Wie gesund sind Futternäpfe?

Immer mehr Hundehalter machen sich Gedanken darum, wie sie die Gesundheit ihres Hundes bestmöglich unterstützen können. Ein entscheidender Faktor dabei ist die Ernährung, was dazu führt, dass dieses Thema sowie auch die verschiedenen Möglichkeiten der Hundeernährung heiß diskutiert werden. Worüber sich jedoch nur wenige Hundehalter Gedanken machen, ist, wie dem Hund das Futter serviert wird. Entscheidende Faktoren für die Wahl eines Futternapfes sind i. d. R. Preis, Design, Stabilität und eventuell noch Hygiene.

Viele haben von der Warnung für Menschen gehört, den Deckel vom Joghurtbecher nicht mit der Zunge abzulecken, weil so eventuell die Gesundheit schädigende Stoffe aufgenommen werden könnten. Auch wenn es dafür mittlerweile Entwarnung gab, zeigt es doch, dass bei Menschen durchaus in diese Richtung gedacht wird.

Ein Hund kommt beim Fressen in direkten Kontakt mit dem Futternapf, die meisten Hunde schlecken ihren Napf am Ende sogar noch gründlich sauber. Das bedeutet, eventuell enthaltene, lösliche, gesundheitsschädliche Substanzen gelangen auf direktem Weg in den Organismus. Auch das Futter könnte Stoffe aus dem Napf aufnehmen und in den Organismus transportieren.

Ich muss gestehen, bis vor kurzem habe ich mir selber nicht allzu viele Gedanken um dieses Thema gemacht. Ab und an blitzte der Gedanke mal auf, wenn ich zufällig auf Hinweise in diese Richtung stieß, wurde dann aber wieder verdrängt von anderen Themen, die mich vereinnahmt haben. Kürzlich beschloss ich, vor allem wegen der Futterbilder die ich ab und an für den Blog hier mache, es wäre an der Zeit, mal etwas dekorativere Futternäpfe anzuschaffen. Bei der Qual der Wahl kam mir dann wieder der Gedanke, was es wohl mit der Schadstoffbelastung auf sich hat und ich beschloss, das Thema einmal näher zu beleuchten …

Es gibt nur wenige Informationen dazu, ob und in welchem Maße die verschiedenen Materialien von Futternäpfen schädlich für den Hund sein können. Übliche Materialien von Futternäpfen sind vor allem Kunststoff, Edelstahl, Keramik und vereinzelt auch Porzellan.

Kunststoff

Kunststoff, umgangssprachlich auch Plastik genannt, bildet einen kaum wegdenkbaren Stoff der heutigen Zeit. Futternäpfe aus Kunststoff sind i. d. R. sehr stabil, leicht zu reinigen, leichtgewichtig und in allen denkbaren Farben und Designs zu haben. Kunststoff ist aber nicht gleich Kunststoff. Es gibt große Unterschiede in Herstellungsverfahren und verwendeten Werkstoffen. Die meisten Kunststoffe werden aus nicht erneuerbaren petrochemischen Stoffen gewonnen und mit zahlreichen, teils auch giftigen Zusatzstoffen versehen, um ihre Funktionen erfüllen zu können. Von Greenpeace gab es eine klare Verbraucher-Empfehlung, worauf man bei der Verwendung von Kunststoffen achten sollte und welche gesundheitlichen Bedenken von diesen ausgehen können.

Unbedingt vermeiden da sehr schädlich/giftig sollte man:

  • Acrylnitril
  • Bisphenol A (Seit dem 1. März 2011 ist die Produktion und seit dem 1. Juni 2011 der Verkauf von Babyflaschen aus Polycarbonat, die Bisphenol A enthalten, in der EU verboten. Im Mai 2017 wurde eine Stoffbewertung von Bisphenol A durch Deutschland abgeschlossen, mit dem Ergebnis, dass die Verwendung von Bisphenol A als nicht sicher eingestuft wurde.)
  • Polycarbonat
  • Polyurethan (PU)
  • Polyvinylchlorid (PVC)
  • Styropor oder Polystyrol
  • Polystyren

Der in PVC verwendete Weichmacher DEHP darf in Kinderspielzeug und Kosmetika nicht mehr eingesetzt werden wegen seiner gesundheitsschädigenden Wirkung!

Der in PVC verwendete Weichmacher DEHP darf in Kinderspielzeug und Kosmetika nicht mehr eingesetzt werden wegen seiner gesundheitsschädigenden Wirkung! Natürlich ist Kunststoff auch im Hinblick auf die Umwelt eine eher schlechte Wahl, daher sollte so viel wie möglich darauf verzichtet werden. Auf jeden Fall sollte man sich anschauen, welche Kunststoffform vorliegt, um beurteilen zu können, ob diese gesundheitlich bedenklich ist.

Man könnte nun eigentlich einfach hingehen und diese bedenklichen Stoffe meiden. Leider steht man hier jedoch vor dem Problem, dass bei den meisten Futternäpfen nicht konkret angegeben ist, welcher Kunststoff verarbeitet wurde. Der Grund dafür liegt natürlich auf der Hand. Die Hersteller werden sich kaum damit schmücken wollen, dass ihr Futternapf Stoffe enthält, die die Gesundheit des Hundes möglicherweise gefährden können. Eine Pflicht dieser Angaben gibt es bisher leider nicht.

Melanin

Ein Beispiel dafür ist Melamin, welches ebenfalls bei der Napfherstellung Anwendung findet. Bei hohen Temperaturen kann Melaminharz seine Ausgangs­stoffe freisetzen, Form­aldehyd und Melamin könnten so ins Futter gelangen. Es ist bekannt, dass diese Stoffe ein gesundheitliches Risiko darstellen. Trotzdem wurde die Substanz in der Vergangenheit illegal sogar Tierfutter und Lebensmitteln zugesetzt, um einen höheren Eiweißgehalt und damit eine höhere Qualität vorzutäuschen. Im Bezug auf die Futternäpfe kann man jetzt natürlich unterstellen, dass diese keiner großen Hitze ausgesetzt werden, da das Hundefutter darin ja meist nicht stark erhitzt wird. Aber –  auch je salziger, säurehaltiger und fetthaltiger Lebensmittel sind, desto größer ist das Risiko, dass Stoffe übergehen. Es scheint also durchaus nicht nur um Hitze zu gehen, bei der Freisetzung von enthaltenen schädigenden Stoffen. Experten gehen außerdem davon aus, dass sich etliche weitere unbekannte Stoffe aus den Kunststoffen lösen können sowie Abbauprodukte, die hormonell wirksam sind.

Silikon

Auch das Material Silikon gilt nicht als völlig unbedenklich. Ein Großteil der verwendeten Substanzen in Silikon ist noch nicht auf seine Schädlichkeit getestet. In Tests fielen z.B. Silikonbackformen wiederholt dadurch auf, dass Grenzwerte für Inhaltsstoffe überschritten wurden. Ökotest fand bei einem Test außerdem in einer Backform den Stoff Phenanthren. Phenanthren gehört zu den 16 Verbindungen, die auf die Liste der prioritären Schadstoffe der US-Umweltbehörde EPA aufgenommen wurden. Bei anderen Produkten aus Silikon kommen laut Ökotest immer wieder giftige zinnorganische Verbindungen als Katalysatoren zum Einsatz. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, von denen viele als krebserregend gelten, werden häufig nicht nur in Silikon, sondern in Kunststoff allgemein eingesetzt.

Empfehlung: Am besten nur Futternäpfe aus Kunststoff kaufen, die einen klaren Hinweis für das verarbeitete Plastik liefern. Findet sich kein Materialhinweis, oder wird einfach die Bezeichnung „aus Kunststoff“ oder „aus Plastik“ gewählt, nicht kaufen! Ist einer der Stoffe gelistet, der oben als „unbedingt vermeiden“ aufgeführt ist, sollte man ebenfalls die Finger davon lassen! Als am unbedenklichsten im Bezug auf gesundheitliche Schädigungen wird Polypropylen (PP) eingestuft.

Im Geschäft kann sich auch ein Blick auf die Unterseite des Futternapfes lohnen. Viele Kunststoffprodukte sind mit einem Recycling-Symbol gekennzeichnet. Die abgekürzten Buchstaben geben Aufschluss über den verwendeten Kunststoff, die Zahl bezeichnet die Rezyklierbarkeit. Laut Greenpeace sind die Zahlen 1, 2, 4, 5 weniger schädlich bis sicher und die Zahlen 3, 6, 7 unbedingt zu vermeiden.

Besonderer Tipp: eine neuere Variante stellen Futternäpfe aus sogenanntem Pflanzenfaserkunststoff dar. Diese werden aus Bambusfasern, Reisschalen, Aminosäuren oder auch Harz hergestellt, sind  umweltverträglich, biologisch abbaubar, sehr strapazierfähig und ungiftig.

Edelstahl

Die Bezeichnung Blechnapf hat ausgedient, heute findet sich bei den Näpfen aus Metall meist ein Hinweis darauf, dass diese aus Edelstahl gefertigt sind, oft noch mit der Zugabe „rostfrei“.

Fachsprachlich wird die Bezeichnung Edelstahl nur für Stahlsorten mit besonders hoher Reinheit verwendet, die jedoch nicht zwangsläufig rostfrei sein müssen. Edelstahl kann sogenannte Legierungsbestandteile wie Chrom, Nickel, Molybdän, Mangan und Niob enthalten. Stoffe wie Nickel oder Chrom z. B. gelten als allergisierende Stoffe und schon geringe Mengen eines Stoffes können eine Immunreaktion auslösen.

  • Chrom: Manche Chromverbindungen sind giftig, schädigen die DNA und können Krebs verursachen. Bei der Herstellung von Edelstahl entsteht das besonders giftige sechswertige Chrom. Es heißt zwar, dass es bei der Aufnahme von chromhaltigen Lebensmitteln i. d. R. nicht zu Vergiftungserscheinungen kommt, jedoch soll es vor allem bei häufigem Kontakt zu Chromvergiftungen kommen können.
  • Nickel: Nickelallergie ist ein weit verbreitetes Problem, von dem ganz sicher auch Hunde betroffen sein können. Hat ein Hund z.B. einen wiederkehrenden Ausschlag im Kopfbereich oder undefinierbare Atemwegserkrankungen, kann es sich durchaus lohnen, einen näheren Blick auf den verwendeten Futternapf zu werfen.
  • Niob: Als Legierungszusatz für rostfreie Stähle genutzt gilt Niob zwar als nicht toxisch, jedoch irritiert metallischer Niobstaub Augen und Haut.

Empfehlung: Die Bezeichnung „lebensmittelecht“ im Zusammenhang mit Futternäpfen aus Edelstahl ist ein Hinweis darauf, dass der verwendete Edelstahl hochwertiger ist und z.B. auch Einsatz findet bei der Herstellung von Töpfen oder auch Besteck. Wenn es also unbedingt ein Edelstahlnapf sein muss, dann auf alle Fälle nur ein „lebensmittelechter“!

Keramik

Keramik, auch bekannt unter den Bezeichnungen Steingut oder Steinzeug, wird vor allem aus Tonmineralien hergestellt. Viele haben bei dem Wort Keramik gleich das Töpfern vor Augen, optisch kommen Keramiknäpfe meist auch etwas „robuster“ daher, als z.B. Näpfe aus Porzellan.

Entscheidend für ihre Dichte ist vor allem die der Versiegelung dienende Glasur, über welche auch die Farbgebung erfolgt.

Empfehlung: Farbige Glasuren von Keramikgeschirr können Schwermetalle wie Blei oder Cadmium enthalten, weshalb beim Kauf auf Hinweise in diese Richtung geachtet werden sollte. Die Qualität der Glasur und ob schädigende Stoffe auf Nahrungsmittel übergehen, hängt entscheidend von der Temperatur ab, mit der Keramik gebrannt wurde. Aus diesen Gründen wird auch davon abgeraten, Nahrungsmittel über einen längeren Zeitraum in Keramikgefäßen zu lagern.

Porzellan

Wie wir Menschen können auch Hunde mittlerweile von „feinem“ Geschirr gefüttert werden. Porzellan zählt genaugenommen ebenfalls zu den Keramik-Produkten, man kann sagen, es ist die edlere Variante. Genau wie Keramik kann Porzellan natürlich zerbrechen (was auch gerne als Grund gegen einen Napf aus diesen Materialien angeführt wird). Allerdings ist Porzellan robuster, Keramik geht schneller kaputt.

Futternäpfe Porzellan mit Filzgleiter

Es macht sicher Sinn, darauf zu achten, dass der Napf eine etwas „schwerere Qualität“ hat, also sollte man nicht gerade das Meißner Porzellan für den Hund nehmen. Ansonsten ist Porzellan sehr gut als Material für Hundenäpfe geeignet, da keine gesundheitsschädigenden Stoffe abgegeben werden können. Die Näpfe können i. d. R. in die Spülmachine wandern, sind aber auch so ganz leicht zu reinigen.

Empfehlung: Damit der Napf aus Porzellan nicht über den Küchenboden „scheppert“ kann man ihn an der Unterseite mit kleinen Filzgleitern versehen.

Nachfragen!

Da es bei Futternäpfen sehr häufig an den ausführlichen Materialbeschreibungen mangelt, sollte man bei unklaren Formulierungen diesbezüglich ruhig bei Hersteller/Verkäufer nachfragen. Nicht nur besteht so die Möglichkeit der Aufklärung, man signalisiert auch, dass diese Information gewünscht ist. Es hat sich in der Vergangenheit schließlich immer wieder gezeigt, wie einflussreich das Kosumentenverhalten auf den Markt ist.

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Über Anke 123 Artikel
Hallo, ich bin Anke, zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe und berate hier vor allem rund um das Thema Ernährung von Hunden. Auf www.anke-jobi.de biete ich außerdem Online-Kurse für Hundehalter zur Hundeernährung an.

34 Kommentare

  1. Tja… da heißt es wohl aussortieren… ich habe einige Melamin-Näpfe und der Rest ist Edelstahl. Einen Plastiknapf habe ich im Auto, so nen Ausschwappsicheren, aber den hasst Shiva…

    Flauschige Grüße
    Sandra (geht im Geiste Näpfe shoppen) und Shiva (egal, was für ein Napf, Hauptsache Pansen drin)

    • Ja, hier ebenfalls 😀 … Ich hoffe nur, dass die Müllabfuhr in nächster Zeit nicht überfordert wird, wenn plötzlich so viele Futternäpfe im Müll landen 😀

      Liebe Grüße (und viel Erfolg beim Napf-shoppen)
      Anke

  2. Mich würde interessieren, wo man diese Näpfe bestellen kann. Habe zwar schon google bemüht, aber in dem Onlineshop der Manufaktur konnte ich nichts finden.

    Grüsse
    Steffi

  3. Liebe Anke,

    ich gestehe, bei uns gibt es fast nur Edelstahlnäpfe … aber alle aus sehr hochwertigem und lebensmittelechtem Stahl. Einige sind eigentlich Schüsseln aus der Gastronomie … sehen hübscher aus und sind in praktischeren Größen erhältlich 🙂
    Besonders für Aufsehen gesorgt haben wir mal ein paar Jahre lang, da haben wir den Hunden als Näpfe Töpfe hingestellt – und jeder unserer Besucher fragte sich, ob wir die wohl auch zum Kochen benutzen 😉

    Ich finde es wichtig, darauf zu achten, dass alle Näpfe lebensmittelecht sind – der Rest ist aus meiner Sicht dann eher Geschmackssache … der Menschen, nicht der Hunde 😉 Wobei es auch Hunde gibt, die wirklich gewisse Napfarten bevorzugen. In unserer Nachbarschaft gibt es einen Hund, der würde nie aus einem Edelstahlnapf essen (zumindest nicht daheim).
    Unseren Hunden macht es am meisten Freude, wenn das Futter so ist, dass es überhaupt nicht in den Napf muss … am Stück!

    Wir gehen also keine Näpfe shoppen, fanden den Artikel aber trotzdem sehr interessant und informativ.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

    • Hallo liebe Isabella,

      ja, von Hunden, die Näpfe bevorzugen hab ich auch schon gehört. Manche Näpfe (z.B. auch billige Metallnäpfe) können auch den Geschmack verändern, das kann z.B. auch ein Grund sein. Deine Idee, Schüsseln aus der Gastronomie zu nutzen find ich super!

      Liebe Grüße
      Anke

  4. Hallo Anke
    Hab schon mit Spannung auf diesen Artikel gewartet
    Dann lieg ich ja mit meinen Näpfen richtig im rennen gg
    OK, Rocco hat keine speziellen Futternäpfe, er hat Pastateller fürs Futter und eine Salatschüssel als Wassernapf
    Aber trotz allem muss ich feststellen, das er doch aus Kunststoff lieber sein Wasser aufnimmt, warum auch immer, wenn er irgendwo Wasser in einer solchen Schüssel stehn sieht, schlabbert er wie ein irrer gg
    Lg und Danke für diesen Bericht
    Angela & Rocco

    • Hallo liebe Angela,

      ich habe z.B. festgestellt, dass meine Hunde viel lieber Regenwasser trinken, als Leitungswasser. Wir haben immer auf der Terrasse einen Napf stehen, der bei Regen natürlich gefüllt wird. Manchmal wollen unsere Hunde (vor allem Lucy) Abends unbedingt noch raus, nur um Wasser aus DIESEM Napf zu trinken 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  5. Ich finde das Thema sehr interessant, muss aber leider gestehen, dass bei uns auch andere Aspekte wichtig sind. Beim Wassernapf bevorzugen wir auch Porzellan, weil das Wasser darin den ganzen Tag steht, wobei es natürlich nach dem Trinken gewechselt wird. Wir benötigen für Socke 4-6 Näpfe pro Tag für das Futter. Oft müssen wir die Näpfe auf mitnehmen oder zu den betreuungsstellen bringen. Der Fressakt selber dauert nur wenige Minuten und Socke schleckt den Napf nicht aus. Wir hoffen, dass wir Socke nicht schaden, müssen aber hier Kompromisse machen…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

  6. Hallo liebe Sabine,

    4 – 6 Näpfe?? Wofür braucht ihr die denn so viele Näpfe? Jeder hat ja seine Prioritäten und entsprechend macht auch jeder irgendwo Kompromisse. Ich finde es wichtig, dass man diese Entscheidungen bewusst fällen kann. Insofern würde ich mir wünschen, dass der Informationsfluss besser ist. Wenn ich z.B. weiß, dass im Napf schädliche Substanzen sind, kann ich diese Entscheidung treffen. Wenn mir diese Info aber vorenthalten wird, treffe ich die Entscheidung nicht mehr selber.

    Allerdings würde ich gerade bei einem kranken Hund immer dazu raten, auch solche Parameter zu berücksichtigen. Für einen kranken Hund ist eine Schadstoffbelastung ja noch tragender als für einen gesunden, der das vielleicht kompensieren kann (oder die Schadstoffbelastung kann sogar Teil der Erkrankung sein).

    Aber wie im Text geschrieben, ich habe mich bisher mit diesem Thema selber ja auch nicht richtig auseinander gesetzt. Man muss natürlich auch nicht von jetzt auf gleich alle eventuell schlechten Näpfe „aus dem Fenster werfen“, aber man kann sich zumindest diese Gedanken einmal machen. Mein Text ist da (hoffe ich) eine kleine Hilfestellung 😀

    Liebe Grüße und beste Wünsche für Socke
    Anke

    • Socke bekommt – je nach Befinden- 4-6 Mahlzeiten pro Tag. Die Mahlzeiten werden am Abend für den Folgetag zubereitet, denn die Nährstoffe sollen über Nacht einziehen. Dann wird die Futtermenge auf 4-6 Näpfe verteilt. Ich möchte nicht nach jeder Ration den einzigen Napf hier spülen und neu befüllen. Insbesondere geht das nicht, wenn wir Socke in die Betreuung geben. Daher brauchen wir täglich 4-6 Näpfe. Auch wenn Socke als kranker Hund vielleicht mehr Aufmerksamkeit verdient hätte, werden wir hier erst einmal dabei bleiben müssen….

      Viele liebe Grüße
      Sabine mit Socke

      • Hallo liebe Sabine,

        ah ja, das verstehe ich. Ich bereite auch das Futter für den ganzen Tag vor, bewahre es aber in einer Schüssel im Kühlschrank auf und verteile es dann zur entsprechenden Zeit …

        Liebe Grüße
        Anke

  7. Hallo liebe Anke,
    Ich verfolge mit Begeisterung Deinen Blog. Da wir viele Näpfe von Hunter haben , v.a. Edelstahl, war ich ein bisschen beunruhigt und habe bei Hunter nachgefragt. Wir Dich vielleicht auch interessieren.
    Als Antwort kam:
    „Es freut mich Ihnen mitteilen zu können, dass unsere Edelstahlnäpfe und Melaminnäpfe mit Edelstahlschüssel absolut unbedenklich sind. Unser Lieferant hat die Produkte vom TÜV testen lassen und sie sind somit zertifiziert.
    Unsere Edelstahlnäpfe haben einen Nickelanteil von 0,4%. Grundsätzlich entspricht unser Material den Anforderungen für Kochtöpfe, Schalen usw.
    Sie sind also lebensmittelecht.“
    Viele liebe Grüße Melanie

    • Hallo liebe Melanie,

      Dankeschön 😀

      Find ich super, dass du nachgefragt hast! Ich dachte mir das schon, mit den Hunter-Näpfen. Auf jeden Fall merken die Hersteller so vielleicht, das es gut wäre, die Produkte auch so zu deklarieren.

      Vielen liebe Dank für die Info!!

      Liebe Grüße
      Anke

  8. Wir haben für unseren Welpen damals, einen Futternapf aus Kunststoff gekauft. Mit der Zeit hat er ganz komische weiße Flecken am Rand auf der Innenseite bekommen, kann man zwar leicht wieder abwaschen, doch jetzt wollen wir lieber einen aus Edelstahl kaufen 🙂

  9. Hallo, ich bin eben auf diesen Artikel gestoßen 🙂
    Wie sieht es denn mit der Porzellaglasur aus? Sind da keine schädlichen löslichen Stoffe wie bei der Keramik drin?
    Und wie sieht es aus mit Glas?

    • Hallo liebe Marie,

      Einen Hundenapf aus Glas kann ich mir nicht so gut vorstellen 😀 … Ehlich gesagt, weiß ich die Antworten auf diese Fragen nicht. Mein Thema ist ja eigentlich die Ernährung und die Futternapf-Sache habe ich nur bis zu einem gewissen Grad einmal beleuchtet. Tiefer möchte ich da nun nicht einsteigen (kostet ja alles Zeit und die ist leider nicht unbegrenzt verfügbar).

      Im Zweifelsfall ist es sicher eine gute Idee beim Hersteller mal nachzufragen …

      Liebe Grüße
      Anke

  10. Hallo,
    bei der Suche nach einem schadstofffreien Futter- und Wassernapf bin ich auf diese Seite gestoßen. Meine Hunde haben, um möglichst Schadstoffe zu vermeiden, vor längerer Zeit extra eine große (und teure) Porzellanschüssel als Wassernapf und kleinere Glasschüsseln als Futternapf bekommen. Bei einen Hund wurde jetzt in anderem Rahmen zwei Mal der Selen-Wert im Blut gemessen und er ist zu hoch. Da ich kein Selen zufüttere, die Ernährung samt Zusätzen in der Zwischenzeit komplett umgestellt habe und mit Ausnahme von Fleisch auch auf Lebensmittel verzichte, die sehr selenreich sind, stellt sich mir die Frage, woher der hohe Selen-Wert kommt. Ich kann mir eigentlich nur noch denken, dass er aus dem Wasser- oder dem Futternapf resultiert. Ich habe jetzt Bambus-Näpfe und Edelstahlschüsseln 18/10 aus der Gastronomie bestellt und werde im weiteren Verlauf untersuchen lassen (müssen), ob der Selenwert dann heruntergeht. Im Netz habe ich nämlich heute gefunden, dass berufsbedingte Intoxikationen in der Porzellan-, Glas- und Elektroindustrie festgestellt wurden.

    • Hallo liebe Petra,

      leider kommen ja immer mal wieder irgendwelche Unregelmäßigkeiten zum Vorschein und letztendlich kann man solche Sachen nie zu 100% wissen. Der Artikel ist jetzt auch schon etwas älter und ich bin da jetzt nicht mehr so im Thema drin. Allerdings würde ich mich auch nicht allzu sehr auf ein einmaliges Blutbild verlassen. Das ist eine Momentaufnahme und kann morgen schon wieder anders aussehen. Ich glaube diese Bambusnäpfe sind auch nicht schlecht, das ist bestimmt eine gute Alternative …

      Liebe Grüße
      Anke

      • Hallo liebe Anke,
        es war ja bei zwei Blutuntersuchungen der Selen-Wert zu hoch, nicht nur bei einer. Und das, obwohl ich in der Zwischenzeit die Ernährung komplett geändert habe und auf selenreiche Nahrungsmittel verzichte (bis auf einen moderaten Fleischanteil). Das macht mich ja so stutzig und eine andere Ursache als die Näpfe habe ich nicht mehr. Da war diese gefundene Aussage über die berufsbedingten Intoxikationen die Erklärung, die passen könnte. Es sitzt momentan nicht drin, auch meinen anderen Hund zu testen, da der eine so kostenintensiv ist. Aber ich stelle ja die Näpfe um und dann lasse ich bei der nächsten Kontrolle nochmals den Selen-Wert testen. Wenn er dann niedriger sein sollte, gebe ich gern Bescheid, falls das von Interesse ist. Eine Selen-Vergiftung ist ja alles andere als lustig und ich bin doch sehr beunruhigt, dass ich den Wert auch mit der anderen Ernährung nicht herunter bekomme.
        Deine Seite gefällt mir übrigens ausgesprochen gut. Du bist bislang die einzige Ernährungsberaterin, auf die ich gestoßen bin, die keinen extrem hohen Fleischanteil und eine rohe Ernährung fordert und zudem in diesem Punkt wie in anderen herrlich entspannt ist 🙂 in einer Welt, in der so viele Leute sich und andere total verrückt machen, statt auf ihren gesunden Menschenverstand und ihr Bauchgefühl zu hören.
        Liebe Grüße
        Petra

        • Hallo liebe Petra,
          du hast geschrieben, du hast das Futter umgestellt. Bist du denn sicher, das es nciht an der Fütterung von vorher lag? Und gab es Symptome oder war der Wert einfach nur erhöht? Stark erhöht?

          Ja, du kannst mir gerne mal schreiben, wenn du was rausgefunden hast …

          Ja, ich bin eine ausnahme 😀 Ich beschäftige mich jetzt schon so einige Jahre mit der Hundeernährung und für mich ist vieles, was da so propagiert wird, überhaupt nicht schlüssig. So finde ich z.B. wenn der Hund wie ein Wolf ernährt wird, dann müssten wir auch wie die Steinzeitmenschen essen 😀

          Lass dich auf keinen Fall verrückt machen 😀
          Dankeschön für dein schönes Kompliment!

          Liebe Grüße
          Anke

  11. Hallo liebe Anke,
    gerne, denn ich empfinde es genau so 🙂 . Nein, ich lasse mich schon einige Jahre nicht mehr verrückt machen. Ich weiß, was ich im Futter akzeptiere und was nicht, wie ich Deklarationen lesen muss und die blumigen Werbeslogans der Futtermittelhersteller lese ich gar nicht erst, ich gucke nur auf die Deklarationen 😀
    Nun musste ich umstellen auf Frischkost, das ist noch recht unbekannt für mich. Bei der Erkrankung meiner einen Hündin verbietet sich eine extreme Fleischfütterung und rohes Futter vertragen beide Hunde nicht, daher werden sie bekocht einschl. der „bösen“ Kohlenhydrate 😉 . Aufgrund vieler Allergien ist unsere Auswahl leider sehr beschränkt, sonst wäre das Selbstkochen viel schöner 🙂 .
    Ich konnte vorher nicht ausschließen, dass der hohe Selen-Wert am Futter bzw. am Mineralzusatz darin lag (überwiegend Schindeles Mineralien). Da aber komplett alles umgestellt worden ist, das neue Futter über mehr als 2 Monate gefüttert wurde und der Wert trotzdem nicht heruntergegangen ist, muss es eine andere Ursache geben. Leichte Symptome sind da, können jedoch auch auf andere Werte zurückgeführt werden. Der Wert liegt nicht extrem drüber, aber schon deutlich sichtbar, nämlich 1/5 über dem oberen Grenzwert.
    Die Edelstahl-Schüsseln (konische Form wegen der besseren Standfestigkeit und seidenmatt poliert, damit es nicht so doll spiegelt) sind schon da und ich bin sehr damit zufrieden, habe sie eben mit Essig ausgekocht und kann sie nun verwenden. Wen es evtl. interessiert: ich habe sie bei Gastro-point.de gekauft, m.E. ein seriöser Händler und die Näpfe waren auch nicht zu teuer. Die Bambus-Näpfe kommen hoffentlich morgen.
    Liebe Grüße
    Petra

    • Hallo liebe Petra,

      ich denke, meine Allergie-Artikel hast du gelesen … Darmsanierung etc. kann sehr viel bringen. Was die Näpfe betrifft, drücke ich die Daumen, dass es jetzt besser wird (obwohl das natürlich wieder ein Thema ist, das man natürlich nicht haben möchte). Auf jeden Fall berichte mal, ich bin doch gespannt, ob sich dein Verdacht bestätigt …

      Liebe Grüße
      Anek

      • Liebe Anke,
        das mache ich. Wegen der Allergien, da habe ich schon so vieles ausprobiert in den zwei Jahren, bisher hat leider nichts gefruchtet. Auch die Frischkost hat nur vorübergehend zu einer Besserung geführt. Sie hat auch noch andere Erkrankungen, die sicherlich die Stabilisierung ihres Organismus erschweren. Ist mein Sorgenkind…
        Deine Tipps sind aber prima und helfen sicherlich vielen Tieren.
        Liebe Grüße Petra

        • Manchmal auch Menschen … ich bin selber Allergikerin und habe alles das gemacht (über Jahre), was ich bei Allergien empfehle. Aktuell esse ich Äpfel wie blöd … weil ich seit vielen vielen Jahren zum ersten mal wieder Äpfel essen kann, ohne dass ich Luftnot und Schwellung bekomme 😀

          Also bleib am Ball 😀
          Liebe Grüße
          Anke

          • Ich bin auch eine 😉 . Mir hat Bioresonanz damals gut geholfen, aber für die Hunde habe ich keine bezahlbare und fachlich gute Therapeutin in erreichbarer Nähe gefunden.
            Okay, wenn ich mit der Kleinen bei den anderen Sachen aus dem Gröbsten heraus bin, dann fangen wir wieder verstärkt an 😉 Darmfloraaufbau machen wir regelmäßig, auch gerade wieder 🙂 .
            Liebe Grüße und weiterhin einen guten schwellungsfreien Apfel-Appetit 😀
            Petra

  12. Hallo Anke !
    Thema Chrom
    Zitat “ Bei der Herstellng von Edelstahl entsteht sechswertiges Chrom“
    Wer sagt denn sowas?
    Meinetwegen wird beim Herstellen sechwertiges Chrom verwendet, aber sowohl beim galvanischen verchromen wie auch beim Edelstahl liegt das Chrom danach als Metall vor.
    Magensäure ist nicht gleich die Säure die ein Hund oder auch Du im Mund haben werdet, der Speichel würde es verdünnen, aber selbst beim sauren Aufstossen gelangt die Säure erst gar nicht in grösseren Mengen soweit hinauf.
    Chrom ist ein Metall das der Körper in Minimengen braucht und ja es gibt Grenzwerte (siehe zB, Trinkwasserverordnung) und wenn diese überschritten werden, wirds ungesund, aber bis dahin bleibts erstmal unschädlich.

    Mit freundlichen Grüssen
    Ralf

    • Hallo Ralf,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast recht! Der Artikel ist ja schon etwas älter und ich habe ihn auch nicht mehr gelesen seitdem. Ich habe aber offensichtlich den Magensaft und den Speichel versehentlich „in einen Topf geworfen“ und das ist natürlich nicht richtig. Habe den Text an dieser Stelle jetzt korrigiert, bzw. den Passus schlicht entfernt.

      Was die Sache mit dem Chrom angeht … nun, ich bin ja kein Fachmann und ist, wie schon geschrieben, eine Weile her. Allerdings habe ich das ziemlich sorgfältig recherchiert (u. a. mit Informationen von Greenpeace, leider haben die aber mittlerweile ihre Internetseite überarbeitet und der Artikel ist nicht mehr auffindbar). Ich werde das bei Gelegenheit noch einmal erneut recherchieren und wenn es nötig sein sollte, anpassen. Aktuell habe ich leider nicht die Zeit, mich damit eingehend zu befassen, wird also ein bisschen dauern …

      Ich hoffe natürlich, dass du nicht nur Kritik für mich übrig hast 😉

      Liebe Grüße
      Anke

    • Hallo Maria,

      sicher spielt es immer eine Rolle, aus welchem Material ein Gegenstand ist, mit dem der Hund in Kontakt kommt. Zu der Futterbar kann ich dir aber nichts sagen. MIt EM-Keramiknäpfen habe ich mich noch nicht ausführlich befasst, daher kann ich diese Frage auch nicht beantworten. Von EM ansich halte ich viel.

      Viele Grüße
      Anke

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