Vitamin D – die Sonne im Hundenapf

(Artikel aktualisiert 11/2017) Es gibt ja so einiges, worüber die Experten rund um die Hundeernährung diskutieren, u. a. auch darüber, ob Hunde Vitamin D aus Sonnenlicht synthetisieren können.

Was ist Vitamin D?

Vitamine sind Substanzen, die der Körper nicht selber herstellen kann, jedoch zum Leben benötigt.  Vitamin D, auch Cholecalciferol, Colecalciferol, kurz Calciol oder Vitamin D3 genannt, spielt auch beim Hund eine zentrale Rolle.

  • Sehr wichtig ist Vitamin D für die Calcium- und Phosphorabsorption im Darm. So wirkt Vitamin D auch dem Knochenabbau entgegen, indem es die Calciumaufnahme begünstigt. Im Umkehrschluss lässt sich sagen, dass, je ausgewogener das Calcium-Phosphor Verhältnis im Hundekörper ist, desto weniger Vitamin D benötigt er.
  • Vitamin D spielt eine wichtige Rolle in der Regulation des Hirnbotenstoffes Serotonin. Ein Mangel an Vitamin-D führt zu strukturellen Veränderungen im Gehirn und beeinflusst die Verwertung von Dopamin und die Synthese von Noradrenalin. Alle Botenstoffe haben einen Einfluss auf Stimmung und psychische Verfassung.
  • Untersuchungen am National Cancer Institute zufolge kann Vitamin-D-Mangel Krebserkrankungen begünstigen, bzw. im Umkehrschluss eine adäquate Versorgung mit Vitamin D soll diverse Krebserkrankungen verhindern helfen. Aktuell laufen weitere Studien dazu, deren Ergebnisse dieses und nächstes Jahr ausstehen. Dabei geht es u. a. auch darum, in welchen Mengen Vitamin D die Gesundheit tatsächlich unterstützen kann.

Ein Mangel an Vitamin D kann sich z. B. durch Osteomalazie, eine schmerzhafte Erweichung der Knochen, bei Welpen und Junghunden durch Rachitis äußeren. Eine starke Überversorgung allerdings kann sich ungünstig auf den Calcium- Phosphor- Haushalt auswirken und zu Verkalkungen führen.

Der Darm und Vit. D

Alle Krankheiten beginnen im Darm hat einst Hippokrates gesagt. Dass er mit dieser Aussage nicht danebenlag, entdeckt die Wissenschaft gerade in letzter Zeit erneut. Immer mehr Erkrankungen werden mit dem Darm und seiner Mikrobenbesiedlung in Verbindung gebracht. Allergien, Darmerkrankungen von simplem Durchfall bis schweren Erkrankungen wie IBD (chronisch entzündliche Darmerkrankung) oder das Leaky Gut Syndrom, Autoimmunerkrankungen, Adipositas, Diabetes oder auch Lebererkrankungen und andere Erkrankungen können ihren Ursprung in der intestinalen (Darm) Mikrobiota (Besiedlung mit Mikroorganismen, vor allem Bakterien) haben.

Was viele nicht wissen – ein Vit. D-Mangel kann eine sogenannte Dysbiose – also ein Ungleichgewicht in der intestinalen Mikrobiota begünstigen. Durch einen Mangel an Vit. D wird die Produktion der sogenannten Defensine herabgesetzt. Defensine sind Peptide, die in allen tierischen Organismen vorkommen.  Sie werden in der Darmschleimhaut gebildet und haben Einfluss auf die Dichte der Schleimhaut, tragen dazu bei, schlechte Bakterien fernzuhalten und sorgen mit für eine ausgewogene Besiedlung der Darmbakterien. Bei einem Vitamin D-Mangel kann die Darmschleimhaut folglich mangels Defensine dünner/undicht werden, es können sich ungünstige (pathogene) Keime vermehren und die guten Bakterien weniger werden.

Die Sonne und Vit. D

Menschen decken einen Großteil ihres Vitamin-D-Bedarfs über das Sonnenlicht. Über die Haut wird  mithilfe der UVB-Strahlung aus dem Stoff 7-Dehydrocholesterol das sog. Provitamin D3 hergestellt, welches dann in der Leber in Vitamin D3 umgewandelt wird.

Dieser Vorgang ist jedoch nicht ganz so einfach, wie er zunächst scheint. Die Aufnahme wird natürlich durch die Kleidung erschwert, oder auch durch das Auftragen von Cremes mit Lichtschutzfaktor. Solche „Sonnenschutzmittel“ verhindern quasi die Aufnahme, bzw. Bildung von Vitamin D.

Das Wetter spielt natürlich eine große Rolle, je mehr Sonnenstunden, desto mehr Vitamin D können wir bilden. Und weiter haben „Stubenhocker“ es natürlich denkbar schwerer, ihren Vitamin-D-Bedarf zu decken.

Im Winter spielt auch der tiefe Sonnenstand eine Rolle, da die benötigten UVB-Strahlen aufgrund des zu flachen Einfallwinkels der Sonne nicht in der passenden Menge bis auf die Erde gelangen. In den Monaten November bis Februar gelangen sie sogar überhaupt nicht auf die Erdoberfläche.

Ein Zuviel an Vitamin D wird nicht ausgeschieden, sondern vom Körper gespeichert, was im Hinblick auf die Jahreszeiten natürlich nicht dumm ist. Da im Winter zu wenig bis gar kein Vitamin-D über die Sonne aufgenommen werden kann, gilt es im Sommer einen „Vorrat“ anzulegen. Das funktioniert allerdings durch die genannten Störfaktoren immer schlechter.

Eine Folge davon ist die sogenannte Winterdepression. Untersuchungen zufolge kann man mittlerweile davon ausgehen, dass ein Großteil dieser Depressionen durch einen Vitamin-D-Mangel im Winter verursacht wird.

Im Gegensatz zu vielen anderen Vitaminen ist es nur schwer möglich, den Vitamin-D-Bedarf über Nahrungsmittel zu decken. Nur wenige Nahrungsmittel enthalten ausreichende Mengen davon. Besonders viel Vitamin D findet man eigentlich nur in Leber (Lebertran!) und in Fisch. Bis in die 1960er Jahre war es z.B. noch üblich, Kinder regelmäßig mit Lebertran zu versorgen.

Wie ist das bei Hunden?

Wie schon zu Anfangs erwähnt, ist man sich unter den Experten uneins, ob Hunde nun Vitamin-D über die Sonne synthetisieren können, oder nicht. Hunde zählen allerdings zu den Säugetieren, wie der Mensch auch und ihre Körperfunktionen sind sich in vielfacher Hinsicht sehr gleich. Warum also sollten Hunde nicht in der Lage sein, Vitamin D aus der UVB-Strahlung zu gewinnen?

Störfaktoren bei der menschlichen Vitamin-D-Gewinnung kann man sicher auch auf den Hund übertragen. Da ist dann z.B. das Fell (vor allem bei Hunden mit dickem Fell und Unterwolle) sicher eine große Hürde für die UVB-Strahlung.

Ein weiterer Faktor ist die zeitliche Begrenzung der „Sonnenbäder“, da die meisten Hunde einen denkbar kleinen Teil des Tages draußen verbringen.

Ergänzung ist sinnvoll!

Alles in allem lässt sich sicher resultierend sagen, dass eine Ergänzung von Vitamin D auch für Hunde sinnvoll ist. In der benötigten Menge mag das von Einzelfaktoren abhängig sein (Felldichte oder auch Anzahl der genossenen Sonnenstunden). Vor allem bei einer Frischfütterung (z.B. Barf oder gekochte Rationen) sollte die Gabe von Vitamin D daher im Speiseplan einen festen Platz haben. In herkömmlichen Fertigfuttern ist dies natürlich schon bedacht. Vor allem bei Futter, das keine synthetischen Nährstoffe enthält, sollte man diese Supplementierung aber nicht vergessen.

Innereien – vor allem Leber – sind vergleichsweise gute Lieferanten von Vit. D, 100g Leber z.B. enthalten etwa 68 IE Vit. D. Ein Hund, der 25kg wiegt, hat einen täglichen Vit. D Bedarf von etwa 200 IE. Man müsste ihn also mit ziemlich viel Leber füttern, um den Bedarf zu decken. Da Leber außerdem sehr viel Vit. A enthält, würde man bei der Fütterung großer Mengen Leber eine ziemliche Überversorgung mit Vit. A provozieren, was sich auf die Gesundheit durchaus negativ auswirken kann. Auch verschiedene Fischsorten liefern viel Vit. D, das ist aber unterschiedlich. Sprotten enthalten z.B. sehr viel Vit. D, Barsch oder Makrelen z. B. nur ganz wenig.

Eine oft praktizierte Variante ist die regelmäßige Gabe von Dorschlebertran , die Dosierung sollte bei der Fütterung von selber zusammengestellten Rationen wie folgt praktiziert werden:

Körpergewicht < 25 kg 1,5 TL pro 10 kg/Woche
Körpergewicht >25 kg 1 TL pro 10 kg/Woche

Aber – Der Dorsch ist bedroht!

Die Versorgung mit Dorschlebertran ist mittlerweile leider nicht mehr ganz unbedenklich. Der Kabeljau – auch Dorsch genannt – zählte früher zu den sogenannten Brotfischen, weil es so viele davon gab. Das ist leider nicht mehr so. Mittlerweile sind die Bestände gefährdet und es wäre daher empfehlenswert, auf Alternativen zurückzugreifen.

Veganes Vit. D-Öl enthält pflanzliches Vit. D und eignet sich für Mensch und Hund zur natürlichen Ergänzung von  Vit. D. Es gibt verschiedene Konzentrationen und vor allem bei kleinen Hunden sollte man eine niedrigere Konzentration wählen, wie z.B. 200 IE Vit. D pro Tropfen. Für Hunde  eignet sich z.B. ein Vit. D-Öl für Kinder. Manche Öle enthalten zusätzlich Vit. K, weil der Bedarf von Vit. K bei der Einnahme von Vit. D ansteigt.

Kleine Hunde benötigen ca. 700 IE Vit. D pro Woche, mittelgroße Hunde etwa 1400 IE, große Hunde etwa 2100 IE und sehr große Hunde etwa 2800 IE. Entsprechend kann man die Versorgung mit den Tropfen vornehmen.

LaVita ist ein sogenanntes Bio-Aktivstoffkonzentrat, ein Saftkonzentrat aus Obst, Gemüse, Kräutern, Ölen und weiteren gesunden Stoffen auf natürlicher Basis. Neben einer zusätzlichen Versorgung mit vielen guten Vitalstoffen kann auch der Vit. D Bedarf damit sehr gut gedeckt werden.

5ml (1 TL) LaVita enthalten etwa 200 IE Vitamin D. Kleinen Hunden gibt man 1/2 TL täglich zum Futter, mittelgroßen Hunden 1TL und großen Hunden gibt man etwa 1EL.

Wie oben beschrieben, kann ein Mangel an Vit. D bei einer ganzen Reihe Erkrankungen wohlmöglich ein Mitverursacher sein. Sowohl zur Prävention als auch als eine der Therapiemaßnahmen bei vielen Erkrankungen kann es sich also durchaus lohnen, die Versorgung mit Vit. D einmal etwas unter die Lupe zu nehmen.
(Artikel aktualisiert 11/2017)

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Über Anke 124 Artikel
Hallo, ich bin Anke, zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe und berate hier vor allem rund um das Thema Ernährung von Hunden. Auf www.anke-jobi.de biete ich außerdem Online-Kurse für Hundehalter zur Hundeernährung an.

38 Kommentare

  1. Hihi, genau mit diesem Thema habe ich mich heute Morgen befasst, denn mein eigener Vitamin D Spiegel war letztes Jahr total im Eimer, was ich nie für möglich gehalten hätte, habe ich doch einen Hund. Und, wir sind relativ viel und lange draußen, aber, und da geht es auch schon los, natürlich seltenst in der prallen Mittagssonne. Daraus könnte man natürlich auch auf eine Mangelsituation für Linda schließen.

    Nun ja, seit ich Vitamin D3 in Tablettenform einnehmen, ist tatsächlich meine Migräne etwas besser geworden. Und seit dem überlege ich, ob ich Linda (zumindest im Winterhalbjahr) diese Tabletten auch verabreichen sollte. Auf Lebertran würde ich eher nicht zurückgreifen, da man ja hier, über einen längeren Zeitraum verabreicht, eine Vitamin A Überversorgung riskiert. Und eine Blutuntersuchung, um den Wert bestimmen zu lassen, möchte ich Linda nicht zumuten, hat sie es doch nicht so mit ärztlichen Untersuchungen.

    In diesem Zusammenhang hat mich natürlich auch die Frage beschäftigt, ob von Vitamin D Gaben kastrierte Hunde nicht generell profitieren, deren Hormonlage durch diese Eingriffe aus dem Lot kommt. Gerade Inkontinenz und Gelenks- und Knochenproblematiken werden ja inzwischen auch einer gestörten Hormonlage zugeschrieben, da könnte das Vitamin D ja in zweierlei Hinsicht wirksam sein.

    LG Andrea mit Linda

    • Hallo liebe Andrea,

      eine Blutuntersuchung würde hier sowieso nicht viel bringen, weil der Vitamin-A-Blutspiegel nichts über die Reserven in der Leber aussagt. Hunde haben eine relativ hohe Vitamin-A-Toleranz im Vergleich z.B. zu uns Menschen. So wurde in Untersuchungen festgestellt, dass selbst nach einer über mehrere Monate dauernden Überversorgung von bis zu 30.000 IE/kg KM/Tag keinerlei Ausfallerscheinungen auftraten. Dazu kam es erst bei einer Gabe 300.000 IE/kg KM/Tag. Bei der Gabe von Lebertran bleibt man weit unter diesen Werten.

      Ich habe mich übrigens auch u. a. wegen mir selber mit dem Thema beschäftigt und habe mir nach einem sonnenarmen Sommer auch mal eine Ergänzung gegönt. Diese könnte in meinen Augen auch für Hunde in Frage kommen, ich habe natürliches Vitamin D auf Ölbasis in Tropfenform genommen 😀

      Liebe Grüße
      Anke

      • Das mit den Tropfen ist auch eine Möglichkeit. Ich habe dieselben Tabletten, die man heutzutage auch Proforma Säuglingen gibt. Und selbstverständlich sind natürliche Quellen schon deshalb nicht zu verachten, weil ich ja sonst auch nicht so auf synthetisches stehe.

        Dann vielleicht doch lieber Dorschlebertran… 😉

        LG Andrea

  2. Hallo Anke,

    ich habe mir schon öfters Gedanken über die Vitamin D Versorgung meines Hundes gemacht. Die Meinungen in der Literatur gehen ja leider etwas auseinander. Daher würde mich Interessieren ob du einem Hund, der nach dem Plan von Swanie Simon, gebarft wird bei 25 kg 2,5 TL Lebertran pro Woche geben würdest? Ich habe nämlich ein wenig Angst das es durch den Lebertran zu einer Überversorgung kommt und ich ihm dadurch eventuell mehr schade.

    LG Lena

  3. Ich gebe das Vitamin D immer mit dem Frischfleisch für meine Hunde zusammen, aber sie bekommen im Winter auf jeden Fall immer einen Zusatz, weil einfach nicht genug Sonnenschein ist. Sie sind dann auch viel aufgeweckter und besser drauf, ich finde das ganz wichtig. LG

  4. Hallo. Was ist denn ein Vitamin D3 Spiegel bei einem Hund, den man anstreben sollte. Bei uns Menschen ist man sich ja weitgehend uneinig und der Spiegel wird in der Regel auf 70kg Körpergewicht gemessen. Eine Bitte habe ich noch; ich suche auch nach Angaben für Ziegen und Pferde – wie schaut es da aus mit einem angemessenen Vitamin D3 Spiegel. Vielen Dank.

    • Hallo Claudia,
      was die Werte betrifft, weiß ich nur, dass der Vitamin D-Wert im Blut über eine Vitamin D – Vorstufe, das 25-Hydroxychalciferol, bestimmt wird. Ist dieses erniedrigt, liegt ein Vitamin D – Mangel vor. Ab wann dieser Wert erniedrigt ist, weiß ich allerdings nicht. Das weiß aber natürlich der Tierartz, bzw. das Labor.

      Ich orientiere mich an den Bedarfszahlen und empfehle entsprechende Supplementierungen. Erwachsene Hunde benötigen pro kg KM tgl. etwa 10 IE Vitamin D. Zu den Ziegen und Pferden kann ich dir leider nichts sagen, könnte mir aber vorstellen, dass diese eher in der Lage sind, Vitamin D selber zu synthetisieren …
      Liebe Grüße
      Anke

      • Liebe Anke,

        woher stammen diese Dosierungsempfehlungen? Ich würde mich da gerne etwas tiefer einlesen. Was mich nämlich wundert ist, dass viele (hochwertige) Fertigfutter weit mehr Vitamin D enthalten. Von „niedrigen“ Dosen wie 900 IE bis hin zu 1900+ IE.

        Beim Menschen liegt die offizielle Empfehlung auch recht niedrig. Hormonforscher wie Prof. Dr. Dr. Spitz, die an Vitamin D forschen, sagen hingegen, dass die Menschen in unseren Breiten durchweg unterversorgt sind. Er empfiehlt für Menschen mit 70kg im Sommer, die den ganzen Tag draußen arbeiten, mind. 1000 IE. Bei Menschen mit Bürojob 2000 IE und bei Menschen die kaum / keine Sonne sehen (Bettlägerige, Minenarbeiter, Ubotfahrer usw.) 3000 IE pro Tag. Im Winter mehr.

        Während Hausärzte nach Vorgabe einen Vitamin D Spiegel von ~30 als gut empfehlen, empfiehlt der Arzt und Vitamin D Pionier Dr. Helden, der auch ein Buch über Vitamin D geschrieben hat, wie auch sein Kollege Dr. Schweikhart, einen Spiegel von min.40 eher 60. Bei Menschen mit schweren Krankheiten sogar bis 80.

        Bis Ende der 70er bekamen Babys sogar als „Begrüßungsdosis“ 200.000 IE auf einen Schlag. So viel zur Giftigkeit hoher Dosen. http://www.vitamindelta.de/images/stories/thumbs/L2hvbWVwYWdlcy80Mi9kMTgyMDQ3ODY4L2h0ZG9jcy9jbXMyL2ltYWdlcy9zdG9yaWVzL1ZpdGFtaW5kZWx0YS9WaXRhbWluRC1CYWJ5LVJhY2hpdGlzcHJvcGh5bGF4ZS1WaWdhbnRvbDVtZy5qcGc=.jpg

        Und nun noch einmal zum Hund. Wenn ich die 20kg meines Hundes ansetze und diese in einen für Menschen gemachten Vitamin D Rechner eingebe und ich davon ausgehe, dass man Hund keinen Mangel an Vitamin D hätte, dann müsste er zum Erhalt eines Spiegels von 30 jeden Tag 7 ca. 700 IE einnehmen. Zum Erhalt eines Spiegels von 40 knapp 950 IE.

        Bei einem Hund mit 30kg wären wir schon bei einer Erhaltungsdosis von 1000 IE und 1400 IE pro Tag.

        Nach deiner Angabe würde mein Hund jedoch nur 200 IE und der 30kg Hund 300 IE pro Tag brauchen.

        • Hallo Matthias,

          meine Angaben stammen aus dem Standartwerk zur Hundeernährung, dem Meyer/Zentek. Es sind die Werte die offiziell für Hunde empfohlen werden. Dass in vielen Fertigfutter mehr drin ist, kann dem „Schwund“ geschuldet sein. Du musst aber auch berücksichtigen, dass die Portionsgrößen unterschiedlich sind und dass es bei jedem Hund irgendwie passen muss.

          Es wird teilweise auch sehr vehement vor Überdosierungen gewarnt. Außerdem hängt der Bedarf an Vit. D auch von der Calciumversorgung ab. Je mehr Calcium, desto weniger Vit. D wird benötigt. Bei einer mangelhaften Calcium-Versorgung steigt der Vit.D-Bedarf an. Da Hunde meist sehr gut mit Calcium versorgt werden, kann man meist davon ausgehen, das der Bedarf nicht so hoch ist. Vit. D wird außerdem gespeichert, was bedeutet, es muss nicht immer eine Zufuhr gewährleistet sein. Aus Pflanzen (Flachs) stammendes Vit. D können Hunde genauso gut verwerten, wie aus tierischen Quellen.

          Zu den Diskrepanzen bzgl. der optimalen Versorgung kann ich dir aber leider nicht wirklich etwas sagen.

          Es war in den 60ern auch noch üblich, Kinder regelmäßig mit Lebertan zu versorgen. Heute macht das keiner mehr und wir haben viele Kinder in der Schule sitzen, die sich nicht konzentrieren können. Finde ich auch recht bemerkenswert …

          Liebe Grüße
          Anke

  5. Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen aufbereitet für uns präsentieren. Danke dafür.
    Lg Danny

    • Äh … entschuldige bitte, Lia, aber diese Frage hat niemand gestellt, weil sie im Artikel nämlich schon beantwortet wurde. Deinen 2. Kommentar mit dem (Werbe?)link brauche ich dann ja nicht mehr veröffentlichen 😉
      Liebe Grüße
      Anke

  6. Hallo Anke,
    Danke für Deinen Artikel! Ich beschäftige mich schon längere Zeit mit Vitamin D3 für Menschen. In diesem Zusammenhang bin ich jetzt auf Deine Seite gestoßen. Sehr interessant, da ich selbst 2 Hunde habe 🙂 Da werde ich mich noch mal mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Vitamin D3 wird in Zukunft noch für Furore sorgen – bei uns Menschen und offenbar auch bei den Tieren 🙂

    Viele liebe Grüße
    Andreas

    • Hallo Andreas,

      ja, das ist auch bei Hunden ein Thema, bzw. würde ich sagen, sogar noch mehr, weil sie es, wie schon geschrieben, wohl eher nicht selber synthetisieren können wie wir. Bei Hunden, die ein Fertigfutter bekommen, ist das i. d. R. kein Problem, da ist das dann berücksichtigt (steht dann auch auf der Verpackung drauf, da es ja zu den Vitaminen gehört, die überdosiert werden können, so heißt es). Bei Frischfütterung empfehle ich bei Hunden ja eine Ergänzung von Dorschlebertran, was aber auch nicht so ganz toll ist, weil Fisch und dann auch noch Dorsch, der ja überfischt ist. Deshalb überlege ich imemr mal, ob man den Hunden nicht auch so ein Öl geben kann. Ich habe gesehen auf deiner Seite, dass du ein veganes Empfiehlst, was ich natürlich gut finde. Da muss ich mal schauen, ob man das nicht vielleicht auch bei Hunden einsetzen kann. Wie versorgst du deine Hunde?

      Liebe Grüße
      Anke

      • Hallo Anke,
        ich habe schon mal irgendwo aufgeschnappt, dass es Hundehalter gibt, die D3 Tropfen ins Futter geben. Da spricht denke ich nichts dagegen. D3 ist D3 – ob nun in Lebertran, Ei, Pilz oder in einem Öl für Menschen. Das Öl ist ja eh nur als „Verdünnungsmittel“ da, damit man es später gut dosieren kann. Und so eine Flasche reicht ja ewig. Denke mal bei Hunden noch länger. Da sind ca. 15 Euro dann überschaubar 🙂

        Entscheidend ist am Ende halt die Dosierung. Das muss ich von meinem Futter noch mal umrechnen, was das dann pro Tag entspricht. Hast du Angaben, wie viel D3 im Dorschlebertran ist? Dann könnte man das sehr einfach umrechnen und hätte die Anzahl Tropfen vom Human-Präparat.
        Sicher ein spannendes Thema 🙂

        Viele Grüße
        Andreas

        • Hallo lieber Andreas,
          ja, das wusste ich schon, das Öl ist nur der Träger. Ich habe auch schon mal für mich ein Vit. D Öl gekauft, allerdings leider nicht vegan, das hatte ich da nicht gefunden.

          Als Ernährungsberaterin für Hunde kenne ich natürlich die Zahlen 😀 , so hat beispielsweise ein Hund 10 kg Körpergewicht einen wöchentlichen Bedarf von etwa 700 IE. In 1 TL DL sind etwa 600 IE enthalten, der reicht also pro Woche. In dem Öl, das du empfiehlst, sind pro Tropfen ca. 1000 IE enthalten. Der 10kg Hund bräuchte davon also ca. 3 Tropfen im Monat, der 20kg Hund bräuchte etwa 5 und der 30kg Hund ca. 6,5-7 Tropfen im Monat. Ich werde das mal im Kopf behalten 😀 …

          Liebe Grüße
          Anke

  7. Hallo Anke, hat jemand Erfahrungen mit Hunden, deren Syntheseorte für die 3. und letzte und erst dann -soweit ich weiß- zellaktive Form des D3-Vitamins/Hormons nicht mehr funktionieren, also zB. Nierenschädigung? Dann würde ja die Gabe aller Vorstufen (also 1. aus der Haut und 2. aus der Lebersynthese) ins Leere laufen? Und man sollte/müsste bereits verschreibungspflichtiges D3 als „-triol“ zuführen. Leider haben die (Tier-)ärzte davon überhaupt keine Ahnung.
    Im Gegensatz zur 2. Stufe „-diol“ gibt es aber dann anscheinend schnellere Vergiftungsgefahren (speziell Gewebe-Verkalkungen) wg. Überdosierung. Ich habe ein Tier, das Leber und Nierenschäden hat und seit einem Jahr komplett seine Muskelmasse abgebaut hat, aber (noch) keinen Tumor oder Krebs oder ähnliches entwickelt hat.

    • Hallo Andreas,

      auf die von dir speziell gestellte Frage kann ich leider keine Antwort liefern. Aber – ich möchte mich zu deiner Problematik kurz mit einem ganzheitlichen Ansatz äußern:

      Du schreibst, dein Hund hat Leber- und Nierenschäden. Was sind die Ursachen für diese Schäden, inwieweit wurden diese beseitigt und inwieweit hast du an der Regeneration der Organe gearbeitet? Bei der Niere ist das schwierig, die Leber ist jedoch sehr regenerationsfähig und man kann sehr viel machen. Es ist ja dann auch sicher nicht nur das Vit. D, das nicht so recht dort ankommt/verwertet werden kann wo/wie es benötigt werden würde, sondern sicherlich auch noch andere Nährstoffe.

      Ich würde zunächst an einer allgemeinen Stärkung arbeiten, um den Organismus soweit wir nur eben möglich in die Lage zu versetzen, sich wieder selber zu helfen. Dazu zählt neben der Organ- und Immunsystemstärkung auch der Abbau von Schadstoffen.
      Auch wichtig für die Aufnahme von Vit. D ist außerdem die Versorgung mit Calcium. Das heißt, je besser der Organismus mit Calcium versorgt wird, umso weniger Vit. D benötigt er. Um den Status der Nährstoffversorgung zu überprüfen ist eine sehr gute Variante die Fellmineralanalyse. Diese ist zuverlässiger als eine Blutuntersuchung und du könntest einmal genau prüfen, wie es nun tatsächlich mit der Versorgung aussieht.

      Alles Gute für deinen Hund!

      Liebe Grüße
      Anke

  8. Hallo liebe Anke,

    von welchem Hersteller benutzt Du denn den Dorschlebertran bzw. kannst Du einen guten und qualitativ hochwertigen Hersteller empfehlen?
    Ich bin noch auf der Suche für meinen Hund Bobo 🙂

    Danke und liebe Grüße
    Jasmin

      • Hallo Anke,

        vielen lieben Dank!
        Jetzt muss ich nochmal ganz blöd Fragen…
        Wie ist das denn mit der Dosierung für Vitamin A und D bei dem Lunderland Dorschlebertran? Auf der Seite steht Hunde bis 20KG bekommen 1/2 Teelöffel täglich? Mein Hund wiegt 11,5 KG und ich steige da jetzt nicht so ganz durch weil ich bei Dir lese das Deine Hunde den Lebertran nur 1x wöchentlich bekommen richtig?

        Danke schon mal vorab und lieben Gruß!
        Jamsin

        • Hallo Jasmin,

          ist nicht blöd 😀 . Woran Lunderland die Dosierung festmacht, kann ich dir natürlich nicht sagen. Ich habe meine Empfehlung an den Bedarfswerten orientiert.

          Liebe Grüße
          Anke

  9. Wie ist mit K2 bei Hunden? Beim Menschen ist das ja sehr wichtig, damit das Calcium sich in den Knochen einbaut und nicht in den Arterien. LG und danke! 🙂

    • Hallo Anett,

      der Erfolg, der Vit. K2 zugeschrieben wird, gilt aber als umstritten. Außerdem wird Vit. K im Darm produziert, was aber auch abhängig davon ist, wie gut der aufgestellt ist. Bei einer Vit.D Ergänzung kann der Vit. K Bedarf ansteigen, daher kann eine Ergänzung dann sinnvoll sein. Grundsätzlich sollte jedoch die Versorgung mit Vit. K kein großes Problem sein, wenn man den Hund mit frischen Nahrungsmitteln versorgt, vor allem Gemüse. Als Vit. D Ergänzung eignen sich auch Tropfen, die mit Vit. K angereichert sind, dann deckt man den Mehrbedarf gleich mit.

      Liebe Grüße
      Anke

  10. Hallo liebe Anke, das ist Klasse, Du machst Dir so viel Arbeit. Vielen Dank.
    Frage : ich habe bisher keine zusätzlichen Gaben von Vit. D gegeben. Dachte ich doch, dass das Futter ausreicht. Wöchentlich gibt es sonntags immer eine kleine Portion Pferdeleber zum rohen Fleisch ( Pferd und Wild ), 2 x pro Woche Ei mit pulverisierter Schale, 3 x pro Woche hochdosierte Lachsölkapseln, Spirulina/Chlorella, Leinöl, Butter, täglich eine Tasse selbstgemachten Kefir, Käse,Bierhefe. Wir gehen bei jedem Wetter 4 x täglich raus, ok, die Sonne ist da in unseren Breitengraden weniger aktiv z.Zt. da waren unsere Winter in Spanien wohl gesünder. Deshalb meine Frage, wieviel muss denn dann noch zugefüttert werden ? Die Hunde wiegen zwischen 5 und 7,3 kg ??? Reicht das an natürlichen Nährstoffen da nicht aus, was sie bekommen ? Liebe Sonntagsgrüße . Erika

    • Hall Erika,

      du solltest auf jeden Fall Vit. D ergänzen, die jetzige Versorgung reicht sicher nicht aus. Deine Hunde dürften ja so 8-10kg liegen, haben also eine täglichen Bedarf von etwa 100IE Vit. D. Das heißt, du könntest entweder jeden Tag etwa 1/2 TL LaVita geben, oder etwa 4 Tropfen vom Vit.D Öl in 200er Konzentration pro Woche.

      Liebe Grüße
      Anke

  11. Hallo liebe Anke,

    ich habe jetzt auch nochmal eine Frage zum Vit. D Bedarf 🙂
    Mein Hund Bobo wiegt um die 11 KG und wird roh ernährt.
    Das heißt er bekommt immer eine gute Mischung aus Muskelfleisch, Leber, Nieren, Herz, ab und zu Paranüsse,Milchprodukte 1x Woche, Kräuter, Seealge, Öle und einmal die Woche gibt es die komplette Tagesration an Sprotten mit etwas Gemüse und Obst.
    Reicht hier die Versorgung mit Vit. D aus oder sollte ich auch lieber ergänzen?
    Da ich täglich in kleinen Mengen frische, rohe leber füttere habe ich etwas bedenken, dass ich Bobo mit dem Dorschlebertran dann mit Vit. A überversorge…???

    Vielen lieben Dank vorab und ganz liebe Grüße,
    Jasmin

    • Hallo Jasmin,

      Sprotten haben ausgesprochen viel Vit. D. Wenn du einmal die Woche mindestens 100g frische Sprotten fütterst, dürfte dein Hund gut versorgt sein.

      Liebe Grüße
      Anke

      • Hallo liebe Anke,

        vielen, lieben Dank für die schnelle Antwort 🙂
        Ja, Bobo bekommt jeden Sonntag eine ca. 150 Gramm-Protion rohe Sprotten dann reicht das ja aus und ich bin beruhig 🙂

        Viele Grüße,
        Jasmin

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