So fülle ich den Futternapf meiner Hunde

Oft werde ich gefragt, wie ich als Expertin für Hundeernährung denn den Futternapf meiner Hunde fülle. Im Laufe der Jahre hat sich das immer mal wieder geändert. Anfangs (vor ca. 12 Jahren) gab es für den Hund nur Fertigfutter, dann wurde ich zur „Hardcore-Barferin“. Mit meiner Sensibilisierung für die Massentierhaltung änderte sich das, aus dem Barfen wurde eine „Frischfütterung“ mit weniger Fleisch. Heute bin ich mittlerweile eigentlich „Abamerin“.

In den Futternapf meiner Hunde kommen viele frische Nahrungsmittel!

Natürlich wähle ich diese Nahrungsmittel so weit wie möglich nach den Clean Feeding Grundsätzen aus. Die Betonung liegt aber auf „soweit wie möglich“. Ich möchte diesen Grundsätzen auf keinen Fall dogmatisch folgen. Denn – für mich ebenfalls ein wichtiger Faktor – ich möchte Spaß dabei haben, meine Hunde zu füttern. Keinen Stress.

Ich liebe den Umgang mit hochwertigen Nahrungsmitteln und mir macht es Spaß immer wieder neue Variationen zu finden. Unter „Rezepte“ findest du übrigens eine Menge verschiedener Vorschläge, wie man den Napf des Hundes füllen kann.

Aber … wenn ich einmal keine Zeit oder schlicht keine Lust habe, oder wenn ich einmal nicht ordentlich eingekauft habe, oder jemand anders die Hunde füttert, oder oder oder … dann möchte ich, dass es trotzdem einfach und unkompliziert möglich ist, meine Hunde satt zu bekommen.

Meine Grundsätze der Futternapf-Füllung:

  • möglichst frisch
  • möglichst ausgewogen und unbelastet
  • die Komponenten sollten in einem möglichst sinnvollen Verhältnis zusammengestellt sein
  • möglichst unkompliziert
  • möglichst leicht zu beschaffen
  • möglichst freundlich für die Umwelt und die Nutztiere
  • möglichst ökologisch sinnvoll

Die praktische Umsetzung

Möglichst frisch heißt, beim Einkauf möglichst unverarbeitet und möglichst aus einem Geschäft in der Nähe. Bei der Fütterung kommen manche dieser frischen Komponenten dann roh in den Napf, manches aber auch gekocht, bzw. gegart. Ab und an bereite ich komplette Mahlzeiten mit dem Thermomix zu, wie z.B. diese HIER.

Möglichst ausgewogen und unbelastet heißt, ich kaufe Bio-Nahrungsmittel, greife aber auch zu herkömmlichen Nahrungsmitteln, gerne auch saisonal. Zum einen hängt das vom Angebot ab, zum anderen natürlich auch vom Preis.

Die Komponenten sollten möglichst sinnvoll zusammengestellt sein, ich fülle den Futternapf in etwa:

  • ca. 50% tierische Produkte
  • ca. 20-30% Gemüse und Obst
  • ca. 20-30% Kohlenhydrate
  • Plus Ergänzungen (Öle und div.)

Diese Zusammenstellung variiert, daher auch die „Etwa-Werte“. Es kommt sehr darauf an, was an Nahrungsmitteln gerade zur Verfügung steht. Außerdem ist ein Hund auch keine Maschine, die es zu programmieren gilt. Den Fleischbedarf meiner Hunde decke ich fast ausschließlich über einen kleinen Hofladen, ab und an bestelle ich in einem guten Barfshop. Und wenn Kühlschrank und Gefrierfach mal nicht mehr viel Sinnvolles hergeben, verfalle ich nicht in Panik, sondern nutze, was eben da ist. Für meine Hunde ist es auch kein Problem, einmal Reis mit Gemüse zu fressen.

Der Organismus sowohl von Mensch als auch Tier ist sehr gut in der Lage, mit Nährstoffschwankungen umzugehen. Er stellt sich darauf ein und kompensiert vorübergehende Mangelversorgungen sehr gut. Nur wenn ein Nährstoff dauerhaft fehlt oder auch in viel zu hohen Mengen aufgenommen wird, kommt es zu gesundheitlichen Problemen.

Möglichst unkompliziert heißt für mich, wie schon erwähnt z.B., keine Panik, wenn einmal kein Fleisch mehr vorrätig ist. Dann ersetze ich das eben durch andere Komponenten. Es heißt auch, dass ich keinen Futterplan brauche und auch keine Waage. Ich weiß, wie es ungefähr sein sollte. Das reicht. Wenn ich für uns Menschen koche, berücksichtige ich automatisch, dass für die Hunde auch etwas dabei sein darf. Wenn ich keine Lust habe, gibt es halt mal eine Dose.

Möglichst leicht zu beschaffen heißt, ich mag gerne Sachen im Futternapf, die ich am besten hier im Ort kaufen kann. Oder zumindest hier in der Nähe. Klar, Ergänzungen muss ich meist bestellen, ab und an darf es auch mal ein Barfshop sein. Aber – ich gebe zu – ich mag gerne die einfachen Wege, möglichst unkompliziert alles eben.

Möglichst freundlich für die Umwelt und die Nutztiere heißt u. a. dass das Fleisch nur aus artgerechter Haltung kommt. Ausnahmen mache ich nur, wenn es irgendwie gar nicht anders geht. Ein weiterer Punkt ist Verpackungsmaterial, weshalb ich nur ungerne in Barfshops bestelle (das liefern die nämlich massenweise mit).

Möglichst ökologisch sinnvoll heißt für mich z.B., ein Rind soll nicht extra für den Hund geschlachtet werden. Ich orientiere mich gerne daran, wie es mal war. Der Hund bekam ursprünglich die Reste, die der Mensch nicht wollte. Das ist auch ein Punkt, der aus meiner Sicht sehr konträr zur Praktizierung eines Konzeptes läuft. Wenn ich nur 500g für den Hund an Fleisch übrig habe, habe ich nur 500g. Da nützt es mir wenig, wenn das Konzept sagt, ich brauche aber 763g. Ich stelle mir dann lieber die Frage, wie ich es anstellen kann, dass die vorhandenen 500g reichen.

Um den Proteinbedarf eines ausgewachsenen Hundes zu decken, reicht es i. d. R. aus, einen tierischen Anteil von ca. 40-50% zu füttern!

Ich füttere außerdem – wie schon erwähnt – sehr gerne Reste oder gestalte die Mahlzeiten nach dem Inhalt des Kühlschranks. Ich kaufe am liebsten Komponenten, die sowohl Hund, als auch Mensch verwerten können.

Was ist mir sonst wichtig?

Es gibt gewisse Nährstoffe, die sind etwas schwer über eine einfache Ernährung zu decken. Das sind vor allem Jod, Calcium und Vit. D. Dafür gibt es Ergänzungen. Wenn ich es einfach haben möchte, füttere ich auch gerne mal Komplettergänzungen, also quasi eine Art Multivitamin-Präparat.

Außerdem füttere ich gerne mal das ein oder andere „Superfood“, um die Nährstoffvielfalt zu boosten. Ab und an gibt es auch mal ganz klassische Ergänzungen, um sicherzustellen, dass nichts zu kurz kommt.

Meine Ergänzungs-Hitliste:

  • Vit. D Tropfen oder ein Bioaktivstoffkonzentrat für die Versorgung mit Vit. D
  • Bierhefe zur Versorgung mit B-Vitaminen oder auch mal einen Vitamin-B-Komplex
  • Seealgenmehl zur Versorgung mit Jod
  • Austernschalenkalk oder gemahlene Eierschalen zur Versorgung mit Calcium
  • Barfers Naturals für Jod + Booster für einige andere wichtige Nährstoffe
  • Gerstengraspulver , Hanfsamen, Kurkumapaste als Booster
  • Als Komplettergänzung auch mal Vitamin Optimix von Futtermedicus

Gibt es auch Fertigfutter?

Yes! Nachdem ich 2018 zwei mal sehr spontan, krankheitsbedingt, komplett und für längere Zeit ausgefallen bin und die Fütterung der Hunde in meiner Abwesenheit natürlich nicht so wirklich gut funktioniert hat, habe ich mich entschieden, auch Fertigfutter zu integrieren. So können die Hunde jederzeit auch während meiner Abwesenheit komplikationslos mit gewohnten Komponenten rundum gut versorgt werden. Ich habe in dieser Zeit gelernt, dass man nie weiß wie es kommt und meine Einstellung zum Thema Fütterung wurde um einiges lockerer.

Ein paar Beispiele, wie der Futternapf bei uns mit Fertigfutter (das ich natürlich möglichst in bio kaufe, gerne auch mal mit Insekten als Proteinquelle oder mal eine vegane Variante) aussehen kann, gibt es HIER.

Und übrigens … wenn du ebenfalls gerne Fertigfutter integrieren möchtest, weil du vielleicht nicht so viel Zeit hast o. ä., hier ein Tipp: Du musst dich nicht auf eine einzige Sorte beschränken, sondern kannst variieren. So gehst du auch dem Problem aus dem Weg, dass ein Futter vielleicht nicht ausgewogen ist, das gleicht sich dann ja durch die verscheidenen Sorten aus.

Man kann sagen, ich füttere mittlerweile nach dem Abam-Prinzip (Falls dich das interessiert, hier gibt es eine ganz tolle Facebook-Gruppe dazu), so, wie es gerade am besten passt. Meinen beiden Hunden geht es damit super und sie lieben ihr Futter.

Optische Eindrücke, was so seinen Weg in den Futternapf meiner Hunde findet:

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29 Kommentare

  1. Hallo liebe Anke, so sieht es bei uns jetzt seit knapp einem Monat auch in den Näpfen aus. Ich bin wirklich froh, dass hier Deine Seite gefunden habe. Die drei Dackel lieben das Futter und vertragen es auch. Ich habe noch Kanne Brottrunk und Ferment gekauft, plus die von Dir empfohlenen Zusätze. Einzig Ronni reagiert noch phasenweise mit roten, heißen Ohren, die auch seltsamerweise dann kleine Pöckchen aufweisen. Er juckt sich nicht, alles ist sauber und sekretfrei und die Symptome kommen und gehen innerhalb von einer zur anderen Stunde…. aber, es wird weniger, morgens sind seine Ohren weiß und nichts ist gerötet. Ganz seltsam. Er scheint zu entgiften. Ich mache weiter so, die nächtliche Kötzelei ist vorbei, GsD. Alles gut und ich denke, die Ohren werden bald auch wieder ganz „normal“ werden.

    Nochmals Danke für die Mühe, die Du Dir hier gibst und alle daran teilhaben läßt.
    Schönen Abend
    Erika

    • Hallo liebe Erika,

      ich freue mich, dass du hier auf meiner Seite so viel Unterstützung gefunden hast!! Und ich freue mich noch mehr, dass du alles gut umsetzen kannst und meine Tipps mit dazu beitragen, dass es deinen Hunden besser geht. Ich denke das wichtigste ist, immer einen Blick auf das große Ganze zu haben und sich nicht in Details zu verlieren. Ich hoffe, dass es auch weiterhin so gut läuft bei euch! :-D

      Die Pöckchen könnten eventuell auch eine Art Kontaktallergie sein, da sie ja kommen und gehen, nur so ein Gedanke …

      Liebe Grüße und auch euch einen schönen Abend
      Anke

  2. Hallo liebe Anke, an Kontaktallergie habe ich auch schon gedacht, doch die Symptome traten unmittelbar nach dem 2. Frischfuttertag auf ( ich führe Ernährungstagebuch), da ich ja noch einen Allergiker habe ) und kommen und gehen, selbst jetzt hier auf dem Sofa, vor 10 Minuten waren noch Pöckchen da, jetzt sind sie weg, er schläft. Ich habe die Futternäpfe gewechselt, die Knautschspielsachen weggenommen und nun warten wir einfach ab. Zum TA geh ich nicht, der würde eh nur Cortison spritzen. Ich gebe Propolis und ich denke, keine Panik,er hat ja keine Beschwerden.
    Danke für Deine Antwort. :)
    Erika

    • Hallo Erika,

      bist du sicher, dass es nicht vom Propolis kommt? Allergiker reagieren darauf mitunter, da es ja z.B. Pollen enthalten kann. Mein kleiner Allergiker-Terrier hat auch auf Propolis reagiert. Daher gebe ich ihm nichts, wo Propolis drin ist.

      Liebe Grüße
      Anke

  3. Huhu Anke, ich gebe Propolis seit drei Tagen und die Ohren sind seit dem 21.1.17 off und on rot, heiss und haben kleine Pöckchen.

    Ich rätsel auch schon die ganze Zeit und denke einfach, da er NIE allergisch auf etwas reagierte, dass er einfach den alten „Sch….“ über die Haut der Ohren entgiftet. Ich mach mich jetzt nicht verrückt, obwohl ich dazu neige, doch in den 4 Jahren wo er bei uns ist, gab es 2 x Bravecto, 3 x Scalibor, Wurmkuren, Antibio 2x, 2 x Surolan, 1 x Tollwutimpfung und seit 1 1/2 Jahren Trofu Pferd ( Wolfsblut und Rinti Ross Fleisch pur), das muss jetzt erst einmal raus. Er ist fit wie ein Turnschuh, platzt vor Energie, ein tolles Fell, klare Augen und hat eine perfekte Verdauung, die er vorher nicht hatte. Er kotete 6-8 mal am Tag, blutete auch oft dabei und jetzt 2x am Tag wunderbare Häufchen. Alle ist gut, denke ich.
    Ich fange auf keinen Fall wieder mit Trofu an. Ich habe auch diverse Fleischsorten solo probiert, alles gleich.. oder nur Ei und Kartoffel…. alles egal. Vor 10 Minuten waren die Ohren rot, jetzt sind sie wieder weiß….. es wechselt wie ein Stimmungsbaromenter.
    Sag mal, bist Du auch THP ? oder evtl. in Ausbildung ?
    Wir sind ja demnächst viel im Oberbergischen,da wir ja in Lindlar den Womostellplatz haben, dann wäre Wiehl ja für uns toll zu erreichen.

    Liebe Grüße
    Erika

    • Hallo liebe Erika,

      nein auf keinen Fall verrückt machen! Es kann ja durchaus sein, dass es mit einer Entgiftung in Zusammenhang steht. Ich glaube schon, dass ihr auf einem gutem Weg seit. Du kannst solche Vorgänge auf jeden Fall gut unterstützen, z.B. mit Kräuterkuren (erinnere mich grad nicht, ob du welche gibst/gegeben hast) …

      Zu deiner Frage, ich habe einen großen Teil der Thp – Ausbildung gemacht (was mir u.a. meine ganzheitliche Sichtweise und natürlich sehr viele naturheilkundliche Kenntnisse beschert hat) jedoch keinen Abschluss gemacht. Ich wollte nicht Energie in für mich überflüssige Wissensaneignung stecken und mich lieber ganz auf die Hunde und die Ernährung konzentrieren. Deshalb bin ich „nur“ Hundeernährungsberaterin. Homöopathie habe ich auch noch separat gemacht, arbeite aber damit nicht. Ich habe auch keine Praxis, sondern besuche meine Kunden zuhause, das ich auch gut, weil man so gleich das Umfeld erlebt und sich ein Bild machen kann (wo wir wieder beim ganzheitlichen Blick wären :-D ). Ja, Lindlar ist hier um die Ecke :-D …

      Liebe Grüße
      Anke

  4. Liebe Anke,

    mich würde interessieren, wo der Unterschied zwischen Dorschlebertran und Lachsöl besteht. Also, ist Lebertran besser als Lachsöl, oder sind beide gleich zu setzen, oder kann eins mehr als das andere? Wie sind hier deine Erfahrungen?

    Liebe Grüße (auch) von Anke ;)

    • Hallo liebe Anke :-D

      bei der Ergänzung von Lebertran geht es um den hohen Gehalt an Vit. D, Lebertran wird ja aus der Leber von Fischen gewonnen. Lachsöl enhält keine hohen Mengen an Vit. D, dafür einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Das ist der Grund, weshalb Lachsöl als Ergänzung ebenfalls empfohlen wird.

      Sie decken also zwei unterschiedliche „Gebiete“ ab …

      Liebe Grüße
      Anke

    • ja, Öle wie Lachsöl, Hanföl, Leinöl oder auch Olivenöl, Kokosöl kann man ruhig abwechselnd geben. Wenn der Hund gesund ist, kann man auch ruhig die Öle nutzen, die man in der Küche hat, wenn es denn hochwertige sind. Also z.B. Olivenöl. Dorschlebertran ist da gesondert zu sehen, da es dabei, wie schon gesagt, um den Vit. D Gehalt geht. Das sollte man gezielt in relativ fester Dosierung füttern. Ein erwachsener, mittelgroßer Hund bekommt z.B. gut 1EL Dorschlebertran pro Woche, dann dürfte sein Vit. D Bedarf abgedeckt sein. Da fettlösliche Vitamine gespeichert und entsprechend überdosiert werden können, sollte es nicht allzu viel mehr sein.

      Liebe Grüße
      Anke

  5. Danke. Unterschiedliche Öle gebe ich auch schon. Hab nur überlegt, ob man zwischen Lebertran und Lachsöl wechselt. Aber du hast die Frage auch schon beantwortet :)

    Viele Grüße

    Anke

  6. Hallo, ich kenne es so von den Bauernhöfen dass die Hunde vor allem Essensreste bekommen. Alles gemischt, Fleisch, Gemüse etc … ich habe keinen eigenen Hund und habe das nie hinterfragt. Für mich war klar naja der Hund ist ein Allesfresser. Und es schien ja auch zu schmecken. Warum sollte man das aber nicht tun? Mir wäre nicht aufgefallen dass die Hunde früh sterben oder krank sind … aber ich weiß es natürlich nicht sicher.
    Vielen Dank

    • Hallo liebe Johanna,

      ja, früher war das so wie du es beschreibst ganz normal, dann irgendwann wurde es kompliziert. In Ländern, wo noch viele Selbstversorger leben, ist die Hundeernährung nach wie vor eine unkomplizierte Angelegenheit. Vielleicht auch, weil die Menschen sich noch mit den Nahrungsmitteln und der Natur auskennen …

      Liebe Grüße
      Anke

  7. Guten Abend, zunächst möchte ich Ihnen für diesen interessanten Blog danken.
    Ich hätte allerdings eine Frage zu den Zusätzen, die Sie in Ihrem Beitrag erwähnt haben. Und zwar würde ich gerne wissen, ob es sich bei dem erwähnten Optimix um das speziell für Barf handelt oder um das Nature.
    Ich wünsche noch einen angenehmen Abend.
    Liebe Grüße

    • Hallo Anna,

      weder noch, für meinen Senior habe ich das Optimix Senior und für meine sehr empfindliche Hündin das Optimix Sensitive. Wie geschrieben gebe ich das aber nicht dauerhaft, sondern eher sporadisch.

      Herzliche Grüße
      Anke

  8. Hallo Anke,

    sehr schöner und informativer Blog hier, nicht nur dieser Artikel hier. Habe auch schon ein paar andere durchgelesen. Hätte noch eine Frage. manchmal muss es bei mir beruflich bedingt etwas schneller gehen und ich muss auch mal auf „Fertig-Futter“ zurückgreifen, da ich es frisch manchmal einfach nicht hinbekomme:/ Hast du da iwelche Empfehlungen für mich was für einen Anbieter man da nehmen kann:) ? Momentan nehm ich hin und wieder das Hundefutter von Bestesfutter (https://www.bestesfutter-deutschland.de/hundefutter), da unser Benno das ganz gut verträgt und das Futter von Proteinen über Kohlenhydrate alle Nährstoffe abdeckt. Vielleicht hast du da ja Alternativen für mich.

    Grüße Sabrina

    • Hallo Sabrina,

      dieses Futter das du genannt hast, ist nicht empfehlenswert. Ich habe mir ein paar von den Sorten angeschaut, z.B. verwenden sie in einer Sorte 7 (!!!) verschiedene Proteinquellen. Frag mich, was das soll. Wer packt seinem Hund denn Lamm, Fisch, Wild, Pferd, Kaninchen, Huhn und Ente in einen Napf? Die Deklaration ist schlecht, woher weißt du, dass dein Hund alle Nährstoffe bekommt? Auf mich wirkt das alles nicht sonderlich seriös.

      Futterempfehlung kann ich eher nicht aussprechen. Ich kennen deinen Hund und dich nicht und weiß nicht, worauf du Wert legst. Schau dir IMMER die Hersteller an, ob sie mit Fachwissen punkten können und seriös wirken. Wenn nicht, lieber Finger weg. Mir persönlich gefällt Naftie sehr gut, kannst du dir ja mal anschauen.

      Liebe Grüße
      Anke

  9. Hey Anke,

    ok dann probiere ich Naftie mal aus. Bin beim Thema Futter einfach noch etwas unerfahren und über jeden Tipp dankbar. Auf jeden Fall vielen Dank dafür!

    Werde deinen Blog weiterhin verfolgen :)

    Grüße Sabrina

  10. Hallo,

    Durch Zufall bin ich über diesen Blog gestolpert und bin ehrlich gesagt sehr erfreut gewesen als ich von deiner Fütterungsmethode gelesen habe. Eine Frage die sich mir dabei nur stellt ist, da ich vor einem knappen Monat mit dem Barfen angefangen habe, wie viel Gramm Gesamtfutter bekommen deine Hunde? Nachdem im Barf immer von 2-4% des Körpergewichts ausgegangen wird. Beim Barf selbst füttere ich auch eher nach „Gefühl“ und lege mich nicht mit exakten Grammangaben fest. Ich versuche auch gerade das Problem mit den verstopften Analdrüsen über die Fütterung in den Griff zu bekommen.
    Bin gespannt auf deine Antwort.
    Grüße
    Corinna

    • Hallo Corinna,

      die Futtermenge ist natürlich immer auch eine individuelle Angelegenheit. Auch beim Clean Feeding kannst du erst einmal die 2-4% veranschlagen. Dann musst du beobachten und die Mengen eventuell anpassen. Für umfangreiche Informationen zur Rationsgestaltung steht auch mein Clean-Feeding Online-Kurs zur Verfügung.

      Liebe Grüße
      Anke

  11. HIER kannst du dir eine Übersicht der Nahrungsmittel holen, die Hunde fressen können.
    Leider funktioniert dieser Link nicht.
    Könnte ich einen anderen Link bekommen? Biiiiitte – ich würde gerne wissen was in den Näpfen deiner Serie drin ist :-)

    DANKE Anja & Yuna

  12. Hallo Anke,
    Ich hab mir schon viel Wissen durch dich erlesene dürfen. Nun habe ich eine Frage:
    kann ich Bioeierschale getrocknet und im Thermomix gemahlen verfüttern, oder sollte diese vorab „entkeimt“ werden? Z.b. mit Hilfe des Varoma?
    So hätte ich die Möglichkeit, meine Eier zu 100% zu verwerten, will aber nix falsch machen.
    Herzlichen Dank

    • Hallo liebe Katharina,

      um oberflächliche Keime zu entfernen, reicht es, das Ei vorher gründlich mit Wasser abzuwaschen. Ob du sie dann noch mit Hitze z. B. im Backofen oder auch im Varoma entkeimst, musst du selber entscheiden. Ich mache das selber nicht, trockne die Schalen nur und zerkleinere sie dann. Du kannst aber z. B. auch die Schalen von gekochten Eiern nehmen, dann erübrigt sich das ja :-D

      Liebe Grüße
      Anke

  13. Aufgrund deiner Berichte habe ich Gerstengras bestellt. Muss ich bzgl. der anderen Zusätze nun was beachten/weg lassen? Ich gebe Seealge, Bierhefe, Hagebutte dazu.

    • Hallo Sofia,

      nein, eigentlich nicht. Du gibst ja sicher mehrere Mahlzeiten, da würde ich die Zusätze etwas verteilen. Ansonsten dürfte sich das alles gut vertragen :-D

      Liebe Grüße
      Anke

  14. Hallo Anke,

    ich bin gerade bei der Suche nach einem guten Nassfutter für meinen jungen Zweithund auf Deinen Blog gestoßen.

    Nachdem ich meinen „Großen“ seit 6 Jahren überwiegend BARFE und er jetzt leider immer öfter an Übersäuerung leidet und der Zweithund dem Rohfleisch gar nichts abgewinnen kann, bin ich aber schwer ins Grübeln gekommen. (Ich muss gleich dazu sagen, dass ich noch nie ein BARF Guru war, der alle Hundebesitzer, die anders füttern, verachtet hat:-). Ich war und bin der Meinung, dass das Futter einfach zum Hund/Mensch Team passen muss.)

    Als ich vor 7 Jahren meinen ersten Hund bekam hat mir jeder erzählt, Trofu wäre das einzig wahre. Am besten noch eine Sorte vom TA und dabei bleiben und nix anderes. Das wäre gut für die Zähne und es wäre schlecht für den Hund und seine Verdauung ihm was anderes dazu zu geben. Ein Hund braucht einfach nix anderes. Punkt. Mein Verstand hat sich allerdings dagegen gesträubt (besonders als ich die Zutatenliste eines der TA-Trofus gelesen und dann noch einen Blick auf den Preis geworfen habe). Wenn ich dahingegen sehe, wie meine beiden Hunde gespannt zuschauen was Frauchen zusammenbraut, sich enthusiastisch auf ihre Näpfe stürzen, schnuppern und dann genussvoll futtern und mit welch fast schon ekstatischer Hingabe sie z.B. ein Stück Leberwurst Brötchen verspeisen… Und das dann vergleiche mit dem Anblick der Hunde, die jahrelang morgens und abends das gleiche Trofu vorgesetzt bekommen… Ich denke immer ein Mensch bräuchte im Prinzip auch nur Astronautennahrung, um zu überleben. Aber würde ihn das glücklich machen??? Auch das Argument: „im Trofu ist alles drin was ein Hund braucht und das jeden Tag“ zieht bei mir nicht. Wenn ich ein Müsli hätte, in dem alles drin ist was ich jeden Tag brauche – würde ich mich nur noch davon ernähren?

    Jdf. habe ich dann am Anfang trotzdem mit einem hochwertigen Trofu (nicht vom TA) angefangen, weil ich in der so wichtigen Wachstumsphase nicht riskieren wollte, dass meinem Hund was fehlt oder er von etwa zu viel hat und deshalb womöglich zu schnell wächst. Wirklich gut vertragen wurde das Futter aber nicht. Ich habe mich dann gegen alle gutgemeinten Ratschläge entschlossen zu kochen. Herr Hund hat das zuerst gut vertragen bis er Probleme mit den Ohren bekam. Nach diversen Ausschlussverfahren, Bluttest etc. bin ich dann auf BARF umgestiegen und musste mich im erweiterten Hundemeschen-Bekanntenkreis echt dafür verteidigen. Bis heute kriege ich zu hören, dass die Allergien überhaupt nur dadurch entstanden sind, dass ich mit meinem Hund zuerst ein Paar Trofu durchprobiert habe bis wir bei einem gelandet sind, das er halbwegs (!) vertragen hat, dann gekocht habe und dann auch noch auf BARF umgestiegen bin. Das alles hat mich wirklich verunsichert, zumal mein Hund als ich mit dem BARFEN anfing zwar alles mit Heißhunger gefressen hat, aber keinen Pansen und überhaupt nichts was übel stinkt mochte. Da hatte ich dann Angst, dass ihm wegen dem fehlenden Pansen was entgeht. Zum Glück habe ich eine entspannte Tierärztin, die mich beruhigt hat.

    Nachdem mein Ersthund nun also so oft übersäuert ist, speichelt, schmatzt, aufstößt und unglaublich viel Gras frisst, ist wohl wieder ein Umdenken angesagt. Meine TA hat mir auch dazu geraten, weil sie meint, die Übersäuerung käme vom Rohfleisch. Wir haben eine Darmsanierung, Slippery Elm, Heilerde usw. durch. die Ulmenrinde hilft bedingt noch. Den Gemüseanteil habe ich schon erhöht.
    Mein Zweithund hat das Rohfleisch von Anfang nicht gern gefressen und auch nicht wirklich gut vertragen. Jetzt bekommt er ein (hoffentlich) gutes Nassfutter und dieses vertilgt er mit Hochgenuss und im Magen/Darmbereich ist seitdem bei ihm alles tiptop.

    Ich habe bei meinem Ersthund in all den Jahren aber auch immer Sachen vom Tisch ins Futter gemacht, von denen ich der Meinung war, dass sie ihm nicht schaden können. Natürlich weiß ich über alles was potentiell giftig ist Bescheid und es gibt auch nix stark gewürztes. Wenn was vom Tisch im Napf landet, wird die Portion zuerst aus dem Topf genommen und das Menschenessen danach gewürzt. Das traue ich mich aber schon überhaupt nicht mehr irgendwo zu sagen, weil alle die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wenn sie hören, dass ein Hund irgendwo was vom Tisch bekommt. Von daher gesehen, ist mir gerade ein riesengroßer Stein vom Herz gefallen, als ich Deinen Blog gelesen habe und vor allem das ABAM-Konzept! Jetzt brauche ich keine Angst mehr zu haben, dass die beiden an Schinken-Nudeln mit Ei, Linsensuppe (nur kleine Portionen und höchstens 3x pro Winter), Pizzarand, Leberwurst-Brötchen (ach wie da herrlich kracht wenn man da rein beisst), Käsestückchen, einer Kugel Vanilleeis usw. nicht sterben!

    Vielen vielen dank dafür – auch im Namen meiner Fellnasen. Und ab heute bin werde ich ABAMen auf Teufel-komm-raus.

    Danke für all die Arbeit und Mühe, die Du in diesen Blog gesteckt hast (und für den ABAM Link). Was habe ich all die Jahre ein schlechtes Gewissen gehabt und mir unnötige Gedanken gemacht!

    Sorry, für den langen Kommentar :-)

    Liebe Grüße
    Myriam

    • Hallo liebe Myriam,

      ich freue mich sehr, dass dir meine Seite so gut gefällt und dass du mit ABAM jetzt einen prima Weg für euch gefunden hast. Weiterhin ganz viel Erfolg und Spaß mit dieser Fütterungsart! :-D

      Liebe Grüße
      Anke

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