Warum eine fleischfreie Ernährung schlecht ist für Haus- UND Nutztiere

Der Konsum von Fleisch wird zunehmend kritisch gesehen. Immer mehr Verbraucher kehren tierischen Nahrungsmittel den Rücken zu und kommen sogar auf die Idee, ihre Haustiere vegetarisch oder gar vegan zu ernähren. Warum das für die Haustiere und sogar für die Nutztiere trotz guter Argumente schlecht sein kann, erkläre ich dir im folgenden Artikel.

Fleisch – war es einmal ein hochwertiges und wertvolles Nahrungsmittel, so ist es in der heutigen Zeit immer mehr zur Massenware geworden. Das, was man in vielen Supermärkten als Nahrungsmittel Fleisch von Schwein, Rind, Huhn, etc. kaufen kann, lässt sich kaum mehr anders bezeichnen als „billiger Schund“.

Kaum jemand – außer den großen Konzernen – kann aus der Massenware Fleisch noch einen Gewinn oder Vorteil ziehen:

  • Die Tiere, von denen das Fleisch stammt, haben ein leidvolles Leben hinter sich gebracht und mussten oft sogar qualvoll sterben.
  • Die Arbeitskräfte, die bei der Fleischproduktion ihren Lebensunterhalt verdienen, sind oft unterbezahlt und/oder arbeiten häufig unter denkbar schlechten Bedingungen.
  • Den Landwirten, die sich bemühen, eine vernünftige Land- und Tierwirtschaft zu betreiben, wird durch die Dumpingpreise der Großkonzerne zunehmend der Boden unter den Füßen weggezogen und viele können kaum noch ihren Lebensunterhalt bestreiten.
  • Die konsumierenden Menschen leiden unter immer mehr Erkrankungen, weil sie sich mit Fleisch ernähren, dass einerseits schlechte Nährstoffe liefert, andererseits den Organismus mit Krankheitserregern, Hormonen und anderen Schadstoffen belastet. Den Tieren, die damit gefüttert werden, ergeht es nicht besser.
  • Immer mehr Menschen können kaum mehr ertragen, was wir Menschen da so alles mit unseren Nutztieren anstellen (Küken die geschreddert werden, Schweine, die zur Bewegungslosigkeit verdammt sind, damit sie ihre Ferkel nicht tottrampeln, Rinder, die in ihrem ganzen Leben keinen einzigen Grashalm zu Gesicht bekommen, geschweige denn zu Fressen, usw.)
  • Und als wäre das noch nicht genug, wird unsere Umwelt, die sowieso arg gebeutelt ist, durch die Massentierhaltung weiter geschädigt, indem der Mist die Luft und das Wasser verpesten (siehe z.B. Klage der EU-Kommission 2016 gegen Deutschland wegen Verstoßes gegen die EU-Nitrat-Richtlinien)

Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen sich entscheiden, vegetarisch oder sogar vegan zu leben. Sie wollen nicht mehr Teil dieser schlimmen Entwicklungen sein, wollen die Tiere schonen, ihre Gesundheit erhalten und die Welt zu einem besseren Ort machen. Das alles ist durchaus ehrenhaft und ich möchte keinem Veganer absprechen, dass er in sehr, sehr guter Absicht handelt …

Leider klappt das so aber nicht.

Natürlich gibt es auch den Fall, dass jemand darauf verzichtet, tierische Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, weil sie ihm/ihr schlicht nicht schmecken … aber, das ist wohl in den wenigsten Fällen der Fleischabstinenz gegeben, warum sonst gibt es massenweise Fleischersatzartikel (das nennt man dann „wieFleisch“) wie Tofuschnitzel, vegane Fleischwurst aus Soja, usw. …

Für die anderen mit den „hochtrabenden“ Motivationen …

Klar … die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber wer wirklich glaubt, es gäbe irgendeinen Weg, dass die Ernährung der Menschen (und ihrer Haustiere) irgendwann einmal völlig fleischfrei sein wird, der glaubt möglicherweise auch noch an den Weihnachtsmann.

Tatsächlich ist es sogar so, dass die Fleischproduktion hier bei uns immer weiter zunimmt, obwohl es hier immer mehr Menschen gibt, die auf Fleisch verzichten.

Wie kann das sein? Ganz einfach, es wird einfach immer mehr Fleisch ins Ausland exportiert. Nicht, um hungrige Mäuler zu stopfen, sondern z. B. weil die Entwicklung in anderen Ländern ähnlich verläuft wie bei uns, nur etwas Zeitversetzt. Fleisch boomt dort.

Und die Politik, die am wirtschaftlichen Wachstum unseres Landes immer interessiert ist, sieht es natürlich gerne, wenn Deutschland sich im Exportgeschäft behauptet. Deutschland ist übrigens sogar führend im Export von Schweinefleisch an Drittländer (Nicht-EU).

Diese und weitere interessante Informationen zur Fleischproduktion in Deutschland findet man übrigens im Fleischatlas, der jedes Jahr von der Heinrich Böll Stiftung herausgegeben wird. Wer sich dafür interessiert, wie das mit dem Fleisch und der Massentierhaltung in Deutschland nun genau ist, kann den aktuellen Fleischatlas HIER (sogar kostenlos) bestellen oder downloaden.

Was ist dran am Fleisch?

Aber zurück zum Thema – Fleisch. Fleisch ist ein Nahrungsmittel, das neben vielen anderen Nährstoffen vor allem die wichtigen Proteine liefert. Proteine sind z.B. deshalb so bedeutsam, weil sie der einzige Nährstoff sind, der sogenannte Baustoffe liefert, weshalb sie auch besonders im Wachstum ausgesprochen wichtig sind. Außerdem sind die besten Proteine die, die den körpereigenen am meisten ähneln, weil sie ein ähnliches Aminosäurenprofil haben. Logisch also, dass das bei Mensch und Hund z.B. das Rind oder Schwein sind und nicht die Sojabohne.

Aminosäuren sind die Bausteine, aus denen die Proteine bestehen. Sowohl Mensch als auch Tier haben einen bestimmten essentiellen Bedarf an Aminosäuren. Essentiell bedeutet, diese Nährstoffe MÜSSEN von außen zugeführt werden. Auch, weil sie gebraucht werden, um nicht-essentielle Aminosäuren zu bauen.

Warum erkläre ich das jetzt so ausführlich? Ganz einfach. Ich finde, es ist wichtig, zu verstehen, warum gerade tierische Nahrungsmittel so wertvoll für die Versorgung mit Proteinen sind. Sie liefern nämlich genau DIE Aminosäuren, die vom Mensch und auch Hund benötigt werden und auch gut verwertet werden können.

Dem Löwen in der Savanne geht es da nicht anders. Er benötigt von der gerissenen Antilope neben vielen anderen Nährstoffen, die er vielleicht auch anders bekommen könnte, vor allem die seinen eigenen sehr ähnlichen Proteine, bzw. Aminosäuren. Und ich glaube nicht, dass wir ihn davon überzeugen können, auf den Verzehr der Antilope zu verzichten.

Fressen und/oder gefressen werden ist ein Naturgesetz!

Es dient nur einer einzigen Sache: dem Überleben – noch genauer ausgedrückt der Arterhaltung.

Eine Giftschlange, die einen Menschen beißt, weil sie sich bedroht fühlt, handelt aus der gleichen Motivation heraus. Es ist ein Naturereignis, das zum qualvollen Tod führen kann. Und niemand käme auf die Idee, alle diese Schlangen auszurotten oder allen die Giftdrüsen zu entfernen. Ganz nebenbei benötigt die Schlange ihr „Werkzeug“ natürlich auch, um Beute zu machen und so für ihre Nahrung zu sorgen.

All das ist Natur. Und es war auch einmal ein „natürlicher“ Vorgang, dass Menschen Tiere genutzt haben, um Hunger zu stillen und den Nährstoffbedarf zu decken. In der Not (die Kannibalen von Flug 571 in den Anden im Jahr 1972) oder bei bestimmten Naturvölkern haben Menschen sogar Menschen verspeist.

Die Vegetarier und Veganer lassen die Tiere im Stich …

Menschen, die sich abwenden vom Konsum tierischer Produkte, vor allem aus ethischen und moralischen Gründen, glauben, sie können die Welt durch ihr Handeln besser machen. Wenn man es aber einmal genau betrachtet, ist das Gegenteil der Fall. Denn sie ziehen sich quasi zurück und „überlassen dem Feind das Feld“.  Diese Aussage kommt einem auf den ersten Blick ziemlich fies vor.

Aber – wie ist das denn?

Wer wählt/übt denn den Beruf des Metzgers aus? Wer arbeitet in der Fleischindustrie? Wer fragt im Geschäft, wo das Fleisch liegt, das von artgerecht gehaltenen Tieren stammt? Wer führt einen Bauernhof mit dem Konzept einer artgerechten Tierhaltung? Wer kümmert sich um eine tierfreundliche und artgerechte Schlachtung der Nutztiere? Wer schlachtet Tiere? Wer kümmert sich darum, dass der Weg der Tiere zur Schlachtbank angenehm verläuft? Wer sorgt mit seinem Konsumverhalten dafür, dass mehr Fleisch angeboten wird, das aus einer ordentlichen Tierhaltung kommt? Wer sorgt dafür, dass Fleisch teuer verkauft werden kann, weil er bereit ist, viel zu zahlen?

Unterstellen wir einmal, dass es eine Nutztierhaltung auch weiterhin geben wird. Wer kümmert sich darum, dass es DIESEN Nutztieren gut geht? Der Veganer, der raus ist „aus dem Geschäft“ und mit alledem nichts mehr zu tun haben will?

Wer kümmert sich?

Menschen, die weiter Fleisch konsumieren und z. B. auch an ihre Hunde verfüttern, kümmern sich. Die, die kritische und hinterfragende Konsumenten sind. Die, die nicht müde werden, ORDENTLICHES Fleisch und ORDENTLICHE Zustände in der Nutztierhaltung zu fordern.

Niemand käme auf die Idee, eine Kampagne zu Rettung der Antilopen zu starten. Der Tod durch den Löwen wird als natürlich angesehen, wie grausam er auch oft sein mag. Tod ist auch etwas natürliches, er gehört zum Leben dazu.

Ein Nutztier kann ein artgerechtes Leben führen, versorgt mit allem, gefüttert, beschützt, behütet. Als Preis dafür gibt es irgendwann sein Leben, um dem Mensch als Nahrungsmittel zu dienen. Das ist nicht die schlechteste Variante und überhaupt nicht verwerflich.

Dehalb – wenn du vor der Entscheidung stehst, dich vom Fleisch und damit von den Nutztieren abzuwenden, oder gar dein Haustier fleischlos zu ernähren, überlege dir genau, ob das eine sinnvolle Entscheidung ist.

Vielleicht hast du auch einen Sohn oder eine Tochter, die du überzeugen kannst, den Beruf des Metzgers oder Landwirts auszuüben und sich auf diesem Weg für eine artgerechte Nutztierhaltung einzusetzen. Das wäre ein unschlagbar toller Beitrag zum Wohle unserer Nutztiere.

Hier kannst du eine Veganerin kennenlernen, die Rinder züchtet und auch schlachten lässt. Ihr ist bewusst, dass sie nicht verhindern kann, dass andere Menschen Fleisch essen (oder ihre Hunde damit füttern). Mit der Rinderzucht hat sie für sich einen Weg gefunden, auf aktive Weise einen Teil dazu beizutragen, dass die Tiere, obwohl sie für unser Essen sterben, ein artgerechtes, respektiertes und freudvolles Leben haben, ohne Leid:

Allen, die meinen Gedankengängen nicht so ganz folgen können, möchte ich das Buch „Emmas Glück“ ans Herz legen. Es ist eine lohnenswerte, teils sehr lustig aber auch traurig geschriebene Lektüre, nach der man so manches vielleicht anders betrachtet …

Anmerkung: Es gibt aktuell etwa 8 Millionen Vegetarier in Deutschland und mehr als 1 Millionen Veganer. Die Zahlen sind in den letzten Jahren sehr stark gestiegen, 2008 gab es gerade einmal 80.000 Veganer. Dem stehen aber weitere Zahlen gegenüber. Laut dem oben erwähnten Fleischatlas ist der pro Kopf Fleischkonsum in Deutschland seit Jahren fast konstant (der Rückgang ist minimal und beim Geflügel ist sogar ein Anstieg zu verzeichnen) und die Fleischproduktion ist sogar stark angestiegen, was natürlich auch mit dem steigenden Export zusammen hängt.

Dieser Artikel wurde von mir erstmals im Juni 2017 veröffentlicht und im Januar 2019 überarbeitet.

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16 Kommentare

  1. Liebe Anke,
    ich mag deinen Blog sehr gerne und freue mich immer über deine Artikel. Trotzdem kann ich gerade meine Klappe nicht halten. (Entschuldigung dafür :) )
    Ich verstehe nämlich die Argumentation nicht: Wenn man Fleisch aus „artgerechter“ Haltung kauft, nutzt das den Tieren in Massentierhaltung wenig, solange deren Fleisch weiterhin konsumiert wird. Es vergrößert die Fleischproduktion insgesamt, sodass der ANTEIL der Massentierhaltung bezüglich der gesamten Nutztierhaltung verringert wird. Die ABSOLUTE Zahl der Tiere in Massentierhaltung bleibt davon unberührt.
    Was ich damit sagen möchte: Ich mache dir keinen Vorwurf, weil du ab und an Fleisch ist. (Meine Hunde bekommen übrigens auch Fleisch.) Ich fände es schön, wenn es umgekehrt genauso wäre. :)
    Herzliche Grüße,
    Nora mit Mia und Kalle

    • Hallo liebe Nora,

      du brauchst dich nicht entschuldigen, ich finde es super, dass du deine Sichtweise darlegst. Du schreibst, deine Hunde bekommen Fleisch, daher nehme ich an, du bist Vegetarierin oder Veganerin … ? Dann hast du auf jeden Fall meinen Respekt!!

      Ich vesuche dir meine Sichtweise ein bisschen anders zu erläutern … Stell dir vor, du wohnst in einem Dorf, abgeschieden von der restlichen Welt. Der Schuhbedarf wird von einem Schuster vor Ort gedeckt, der die Schuhe aus giftigen, aber sehr seltenen und wunderschönen Pflanzen herstellt. Manchen Leuten ist es egal, dass sie Hautreizungen davon bekommen und erst recht, dass die Pflanzen immer weniger werden, wegen dem Schuster. Die Schuhe sind dafür ja auch sehr billig. Manchen ist es aber auch nicht egal. Einige von denen, denen es nicht egal ist, entscheiden sich, einfach ganz auf die Schuhe zu verzichten und barfuss zu gehen. Der Schuster verkauft die übrigen Schuhe nun in ein Dorf außerhalb, wo es diese schönen Pflanzen nicht gibt. In dem Dorf werden also weniger Schuhe gekauft, was aber nur dazu führt, dass mehr „exportiert“ wird. Dann passiert folgendes: Immer mehr Leute kommen auf die Idee, die Schuhe anders zu fordern. Sie wollen, dass der Umgang mit den Pflanzen sich ändert und dass Schuhe hergestellt werden, die nicht reizen. Also geht einer von ihnen hin und lernt das Handwerk des Schusters, um selber Schuhe unter besseren Bedingugen herzustellen. Die Schuhe, die er nun herstellt, sind langlebiger, weshalb man nicht so häufig neue benötigt, dafür aber viel teurer. Der Anteil an der wertvollen Pflanze ist nun wesentlich geringer, weil er noch einen anderen Stoff gefunden hat, den er mit verarbeitet. Dadurch entstehen auch keine Hautreizungen mehr. Immer mehr Menschen kaufen nun die Schuhe von dem neuen Schuster. Es spricht sich auch in den anderen Dörfern rum, dass es eine neue tolle Alternative gibt, die zwar wesentlich teurer ist, aber auch viel besser. Die Leute kommen bald von überall und der Schuster mit den alten Schuhen hat immer mehr Umsatzeinbussen, bis er nach einigen Jahren fast pleite ist. Da entscheidet er sich, auch nach dem neuen Konzept zu arbeiten. Nun sind die Pflanzen gerettet und die Füsse bleiben gesund. Und niemand muss barfuss gehen :-D Hätten sich die Leute im Dorf einfach alle entschieden barfuss zu gehen, hätte der Schuster einfach immer mehr Schuhe exportiert …

      Das ist übrigens falsch, was du schreibst. Der Anteil der Tiere aus Massentierhaltung ist nicht gleichbleibend, er ist steigend. Der Unterschied, den es macht, ist folgender: wenn du als Vegetarier in ein Geschäft gehst, ignorierst du i. d. R. die Fleischtheke. Jemand, der aber Fleisch kaufen möchte, fragt nach dem ordentlichen Fleisch und macht so darauf aufmerksam, dass er einen Bedarf hat, der von dem Verkäufer möglicherweise gedeckt werden kann. Bei einem macht das noch nichts. Kommen aber 10, 20, 30 und mehr, sieht die Sache schon anders aus. Der Hersteller wird sich Gedanken machen, dass er sein Sortiment vielleicht doch ändern muss. Szenenwechsel: Ein Junge ist von seinen Eltern von klein auf dafür sensibilisiert worden, dass es wichtig ist, auf die Tiere in der Nutztierhaltung zu achten. Er beschließt, Schlachter und Metzger zu werden, weil er gerne mithelfen möchte, dass es den Tieren besser geht. Er führt in seiner Region eine Schlachtungssmethode ein, durch die die Tiere ihren Tod nicht mehr angstvoll oder in Panik erleben, sondern friedlich …

      Sarah Wiener, die Starköchin, hat ähnliche Gedanken wie ich. Sie sagt: „Vegane Ernährung ist keine Lösung des Grundproblems! So mancher Veganer baut sich da schlicht eine Parallelwelt auf. Er lässt zwar keine Tiere melken, schreddern oder schlachten. Aber durch seinen Verzicht verbessert er auch nichts an den üblen Verhältnissen in der Nahrungsmittelproduktion. Denn: Vegan zu leben fördert weder die Nachfrage nach Produkten aus einer anständigen Tierhaltung noch die nach natürlichen, ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus der eigenen Region.“

      Es ist natürlich schwierig aber der wichtigste Anteil ist sicher Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung. Zeigen, dass es anders geht. Aktiv bleiben und vor allem nicht die Augen zumachen.

      Kennst du denn das Buch, das ich oben empfohlen habe? Es ist wirklich lesenswert, auch, weil man lernt, dass der Respekt und die Wertschätzung von Tieren einen Genuss von tierischen Nahrungsmitteln nicht ausschließen.

      Sorry, das ist jetzt sehr lang geworden. Du siehst, das Thema liegt mir sehr am Herzen.

      Ganz liebe Grüße und einen schönen Restsonntag
      Anke

  2. Lieben Dank für die Erklärung. :)

    Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich behaupte nicht, dass der Anteil gleich bleibt, sondern der Absolutwert. Beispiel: In einem Ort sorgen sich 40% der Menschen um das Tierwohl, 60% ist es egal. Die Gleichgültigen benötigen x Tiere pro Jahr, um ihren Bedarf zu decken.
    Fall A: Die 40% beschließen, weniger Fleisch zu konsumieren und dafür die Tiere besser zu halten. Sie schlachten dafür y Tiere pro Jahr. Nun ist der Anteil Tiere aus Massentierhaltung x/(x+y)<100%.
    Fall B: Die 40% leben vegan. Nun beträgt der Anteil der Tiere aus Massentierhaltung 100%. Der Absolutwert ist aber immer noch x, unabhängig von der Entscheidung der 40%! Und in diesem Fall müssen y Tiere pro Jahr weniger sterben.

    Zu dem Beispiel mit den Schuhen: Ich hoffe, dass es so sein kann. Ich fürchte nur, durch billige Produktion und Export lässt sich mehr Geld verdienen, und leider ist das für manche Menschen das Einzige, was zählt. Solange irgendwo Fleisch aus Massentierhaltung gekauft wird, wird es diese geben. In diesem Punkt gebe ich dir recht: Aufklärung ist das Wichtigste. Mir liegt dieses Thema ebenfalls sehr am Herzen und ich freue mich, dass es dir genauso geht.

    Das Buch kannte ich nicht und werde es auf jeden Fall lesen. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, jemals Fleisch zu essen. Mit acht Jahren bin ich Vegetarierin geworden. Ohne tiefergehendes ethisches Konzept. Der Gedanke war wohl eher: Tiere sind meine Freunde. Freunde esse ich nicht. :) Vor fünf Jahren wurde ich nach dem Buch "Anständig essen" von Karen Duve Veganerin geworden und bin sehr zufrieden, vor allem weil ich seitdem Essen viel mehr schätze. Und die Vorstellung, ein Schwein zu essen, ist für mich genauso abstoßend wie die, einen Hund zu essen. Sarah Wiener meint, glaube ich, auch, man müsse selbst schlachten können, wenn man Fleisch isst. Und das könnte ich ganz sicher nicht. Möglicherweise könnte dieses Buch mir aber helfen, nicht mehr so ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich den Hunden Fleisch füttere. Das wäre ja schön.

    Das war jetzt auch sehr lang, ebenfalls sorry. :)

    Ganz liebe Grüße und -da der Sonntag nun schon fast vorbei ist- einen schönen Montag (sofern Montage schön sein können)
    Nora

    • Hallo liebe Nora,

      mit 8 Vegetarierin geworden, soso … Das ist schon ziemlich toll!! :-D

      Ich gebe Sarah Wiener auch absolut recht. Es wäre eine gute Maßnahme, wenn die Menschen, die Fleisch konsumieren, die Tiere selber schlachten und töten müssten. Ich wette, dann wären unsere Probleme gelöst.

      Mit deiner Prozentrechnung hast du echt für einen Knoten in meinem Kopf gesorgt, ich habe nicht so recht verstanden, worauf du hinaus willst. Das liegt aber sicher auch daran, dass ich „meine Zahlen“ noch im Kopf hatte und weiß, wie es im ganzen ist. Das meinte ich auch damit, dass es nicht stimmt, was du geschrieben hast. So, wie in deinem Prozentbeispiel ist es nämlich nicht. Das wäre ja eine Art Vakuum.

      Der Anteil, den die Veganer und Vegetarier nicht wollen, der wird ja trotzdem produziert. Die Massentierhaltung ist ja eben nicht weniger geworden, in realen Zahlen. Die Zahlen sind gestiegen, trotzdem mehr Menschen ganz auf Fleisch verzichten. Du hast wohl auch meinen Nachtrag dazu nicht mehr gelesen:

      Es gibt aktuell etwa 3 Millionen Vegetarier in Deutschland und 1,3 Millionen Veganer. Die Zahlen sind in den letzten Jahren sehr stark gestiegen, 2008 gab es gerade einmal 80.000 Veganer. Dem stehen aber weitere Zahlen gegenüber. Laut dem oben erwähnten Fleischatlas ist der pro Kopf Fleischkonsum in Deutschland seit Jahren fast konstant (der Rückgang ist minimal und beim Geflügel ist sogar ein Anstieg zu verzeichnen) und die Fleischproduktion in der Massentierhaltung ist sogar stark angestiegen, was natürlich auch mit dem steigenden Export zusammen hängt.

      Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass du dir nicht vorstellen kannst, jemals Fleisch zu essen und ich glaube auch nicht, dass du das solltest.

      Ja, ich könnte mir schon vorstellen, dass das Buch dir dabei hilft, damit zurecht zu kommen. Ich finde es übrigens toll, dass du das machst. Es zeugt für mich auf jeden Fall von deiner großen Tierliebe …

  3. Da fällt mir gerade ein Witz ein:
    Ein Landwirt und ein Physiker gehen zusammen in die Kneipe. Der Landwirt klagt: „Meine Hühner legen einfach keine Eier mehr. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Hast du vielleicht eine Idee?“ Der Physiker erwidert: „Lass mich mal darüber nachdenken, morgen habe ich vielleicht eine Lösung.“
    Am nächsten Tag treffen sie sich wieder. „Und“, fragt der Landwirt gespannt, „hast du eine Lösung für mein Problem gefunden?“ Der Physiker stolz: „Ja, ich habe die perfekte Lösung. Allerdings gilt sie nur für punktförmige Hühner im Vakuum.“

    Ich bin Physikerin. :)

    Daher diskutiere ich auch gerne…

    In diesem Fall ist die Annahme eines „Vakuums“ meiner Meinung nach gerechtfertigt, weil sich das System ohne Einschränkung beliebig ausdehnen lässt. Nimm als „Ort“ die gesamte Erde, dann hast du diese Situation gegeben.

    Ich habe schon gelesen, dass die Fleischproduktion in Deutschland steigt. Nur glaube ich nicht, dass daran die Vegetarier schuld sind. Sondern die Menschen, die viel Fleisch essen. Egal ob hier oder im Ausland. Und langfristig würde global betrachtet verringerte Nachfrage zu verringerter Produktion führen, wenn die Marktwirtschaft nicht versagt.

    Ich glaube, wir können uns darauf einigen, dass wir uns in diesem Punkt nicht einig sind. In anderen Punkten schon. Ich mag Hunde! :)

    Das war jetzt mein letzter Kommentar zu diesem Thema. Versprochen.

    • Hallo liebe Nora,

      beides wusste ich schon :-D … Dass du Physikerin bist, habe ich in deinem Blog gesehen. Mehr aber leider nicht. Ich finde es immer sehr schade, wenn einem Blog die „Persönlichkeit“ fehlt und man nichts erfährt über die Person, die da schreibt …

      Dass du gerne diskutierst, kann man natürlich merken :-D

      Ich muss dich aber trotzdem noch ein letztes mal korrigieren … mit keinem Wort habe ich geschrieben, dass Vegetarier oder Veganer schuld sein sollen daran, dass die Massentierhaltung mehr wird. Ich habe nur versucht aufzuzeigen, dass sie mit ihrer Abstinenz keinen richtig aktiven Beitrag leisten dazu, dass es den Tieren besser geht. Sie laden quasi einfach keine persönliche Schuld mehr auf sich.

      Ansonsten glaube ich nicht, dass unsere Sichtweisen so weit auseinader liegen. Wir wollen im Prinzip ja beide das gleiche. Und schuld ist eigentlich ganz klar neben der Profitgier der Konzerne die Politik. Man kann Menschen, die es einfach nicht besser wissen (damit meine ich die Fleisch aus Massentierhaltung verzehrenden Kosumenten), auch nicht wirklich Schuld geben. Außerdem finde ich, es geht hier auch nicht um Schuld, sondern nur um die Frage, wie man einen Beitrag dazu leisten kann, dass die Zustände in der Nutztierhaltung besser werden. Ich denke, da sind wir uns ganz sicher einig :-D

      Liebe Grüße
      Anke

      • Danke für den Hinweis. Der Über-uns-Teil ist zu knapp, nicht? Das hatte ich ganz am Anfang geschrieben und da dachte ich eigentlich gar, dass meinen Blog überhaupt jemand liest. :)
        Ich werde demnächst mal ausführlicher über mich schreiben. Gut dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast.

  4. Liebe Anke,

    schon länger habe ich keinen Beitrag von dir mehr kommentiert, auch wenn ich immer fleißig lese.
    Es tut mir leid, aber ich kann deinem Artikel dieses Mal nicht so ganz zustimmen. Warum sollten Veganer sich nicht für Tierschutz einsetzen? Ich erlebe als lang jährige Veganerin etwas ganz anders. Sowohl ich wie auch Freunde, die schon lange vegan leben, wir setzen uns sehr für sogenannte Nutztiere ein. Ich verweigere die Aufnahme sämtlicher tierischer Produkte, weil ich nicht möchte, dass ein Tier leiden muss damit ich etwas zu essen habe. Damit leiste ich sehr wohl einen Beitrag, denn je weniger Fleisch verzehrt wird umso weniger wird auch produziert. Es hat aber nach wie vor kein allgemeines Umdenken stattgefunden, denn es wird eher mehr Fleisch verzehrt. Dem möchte ich entgegen wirken.
    Aber natürlich endet mein Engagement nicht damit, dass ich kein Fleisch oder andere Tierprodukte esse bzw. sonst irgendwie verwende, sondern ich bin wie viele meiner Bekannte aktiv im Tierschutz. Eine Freundin von mir ebenfalls Veganerin gibt ehemaligen Legehennen ein schönes Zuhause, wir machen Aufklärungskampangen und vieles mehr. Von einem im Stich lassen kann hier keine Rede sein.
    Meine Hunde bekommen aber Fleisch, Milchprodukte und Eier. Warum? Weil für mich Tierschutz auch bedeutet, dass ich mich um die mir anvertrauten Tiere kümmere und dazu gehört auch eine artgerechte Ernährung. Aber hier achte ich darauf wo was herkommt.
    Liebe Grüße
    Miriam mit Leona und Leo

    • Hallo liebe Miriam,

      schön, dass du deine Meinung hier kund tust, dankeschön dafür! Hast du meinen Nachtrag gelesen? „Laut Fleischatlas ist der pro Kopf Fleischkonsum in Deutschland seit Jahren fast konstant (der Rückgang ist minimal und beim Geflügel ist sogar ein Anstieg zu verzeichnen) und die Fleischproduktion ist sogar stark angestiegen“ und das trotzdem sich die Anzahl an Vegetariern und Veganern sehr stark erhöht hat. Natürlich kann man nicht alle in einen Topf werfen, es gibt ganz sicher viele Veganer und Vegetarier, die sich, wie du, weiter engagieren und nicht einfach beim Verzicht halt machen. Ich glaube einfach nur, dass man sich nicht dem Trugschluss hingeben sollte, dass es mit dem Verzicht getan ist. Das ist zwar toll (gar keine Frage!!), das alleine reicht aber nicht, um aktuelle Zustände zu verbessern. Letztendlich ist ein solcher Artikel von mir ja auch eher als eine Art Denkanstoß zu sehen. Und wer sich „den Schuh dann anzieht“, setzt sich vielleicht auch erneut mit der Problematik auseinander. Und das ist ja nicht verkehrt, oder was meinst du?

      Ich denke, am Ende können wir uns durchaus darauf einigen, dass wir das Gleiche wollen. Wir wollen, dass die Menschen aufhören, Tiere für ihre Zwecke zu quälen … Der erwähnte Fleischatlas ist eine gute Informationsquelle, um zu sehen, wo es weiterhin hakt und was sich wikrlich tut, hast du dir den angeschaut? Ist wirklich empfehlenswert!

      Leo?? Dann habt ihr also Zuwachs bekommen :-D Gratuliere!!

      Liebe Grüße
      Anke

  5. Hallo Anke,
    ich kann deine Meinung zwar nachvollziehen, denke aber, dass du schon zu Beginn deines Artikels einer Fehleinschätzung unterliegst. Die Aminosäuren aus fleischlichem Proteinen sind keineswegs so wichtig für die menschliche Ernährung, wie dies von dir dargestellt wird. Kann man sehr leicht an den Untetsuchungen über die gesundheitlichen Daten von Vegetariern und Fleischessern sehen. Außerdem ist auch dein Befund, dass ein Zuwachs von Vegetariern/Veganern nichts an der Höhe der Fleischproduktion geändert hat, so nicht richtig. Du führst je selbst aus, dass die höhere Fleischproduktion auf einem höheren Exportanteil zurückzuführen ist. Die Massentierhaltung wird in naher Zukunft ohnehin verschwinden, weil es die globalen Ressourcen kollabieren lässt. Stattdessen werden Fleischesser in Zukunft von einer industriellen FleischProduktion, die auf zellulärem Wachstum basiert, versorgt werden.
    LG Klaus

    • Hallo Klaus,

      danke für deinen Kommentar! Ich weiß, dass es dir so geht wie vielen, du hast meinen Gedankengang nicht richtig umsetzen können. Ich bin, wie du merkst, wenn du andere meiner Blogartikel liest, durchaus der Meinung, dass wir auf Fleisch verzichten könnten. Und das gilt meiner Meinung nach sowohl für uns Menschen als auch unsere Hunde. Dabei muss man aber natürlich differenzieren, da es durchaus Hunderassen gibt, deren Verdauungstrakt nicht so gut mit pflanzlichen Nahrungsmitteln zurecht kommt. Im Artikel habe ich ja lediglich gesagt, dass tierische Proteine besser verwertbar sind und das ist nunmal ein Fakt. Es geht ja um die Zusammensetzung der Aminosäurenketten, die die Proteine bilden. Ich erkläre das gerne mit dem Alphabet (was für dich als Lehrer ja sicher gut verständlich ist :-D ): die verschiedenen Ketten benötigen zur Bildung bestimmte Aminosäuren. Ist eine davon gar nicht oder auch zuwenig vorhanden, können die Ketten nicht gebildet werden. Bei Wörtern ist es so, dass du die bestimmten Buchstaben benötigst, um sie zu bilden. Fehlt ein bestimmter Buchstabe, wird es schwierig bis unmöglich. Fehlt z. B. das E, kann man keine Wörter mehr bilden, die ein E benötigen. Aus diesem Grund sind tierische Proteine für alle Tiere (sind wir ja auch :-D ) vorteilhafter als pflanzliche.

      Grundsätzlich bin ich gegen Massentierhaltung. Schon seit vielen Jahren kommt davon nichts mehr auf meinen Teller und auch nicht in den Napf meiner Hunde. Ich glaube aber nicht, dass die ganze Welt irgendwann vegan wird, es gibt ja auch Menschen, die auf tierische Nahrungsmittel angewiesen sind. Mein Weg ist daher die goldene Mitte. Wenig, dafür von Tieren, die ein gutes Leben hatten. Der Gedanke an „Kunstfleisch“ gefällt mir dagegen gar nicht. Für mich wäre der optimale Weg, die Massentierhaltung komplett abzuschaffen und auf eine gute, artgerechte Tierhaltung zu setzen. Dann können wir eben nicht mehr so viel Fleisch essen (was ich eh schon tue, wie zu Großmutters Zeiten 2x die Woche) und es wird für alle teurer. Das wäre in meinen Augen ein wirklich guter Weg und es würde auch viel ausmachen für alle wichtigen Ansatzpunkte (Klima, Umwelt, Gesundheit, Welternährung, etc.)…

      Liebe Grüße
      Anke

      • Hallo Anke,
        vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
        Zur Frage der Verwertbarkeit von pflanzlichen und tierischen Proteinen hier noch eine kleine Anmerkung aus der BB-Szene:“Laut der Framingham Third Generations Study des National Heart, Lung, and Blood Institute sowie der Boston University1, spielt die Quelle der Proteine für den Muskelaufbau keine primäre Rolle. Denn: Protein führt zu Muskelwachstum – die Quelle ist dabei nicht entscheidend. Du kannst also problemlos tierisches Protein durch pflanzliches Protein ersetzen bzw. ergänzen. Wenn du auf die richtige Zufuhrmenge achtest, brauchst du also keinen Proteinmangel zu befürchten.“ Und die Jungs wissen, von was sie reden …:-)
        Tja, und was das Kunstfleisch betrifft … ob es dir gefällt oder nicht – es wird kommen !
        Ich finde deinen Blog aber trotzdem gut und immer lesenswert !
        Liebe Grüße Klaus

        • Hallo Klaus,

          Danke :-D Ich möchte aber noch einmal darauf hinweisen, dass es bei den Proteinen um die „Wertigkeit“ geht, also um die enthaltenen Aminosäuren. Natürlich spielt die Quelle von z. B. Arginin (für den Hund, im Gegensatz zum Menschen übrigens essentiell)keine Rolle, wichtig ist, dass diese Aminosäure enthalten ist. Je mehr die Zusammensetzung der Aminosäuren mit der körpereigenen übereinstimmt, desto höher die biologische Wertigkeit. Daher muss man bei einer Zurverfügungstellung von Proteinen aus pflanzlichen Quellen an und für sich schon etwas näher hinsehen. Zum Kunstfleisch, ja, ok, es wird kommen, aber ob es DIE Alternative schlechthin sein wird, bezweifel ich: https://www.sueddeutsche.de/politik/kunstfleisch-die-grille-als-gaumenfreude-1.4293659

          Liebe Grüße
          Anke

  6. Liebe Anke,
    vielen Dank für Deinen interessanten Beitrag. Auch ich liebe Tier über alles und bin dennoch weder Vegetarier noch Veganer. Da ich Ernährungsberaterin für Hunde bin und mich schon seit über 30 Jahren mit der Naturheilkunde beschäftige, weis ich , das eine ausgewogene Ernährung für Mensch und Tier die wichtigste Grundlage der Gesundheit ist. Ausgewogen heißt bei mit von allem etwas, regionale Lebensmittel etc. Bei mir gehören 2-3 x in der Woche Fleisch dazu, eben wegen der Proteine, Vitamin b 12 etc. Und schon aus dem Grund, da ich einen 3 jährige Enkel zu versorgen habe und für Kinder eine vegane Ernährung gesundheitsschädlich ist. Ich kaufe mein Fleisch nur bei einem Landwirt, bei dem stehen die Kühe den ganzen Sommer auf der Weide, wo auch die Kälber zur Welt kommen und diese noch mit ihren Müttern aufwachsen dürfen. Auch ich bin gegen Massentierhaltung und auch ich glaube, dass die gut gemeinte Absicht der Veganer oder Vegetarier nicht in diese Richtung geht, die sie sich gerne wünschen. Gegen Massentierhaltung müsste meiner Meinung nach etwas per Gesetz geändert werden, wie es z.b. In Schweden der Fall ist, hier ist Weidehaltung, Fütterung etc vorgeschrieben und Antibiotika Verbot für Schlachttiere. Ich habe schon mehrere Artikel von Veganer gelesen, die es bitter bereut haben, so gelebt zu haben, so z.b. Eine Frau, die nach 10 Jahren riesige gesundheitliche Schäden davon getragen hat. Natürlich soll jeder das Essen zu sich nehmen, von dem er überzeugt ist, aber er sollte es für sich selbst und seine Gesundheit tun und nicht aus anderen Beweggründen, denn das läuft meistens in eine andere Richtung. Das ist meiner Meinung nach wie in einer Beziehung, wenn ich der Annahme bin, dass eine gute Partnerschaft in dem besteht und dauerhaft hält, dass ich alles das mache, was mein Partner möchte und ich mich ganz und gar nach ihm richte und nach ihm lebe, verliere ich meine Persönlichkeit, lebe nicht mein Leben und verliere so die Attraktivität für meinen Partner und es kommt genau zum Gegenteil, das ich eigentlich verfolge. Ich hoffe ich bin nicht zu sehr abgeschweift, ich wollte damit nur sagen, ich muss es für mich machen und nicht für jemand anderen, denn damit erreiche ich immer das Gegenteil von dem, was ich eigentlich möchte… und viele Veganer oder Vegetarier nehmen ja Tofu zu sich, bitte bedenkt, das heutzutage 95% vom Tofu nicht mehr aus Soja stammt sondern auch von Tieren, da die Masse an Tofu sonst gar nicht mehr produziert werden könnte… Liebe Grüße Monika

    • Hallo liebe Monika,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ja, ich gebe dir recht, die Politik müsste unbedingt handeln bzgl. der Nutztierhaltung.

      Was du zu Tofu schreibst, habe ich noch nie gehört (habe mich damit auch nicht sonderlich befasst). Hast du eine Quelle für die Behauptung, dass Tofu zu 95% von Tieren stammt? Würde mich interessieren :-D

      Liebe Grüße
      Anke

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