Slow Food – fütter doch mal entspannt!

Kennst du schon den neuesten Ernährungstrend? Fast Food ist out, Slow Food ist IN! Slow Food steht für bewusste Ernährung, regionale Nahrungsmittel und Genuss.

Einer Untersuchung zufolge wird der Organismus viel besser mit den Nährstoffen versorgt, wenn man Freude am Essen hat. Freude am Essen ist das Gegenteil von Fastfood, von komplizierten Diäten und Ernährungskonzepten, von nach Nähr- und Bedarfswerten zusammengestellten Ernährungsplänen.

Hat dein Hund Freude am Fressen?

Bei uns ist es jeden Tag das gleiche Spiel. Meine Hunde werden nach dem Gassigang gefüttert. Sobald sie zur Haustür reinkommen, können sie es nicht mehr abwarten, endlich ihren gefüllten Napf vorgesetzt zu bekommen. Sie sprinten in die Küche, setzen sich erwartungsvoll auf ihren „Fütterungsplatz“ und recken die Nase in die Luft, um zu erschnüffeln, was es heute wieder tolles zu Fressen gibt. Meine Hunde haben definitiv Freude am Fressen. Dabei sind ihre Näpfe mit ganz stinknormalen Nahrungsmitteln gefüllt.

Der Futtermäkeler „vor dem Herrn“

Das war aber nicht immer so. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Jahre unseres mittlerweile 11-jährigen Hundeopi. Der war der mäkeligste Hund der Welt. Unzählige Futtersorten haben wir ausprobiert. Ein paar Tage wurde eine Marke gefressen, dann mochte er das Futter nicht mehr. Wir waren verzweifelt und ständig auf der Suche nach einer Fütterungsform, die dem Terrier zugesagt hätte. Irgendwann kam auch bei uns der Barftrend an. Das war schon mal eine Verbesserung. Trotzdem kam es immer wieder vor, dass der Terrier seine Barfration verschmäht hat. Kurz mal die Nase in den Napf gesteckt, ein resignierter oder gar vorwurfsvoller Blick in unsere Richtung und Tschüss „Ne, hab keinen Hunger heute!“.

Weniger Konzept, dafür mehr Genuss

Als mir die Sache mit dem vielen Fleisch mehr und mehr suspekt wurde, habe ich angefangen, Nahrungsmittel bewusster auszuwählen. Es gab für die Hunde weniger Fleisch, dafür bessere Qualität. Das übertrug sich auch auf die anderen Nahrungsmittel. Im Laufe der Zeit wuchs meine Wertschätzung für die Nahrungsmittel mehr und mehr und das machte sich auch im Futternapf bemerkbar. Immer öfter kamen dort auch Reste aus dem Kochtopf zum Einsatz. Wer mehr bezahlt, wirft automatisch auch weniger weg.

Der Terrier wurde ganz nebenbei im Laufe dieser Entwicklung zur Fressmaschine. Beide Hunde fressen mittlerweile kaum etwas lieber, als das, was wir eigentlich für uns gekocht haben. Eine lange Spaghetti „frisch“ aus dem Kochtopf ist für sie „Himmel auf Erden“. Verschmähte Futterrationen kennen wir, seit wir nicht mehr nach Konzept sondern nach Nahrungsmittel-Qualität füttern, längst nicht mehr.

Hast du auch so einen Futtermäkeler Zuhause?

Dann geh die Sache doch mal anders an …

Statt ständig nach dem gesündesten Futter für deinen Hund zu suchen, frag dich doch einfach mal, was dein Hund gerne fressen möchte. Statt auf Nährwerte zu schauen, achte doch lieber mal mehr auf die Qualität der Nahrungsmittel. Statt auf den Preis zu schauen, frag dich doch mal, welches „Karma“ die Nahrungsmittel mitbringen. Fleisch, das von einem Tier stammt, das zu Lebzeiten leiden musste, kann definitiv kein gutes Karma sein. Achte doch auch mal darauf, was deine Umwelt von den gewählten Nahrungsmitteln hat. Ein Futternapf, der aus regionalen Nahrungsmitteln gefüllt wurde, ist umweltfreundlicher und stillt gleichzeitig viel eher die Bedürfnisse, die dein Hund den Jahreszeiten entsprechend hat.

Aus der Erfahrung heraus kann ich dir sagen, es macht tausendmal mehr Spaß, Nahrungsmittel zu nutzen, bei denen man ein gutes Gewissen haben kann. Ganz automatisch kommt dann „vom Kochtopf in den Napf“, statt „vom Kochtopf in den Müll“!

Also – fütter deinen Hund doch mal mit „slow Food“! Gutes Karma inklusive :-D

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2 Kommentare

  1. Ich finde das sehr interessant und kann nur berichten, dass Socke ihre gekochten Mahlzeiten, die, bis auf die Nährstoffe auch von uns gegessen werden könnten, mit dem Löffel – weil der Brei sonst im Fell verbleiben würde – sehr langsam frisst. Gut, Ihr Magen hat immer etwas zu tun und sie ist nie ausgehungert. Aber sie inhaliert ihr Futter eben nicht in einer Minute. Geht ja nicht mit dem Löffel. Dabei koche ich Obst und Gemüse saisonal für Socke vor. Beim Pferde- und Lammfleisch muss ich Abstriche machen. Da gibt es oft Engpässe und ich muss nehmen, was ich bekommen kann.

    Da ich selber nur 7 Mahlzeiten pro Woche zu mir nehme ( intermittierendes Fasten) sind mir diese sehr wichtig und ich nehme mir ganz viel Zeit dafür. Im Alltag eine gute Stunde, an freien Tagen auch schon mal zwei Stunden. Dabei geht es nicht um Masse, sondern um Genuss.

    Also irgendwie leben wir genau das intuitiv, was Du hier beschreibst. Wir kommen damit gut zurecht, wobei ich mir sicher bin, dass dies nicht für jeden etwas ist…..

    Alle guten Wünsche zum neuen Jahr und viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Hallo liebe Sabine,

      obwohl ich nicht sooo viel esse, wäre mir eine Mahlzeit am Tag dann doch zu wenig :-D . Euch auch alles Gute für 2018!!

      Liebe Grüße
      Anke

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