicht weitergehen kann. Wir schaden mit dem hohen Fleischkonsum uns selber, der Umwelt, den Nutztieren und der Weltbevölkerung. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem eine Wende ansteht. Die Politik gerät so langsam in Zugzwang und das nicht zuletzt dank vieler für das Thema sensibilisierter Verbraucher.

So viel zu den Menschen.

Die Tierfutterindustrie

Auch an der Tierfutterindustrie ist der Fleischwahn nicht vorbei gegangen. Zu verdanken haben wir das vor allem dem Barftrend. Als der Ruf nach mehr Fleisch für den Hund aufkam, hat natürlich auch die Tierfutterindustrie zu einem Großteil mitgezogen. Barf wurde in und immer mehr Futtermittelhersteller warben mit dem hohen Fleischanteil in ihrem Futter. Dabei ging es nicht um das Wohl der Hunde, sondern um klingende Kassen. Das betrifft auch den Werbegag „Getreidefrei“. Dass Fleisch immer billiger zu haben war, ist an diesem Trend natürlich nicht ganz unschuldig. Und es gab ja auch Fleischreste und -abfall in riesen Mengen, die verarbeitet werden konnten.

Aber mit den Resten wollten sich die Hundeliebhaber dann auch nicht zufrieden geben. Die waren dann auf einmal verpönt und der Hund sollte doch bitte qualitativ hochwertiges Muskelfleisch bekommen. Ein neuer Trend kam auf, immer mehr Hersteller warben mit Fleisch das „Lebensmitteltauglich“ ist. Ganz nebenbei schossen Barfshops wie Pilze aus dem Boden.

Fragt man einen Landwirt, wer schuld an seiner aktuellen Misere hat, antwortet er: die Fleischindustrie und die Futtermittelindustrie. Beide tragen mittlerweile dazu bei, dass Fleisch immer billiger sein muss. Denn nur wer billiges Fleisch an die beiden Branchen liefert, kann verkaufen. Damit das auch wirklich klar und deutlich ist, zu dieser Futtermittelindustrie gehören auch die unzähligen Barfshops. Nur weil sie „artgerechte“ Ernährung für den Hund verkaufen, heißt das ja nicht, dass sie nicht auch gewinnorientiert arbeiten.

Pest gegen Cholera

Weil viele Futtermittelhersteller eine Weile Unmengen Getreide im Futter verarbeitet haben, geriet das Getreide in Verruf. Futter mit Getreide verkaufte sich plötzlich nicht mehr so gut, das Getreide war nun „böse“. Also wurde der hohe Anteil Getreide einfach durch einen hohen Anteil Fleisch ausgetauscht. Was dabei unberücksichtigt blieb, ist die Tatsache, dass nicht das Getreide selber viele Hunde krank machte, sondern die große Menge davon. Allergien als Beispiel entstehen am häufigsten auf Nahrungsproteine, insbesondere auf Rindfleisch und Sojaprotein, aber auch auf Kuhmilch, Geflügelfleisch, Weizen oder Mais. Grundsätzlich können aber alle Futterkomponenten, die regelmäßig bei Hunden verwendet werden, Allergien auslösen. Das bedeutet, eine Allergie entsteht auf die Komponenten, die im Futter am häufigsten vorkommen. Unter diesem Gesichtspunkt gesehen kann man davon ausgehen, dass wenn der Barftrend weiter anhält, immer mehr Hunde Allergien auf Fleisch entwickeln werden. Man tauscht also Pest gegen Cholera, wenn man nun statt Getreide massenweise Fleisch füttert.

Warum soll man überhaupt Barfen?

Ja, warum sollte man? Definitiv geht es beim Barfen nach dem hier gängigen Konzept nicht darum, mit dem vielen Fleisch den Proteinbedarf des Hundes zu decken. Dafür muss eine Ration nicht einen tierischen Anteil von 80% enthalten. Es reicht deutlich weniger, wie ich in meinem Beitrag „Sollte man viel Fleisch füttern?“ erläutert habe.

Der gerne verwendete Einwand, Wölfe würden ja z.B. nicht auf das Getreidefeld gehen und dort Körner picken, ist auch nicht haltbar. Auch kein Mensch geht auf das Getreidefeld und „pickt dort Körner“. Aber im Gegensatz zum Wolf ist er dank seiner geistigen und körperlichen Fähigkeiten in der Lage, aus dem Getreidekorn etwas Genießbares herzustellen. Ich bin mir nicht sicher, ob Wölfe, würde man ihnen Getreidebreie zur Verfügung stellen, diese nicht fressen und sich mit und mit an die adäquate Nutzung dieser Nahrungsquelle anpassen würden (für diesen Gedankengang werde ich jetzt wahrscheinlich wieder gesteinigt). Evolution bedeutet schließlich auch Anpassung. Und auch Wölfe sind dafür bekannt, dass sie gerne einen bequemen Weg wählen, um an Futter zu kommen.

Bleibt noch die Frage offen, ob es für einen Hund denn nun wirklich artgerecht wäre, ihn wie einen Wolf zu ernähren. Diese Frage lässt sich einfach beantworten, indem wir das Ganze auf den Mensch übertragen. Menschen sind ja schließlich genetisch gesehen den Affen in etwa so nah wie der Hund dem Wolf. Trotzdem ernähren sie sich nicht wie Affen. Zum einen hat das den Hintergrund, dass wir deutlich mehr Verstand und Möglichkeiten für vielfältige Speisen haben, als ein Affe, der im Urwald lebt. Zum anderen leben wir ganz anders als Affen und haben somit auch andere Bedürfnisse. Ein Hund kann ebenfalls mit einer viel größeren Vielfältigkeit und außerdem auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ernährt werden. Und im Gegensatz zum Wolf betreibt er keine Jagd und schläft im Bett.

Nachdem ich nun also 2 1/2 Jahre Zeit hatte, darüber nachzudenken, kann ich allen, die mich „zur Vernunft“ bringen möchten, nur sagen: Nein. Es bleibt dabei. Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass die Massentierhaltung nicht durch die Futtermittelindustrie unterstützt und gefördert wird. Ich werde weiter Hundehalter dabei unterstützen, nicht nur für eine artgerechte Behandlung ihrer Hunde, sondern auch der in die Hundeernährung einfließenden Nutztiere zu sorgen. Ich werde weiter gegen Barf sein und gegen viel Fleisch im Futternapf.

PS. Wer meine Meinung teilt, kann sich bei Foodwatch (am Ende der Seite) an einer Unterschriftenaktion beteiligen. Denn: „In Zukunft darf kein Tierprodukt mehr in den Handel kommen, das nicht nachweislich tiergerecht erzeugt wurde!“.

Das Teilen meiner Artikel auf sozialen Medien wie z. B. Facebook sowie auch das Verlinken zu meinen Artikeln ist jederzeit erlaubt, ohne dass dafür meine Genehmigung eingeholt werden muss. Vervielfältigungen oder Nachveröffentlichungen z.B. auf anderen Internetseiten oder auch in gedruckter Form dürfen nur mit meiner schriftlichen Genehmigung erfolgen.

Hinweis zu den Texten

Hinweis

Du möchtest einen Kommentar hinterlassen?

Die Kommentare auf dieser Seite werden moderiert und müssen von mir zur Veröffentlichung freigeschaltet werden. Die Freischaltung erfolgt i. d. R innerhalb von 24 Stunden. Bitte sei freundlich, auch wenn du Kritik äußern möchtest. Ich freue mich auf deine Meinung!
Über Anke 124 Artikel
Hallo, ich bin Anke, zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe und berate hier vor allem rund um das Thema Ernährung von Hunden. Auf www.anke-jobi.de biete ich außerdem Online-Kurse für Hundehalter zur Hundeernährung an.

18 Kommentare

  1. ich finde diesen Beitrag gut und richtig,ich selbst habe über 40 Jahre in einem Kuhstall als Melker gearbeitet und muss sagen das in den letzten 15 Jahren der Druck auf uns immer grösser wurde auch dank der Verbraucher die immer billger kaufen wollen.Alle sollten ihre Kaufgewohnheiten und auch die Essgewohnheiten überdenken,es muss nicht jeden Tag Fleisch sein.Jeder der das versteht hilft das Leben für sich,uns und die Tiere besser zu machen.

    • Hallo Herr Becker,

      vielen Dank für den Kommentar! Es freut mich, dass jemand sich hier äußert, der sich „an der Front“ auskennt. Danke dafür!

      Liebe Grüße
      Anke Jobi

  2. Hallo,
    Du rennst mit Deiner Meinung bei mir offenen Türen ein! Die Erfahrung hat gezeigt, daß viele Hunde tatsächlich nach einer gewissen Zeit teils dramatische Mangelerscheinungen zeigen…..nicht ohne Grund schicken die Vet-Labore schon seit längerem, Schreiben an die Tierärzte um darauf aufmerksam zu machen.
    Aber es ist wie es immer ist…….jeder Trend hat seine Zeit, nur leider ist dann sehr häufig schon großer Schaden entstanden…..

    • Hallo liebe Heidi,

      echt? Machen die das? Wusste ich gar nicht. Was ich mir vorstelle, ist, dass sicher eine Menge Hunde mit Keimen aus dem vielen billigen Fleisch rumlaufen. Dysbakterien sind ja auch nicht gerade selten, hab ich in meinen Beratungen ja quasi ständig …

      Liebe Grüße
      Anke

  3. Unser Tierarzt findet es auch nicht gut, dass wir für Socke kochen. Er glaubt auch, dass es zu Mangelerscheinungen kommt. Nur die Unterstützung durch die TU München, die wirklich jedes Medikament und jeden Zusatz in die Berchnug einbeziehtsowie die jährliche Blutkontrolle besänftigen ihn etwas.

    Daher sollte man schon wissen was man tut, wenn man bargen möchte…

    • Hallo liebe Sabine,

      bei Krankheiten ist das ja auch immer etwas „tricky“, weil oft auch die Nährstoffaufnahme beschränkt ist. Aber ich denke, wenn du alles von der TU München berechnen lässt, seit ihr doch in guten Händen 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  4. Was ist denn dann für den Hund ein gesundes Futter.Im Trockenfutter ist nur Chemie und reines Fleisch soll man ihm auch nicht geben.Also was füttert man denn jetzt seinem Hund???

    • Hallo liebe Silvia,

      dann hast du den Artikel missverstanden. Da steht ja nicht, dass du kein Fleisch füttern sollst. Ich vertrete lediglich die Ansicht, dass man keine großen Mengen füttern sollte und muss. Barf ist ein Ernährungskonzept, bei dem es gewisse Regeln gibt. Es orientiert sich am Beutetier und ein hoher tierischer Anteil von 70-80% ist hier erforderlich. Den braucht man aber nicht, um den Nährstoffbedarf des Hundes zu decken. Ein tierischer Anteil von 35-40% kann schon den Proteinbedarf des Hundes decken. Man kann also weniger Fleisch füttern, dafür lieber auf die Herkunft achten 😉

      Liebe Grüße
      Anke

  5. Liebe Anke,

    Du weißt, ich füttere auch schon viele Jahre einfach unsere Hunde – bunt gemischt mit dem was wir auch essen, Fleisch, Trockenfutter, Dosenfutter, Rohem und Gekochtem. Aber so wie wir bei unseren Einkäufen auf die Herkunft achten, so tue ich es bei den Hunden auch.
    Unser (aller) Gemüse kommt vom ansässigen Bauern – dort beziehen wir auch einen Teil unseres Fleisches her. Auch für die Hunde hole ich dort die Reste die von den Knochen abgeschabt werden, Innereien und den Knorpel. Nie käme ich auf die Idee das Fleisch für meine Hunde irgendwo im Internet zu bestellen – würde ich doch für mich auch nicht machen.
    Ich glaube, wirklich viele Leute versuchen bei der Ernährung ihrer Hunde so auf die „gesunden“ Trends zu achten, dass sie Nachhaltigkeit total vergessen. Auch die Ausgewogenheit geht oft unter – entweder Roh, Barf und Fleischig oder Fertigfutter mit Chemie. Wann haben denn die ganzen Menschen verlernt zu differenzieren?
    Auch bei unserer Ernährung machen wir doch mal Fehler – manche bewusst andere vielleicht unbewusst. Aber ein Besuch bei einem Burgerladen wird mich nicht sofort umbringen – und meinen Hund keine Billigdose Hundefutter. Wenn ich danach wieder unser selbstgekochtes Essen esse (ohne die ganzen Fertigmischungen), dann ist die Welt in Ordnung. Und auch bei unseren Hunden ist es so.
    Wenn ich für die Hunde einen Eintopf koche, dann genügen mir 1 kg Fleisch, 1 kg Knochen, drei Schweineohren viel Gemüse und Quinoa um einen Wochenvorrat herzustellen – wenn ich also diese 1.5 kg „Fleischzeugs“ (Knochen zähle ich mal nicht) durch 7 Tage und durch 2 Hunde teile, dann ist das für unsere Hunde gerade mal 110gr. Fleisch am Tag 😉 Natürlich wird das bei uns nicht in einer Woche als einzige Nahrungsquelle verfüttert. Es gibt einen Tag den Eintopf, am nächsten Tag vielleicht eine Dose Hundefutter, dann mal nur rohes Fleisch, dann mal nur Trockenfutter, dann mal Nudeln mit Ei …! Den Hunden geht es damit sehr gut und uns auch!
    Toller Beitrag – immer wieder schön Deine klaren Aussagen zu lesen .. ich wünschte nur, mehr Leute würden es verstehen.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    • Hallo liebe Isabella,

      du bist eine Bloggerin der „ersten Stunde“, weshalb ich schon vor Jahren an deinen Fütterungsmethoden teilhaben konnte. Deine Fütterung hat mich von Anfang an begeistert. So ganz undogmatisch, ohne dabei das „Große Ganze“ aus den Augen zu verlieren. Super!! Leider hast du recht, viele denken nicht an die Nachhaltigkeit. Zu lange hat man sich daran gewöhnt, dass das alles halt einfach da ist. Trotzdem wachen immer mehr Menschen auf und immer mehr verstehen auch, dass da etwas falsch läuft. Hoffnung 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  6. Ja das Füttern!! Wir haben seit 45 Jahren Hunde im Haus. Wir füttern Reis, Bulgur, Couscous viel Gemüse und ein wenig Herz pro Mahlzeit.Unsere Hunde bekommen nur 1 x am Tag Fressen. Samstag/Sonntag gibt es „Frühstück“, sollte man nicht geben aber wir tuns doch. 3 Scheiben Brot mit Leberwurst???? Aber unsere Hunde sind mehr als gesund, unser großer Hund ist 11 Jahre und führt sich auf als wäre er 2 und unsere Kleine ist putzmunter, klaut wie ein Rabe (Äpfel vom Tisch, und jetzt doch tatsächlich Weihnachtsplätzchen) oh weh oh weh!! Zurück zum Futter: Also wenig Fleisch und das nur vom Bauern, kostet auch das Herz nicht wie im Supermarkt 0,29/kg sondern 0,60/kg.Aber diese Tiere laufen frei auf der Weide und auch haben Sie einen gro0en Stall für den Winter, die Schweine sind auf Stroh und können im Sommer auch zum Suhlen raus. Ich schneide das Thema „Schweinefleisch“ deshalb an, weil unser Kater pro Tag 1 Schnitzel, roh, frißt. Er hat chronische Bauchspeicheldrüsen-Entzündung aber das dafür vorgesehene Futter ignoriert er gänzlich. Eine Katze kann man nicht zwingen! Und das seit mehr als 5 Jahren, er ist jetzt 15 Jahre und quietschvergnügt. Fazit: Man kann nicht verallgemeinern.

    • Hallo Sonja,

      nein, das kann man sicher nicht. Sollte man auch nicht. Für mich spielt die Methode auch letztendlich keine Rolle. Es muss einfach „in Ordnung“ sein, für alle. Wenig Fleisch und nur vom Bauern find ich super, so mache ich es auch. Mit einer Katze sieht die Sache natürlich etwas anders aus als mit einem Hund. Wobei Katzen ja noch in der Lage sind, sich zumindest teilweise selber zu versorgen 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  7. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag, der das Thema Hundeernährung von einem sehr differenzierten Blickwinkel aus betrachtet und mich sehr inspiriert! Weiter so 🙂

  8. Bin ganz ihrer Meinung was das Barfen beträgt! Gebe meinen Hunden kein rohes Fleisch, man bedenke nur was den Rinder an Medikamenten gegeben und gespritzt wird, damit sie schneller wachsen und auch nicht in den überfüllten Stallungen krank werden !

    • Hallo Irmgard,

      ja genau, darüber sollte man zumindest nachdenken, wenn man den Hund mit Billigfleisch versorgt, was aber leider viele nicht tun.

      Liebe Grüße
      Anke

  9. Danke für diesen Artikel, er bestätigt und ergänzt meine Art der Hundefütterung. Als Jäger haben wir Zugang zu bestem biologischen Fleisch, das wir natürlich vorwiegend selbst konsumieren (brauchen sonst nicht viel zukaufen). Für die Hunde bleiben Abfallfleisch (da wissen wir, woher das kommt), Knochen und Innereien, die teilweise gekocht werden (Lunge, Milz, Nieren). Dazu gibts Flocken (mit kochendem Wasser aufgeschlossen, habe gute Erfahrung mit Beimengung von Hirseflocken für gesundes Fell) und Gemüse wie bei uns (ohne Salat). Auf Reisen gibts Dose und / oder Trockenfutter. Hinweis auf Unterschied Wolf und Hund finde ich ganz richtig, die lange Zeit der „Zähmung“ hat ja auch bei der Ernährung ihre Spuren hinterlassen.

    • Hallo Adrienne,

      ich freue mich, dass dir mein Artikel gefällt. Als Jäger hast du auch noch einmal eine besondere Sicht auf den Fleischkosum, denn du weißt was es heißt, wenn ein Tier stirbt. Ich denke mir manchmal, wenn alle Menschen ihr Fleisch selber erjagen oder zumindest schlachten müssten, hätten wir die heutigen Probleme sicher nicht. Deine Füterungsart finde ich super.

      Liebe Grüße
      Anke

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*