Veggie-Rezept mit Ei und Quark

 Infos zu den Zutaten:

Ich finde es sehr wichtig, die Ernährung des Hundes nach Möglichkeit auch unter ökologischen Gesichtspunkten zu gestalten. Das bedeutet z.B. auch, dass Mahlzeiten einmal einfach nach dem gestaltet werden, was der Kühlschrank hergibt. Diese Mahlzeit ist ein typisches Beispiel dafür.

Häufig habe ich Reste von Rührei, die meine Söhne beim Frühstück übrig gelassen haben. Diese ergeben dann zusammen mit Joghurt und/oder Quark eine prima Quelle für tierisches Eiweiß. Eier kaufe ich immer von Höfen, die hier in unserer Umgebung sind. Joghurt und Quark bekomme ich hier in unserem Edeka aus Biohaltung.

Für den Gemüsemix habe ich einfach das Gemüsefach Kühlschrank geplündert und geschaut, was noch da ist. Möhren und Gurke sind aus Bio-Anbau. Es gab – wie man auf dem Bild mit allen Zutaten sieht – auch einen kleinen Gemüserest vom Vortag. Mit ein paar Blättern Bio-Basilikum habe ich den Gemüsemix sogar noch aufgewertet. Basilikum wirkt u. a. antibakteriell und reinigt und stärkt den Darm.

Der Reis ist in diesem Fall ebenfalls ein Rest vom Vortag. Es handelt sich um Naturreis, der ca. 30 Minuten im Thermomix gegart wurde.

Tipp: Nichts wegwerfen!! Selbst ein kleiner Rest kann noch in der Hundemahlzeit verarbeitet werden. Das hat nichts damit zu tun, dass der Hund zum „Müllschlucker“ degradiert wird, sondern mit der richtigen Wertschätzung der Nahrungsmittel. Damit möglichst viele Nahrungsmittel dafür genutzt werden können, empfiehlt es sich, beim Würzen der Speisen sparsam zu sein und auch hier auf hochwertige Quellen zurückzugreifen. Vor allem Kräuter können oft auch dem Hund gut tun!

Die Nahrungsergänzung Barfers Naturals* bekommen meine Hunde ab und an kurweise.  BN ist tierärztlich entwickelt und weitgehend natürlich zusammengestellt. Hierdurch wird vor allem der Jodbedarf gedeckt, aber auch noch weitere Nährstoffe geliefert, wie z.B. Zink.

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Veggie-Rezept mit Ei und Quark
Zusammenstellung: ca. 50% tierische Bestandteile, ca. 30% Gemüse, ca. 20% Kohlenhydrate
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 30 Minuten
Portionen
kg Körpergewicht
Zutaten
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 30 Minuten
Portionen
kg Körpergewicht
Zutaten
Anleitungen
Für die (teilweise) Rohfütterung
  1. Gemüse putzen und in Stücke schneiden, mit den Basilikumblättern in den Mixer geben und klein raspeln, bzw. pürieren. Reis nach Verpackungsanleitung kochen. Wenn kein Rest vorhanden ist, Rührei in der Pfanne braten. Gemüse-Mix, Reis, Rührei, Quark und Joghurt in eine Schüssel geben und mischen. Diese Gesamtmenge nun auf die gewünschten Mahlzeiten aufteilen. Die Ergänzung und das Öl erst kurz vor der Fütterung zugeben.
    Alle Zutaten, inkl. Reste vom Vortag
Kochen im Thermomix:
  1. Gemüse putzen und in Stücke schneiden, mit den Basilikumblättern in den Mixtopf geben und auf Stufe 5 etwa 10 Sekunden klein raspeln. Geraspelten Gemüse-Mix aus dem Mixtopf in den Varoma geben. Aus den Rezepten (Buch/Cook-Key oder Rezept-Chip) das Rezept "Reis gekocht" auswählen. Wassermenge nach Anleitung in den Mixtopf füllen, gewünschte Menge Reis in den Gareinsatz füllen und diesen einhängen. Mixtopfdeckel ohne Messbecher aufsetzen. Varoma auf Mixtopfdeckel aufsetzen und mit Varoma-Deckel verschließen, nach Vorgabe garen (18-30 Min./100°C/Stufe4). Wenn kein Rest vorhanden ist, Rührei in der Pfanne braten. Wie bei der Rohfütterung die Zutaten mischen und auf die Mahlzeiten aufteilen. Ergänzung und Öl kurz vor der Fütterung zugeben.
Rezept Hinweise

Kosten für Hund 10kg:

Eier - ca. 0,24€

Quark - ca. 0,10€

Joghurt - ca. 0,05€

Möhren - ca. 0,10€

Wurzelpetersilie - ca. 0,05€

Pastinaken - ca. 0,10€

Gurke - ca. 0,10€

Chicorée - ca. 0,10€

Reis - ca. 0,10€

Leinöl - ca. 0,05€

Barfers Naturals - ca. 0,10€

= Gesamtkosten der Tagesration  0,94€


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Mögliche Fragen zu den Rezepten

Sind die Mahlzeiten ausgewogen? Der Gedanke, dass in einer Mahlzeit alle Nährstoffe enthalten sein müssen, kommt aus der Futtermittelindustrie und ist mit natürlichen Nahrungsmitteln nicht umsetzbar. Eine ausgewogene Ernährung stellt sich über einen längeren Zeitraum und durch eine abwechslungsreiche Fütterung ein. Damit manche Nährstoffe ausreichend zur Verfügung gestellt werden können, ist es nötig, einige Ergänzungen zu füttern. Die in den Rezepten aufgeführten Ergänzungen sind nur Vorschläge und können entsprechend variiert werden. Mehr Infos zu den einzelnen Nährstoffen kannst du HIER nachlesen. Besonders beachtet werden sollte immer die Versorgung mit Calcium, Vit. D, essentiellen Fettsäuren und die Jodversorgung. Calcium deckt man z.B. mit Eierschalenpulver, Austernschalenpulver, Knochen oder Knochenmehl ab, als Vit. D. - Quelle eignet sich Dorschlebertran, Jod ist in Seealgen enthalten und die essentiellen Fettsäuren sind u. a. in Fisch- und Pflanzenölen enthalten.
Sind die angegebenen Mengen der Nahrungsmittel roh oder gekocht gemeint? Die Nahrungsmittel verändern sich durch Verarbeitungsprozeße unterschiedlich. Fleisch verliert z.B. je nach Qualität mehr oder weniger Wasser. Die angegebenen Mengen sind immer die Mengen, die gefüttert werden. Wenn man Fleisch kochen möchte, muss vorab eine größere Menge veranschlagt werden. Bei Reis ist es anders herum, dieser nimmt Wasser auf und wird schwerer. Am Anfang muss man da ein bisschen rumprobieren und natürlich lieber einmal eine größere Menge zubereiten (Reste kann man ja aufbewahren) als zu wenig. Im Laufe der Zeit stellen sich aber Erfahrungswerte ein und man weiß in etwa, wie viel man zubereiten muss, um die entsprechenden Mengen zu bekommen.
Passen die berechneten Mengen für alle Hunde? Nein, auch hier muss man individuell entscheiden, ob die berechneten Mengen auf den eigenen Hund passen. Jeder lebt ja anders, die Aktivitätsgrade sind unterschiedlich und auch jeder Stoffwechsel ist anders. Faktoren wie z.B. Kastration spielen eine Rolle. Stellt man die Ernährung um, sollte man in der ersten Zeit immer das Gewicht im Auge behalten und bei ungewollten Abweichungen die Mengen entsprechend anpassen. Bei Hunden in besonderen Lebensstadien, wie z.B. Welpen, alte oder auch kranke Hunde, sollte ebenfalls sehr individuell über Menge und Zusammensetzung entschieden werden.
Warum sind die Mahlzeiten im Verhältnis 50%tierische Komponenten zu 50% pflanzliche Komponenten zusammengestellt? Diese Zusammensetzung deckt den Bedarf an Proteinen gut ab, ohne dass der Fleischanteil zu hoch ist. Warum ich zu einem niedrigeren Fleischanteil tendiere, kannst du HIER in den Grundsätzen vom Clean Feeding nachlesen.

Hinweis zu den Texten

Hinweis
Über Anke 124 Artikel
Hallo, ich bin Anke, zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe und berate hier vor allem rund um das Thema Ernährung von Hunden. Auf www.anke-jobi.de biete ich außerdem Online-Kurse für Hundehalter zur Hundeernährung an.

12 Kommentare

  1. Ich würde sehr gerne wissen, ob die Rezepte auch für einen Welpen möglich wären oder worauf man dabei noch achten müsste? Auf jeden Fall ein höherer Bedarf oder? Aber reicht das dann zur Nährstoffversorgung?
    Ganz liebe Grüße Jenny

    • Hallo liebe Jenny,

      die Komponenten an und für sich sind für Welpen weitgehend ok. Die Zusammensetzung ist beim Welpen aber schon recht speziell, weil er einen anderen Nährstoffbedarf hat, als ein erwachsener Hund. Ein Welpe benötigt ganz viele „Baustoffe“ weil er ja noch wächst und sich entwickelt, das sind die Proteine. Entsprechend hat er einen sehr hohen Eiweißbedarf, so dass die tierischen Bestandteile ruhig 80% ausmachen sollten. Wiederum mit Kohlenhydraten sollte man zu Anfang zurückhaltend sein, weil Welpen diese noch nicht so gut verwerten können. Die Menge sollte Anfangs ca. 6% vom KG ausmachen und man muss besonders auf die Versorgung mit Calcium und Vit. D achten, damit der Bewegungsapparat sich gut entwickelt. Jeder Hund muss außerdem individuell betrachtet werden. Etwa bis zum 12. Lebensmonat geht die prozentuale Futtermenge immer weiter zurück bis auf etwa 2-3% vom Körpergewicht.

      Das ist natürlich nur eine grobe Erläuterung, worauf du achten solltest. Hilft aber vielleicht schon ein bisschen weiter …

      Liebe Grüße
      Anke

  2. Sieht das lecker aus. Bin gespannt wie das Veggie-Rezept bei unseren
    Hunden ankommt. Danke für alle die Mühe, Anke!
    Liebe Grüße Ines

  3. Kannst du mir bitte sagen, ob es sich bei den Mengenangaben (besonders Reis -und bei anderen Rezepten auch Fleisch) jeweils um das Rohgewicht oder um das Gewicht nach dem Kochen handelt? Ich koche Reis für meine Hündin immer mit der vier-bis fünffachen Menge Wasser, da sie in der Regel wenig trinkt. Wenn ich jedoch das Kochwasser in das Gewicht mit einbeziehe, stimmt das Mengenverhältnis zwischen tierischem Eiweiß und Kohlenhydraten möglicherweise nicht mehr. Der Reis ist aufgrund des Wassers ja dann schwerer.
    Liebe Grüße, Susanne

    • Hallo liebe Susanne,

      die genannten Mengen sind immer die Mengen, die gefüttert werden, also in gekochtem Zustand. Da die Nahrungsmittel sich unterschiedlich verändern ist das anders kaum darstellbar. Fleisch z.B. verliert, je nach Qualität mehr oder weniger Substanz (Wasser), andere Nahrungsmittel, wie z.B. der genannte Reis nehmen Wasser auf beim Kochen und werden so schwerer. Ich hab das erst Gestern getestet, aus 250g Trockenreis wurden etwas mehr als 700g Reis gekocht. Ganz schön viel 😀

      Ich werde auch noch einen kleinen Rezept-Leitfaden erstellen, der wichtige Infos zu den Rezepten und auch weiteren Ergänzungen enthält. Bin aber noch nciht dazu gekommen.

      Liebe Grüße
      Anke

  4. Das liest sich ja auch wieder superlecker. Werde ich bestimmt mal versuchen. Auf Rührei, Joghurt und Quark fährt er ja voll ab und das Gemüse bekommen wir auch irgendwie drunterrunter 🙂

    • Hallo liebe Angela,

      ich hoffe natürlich, dass Rocco meine Kreationen schmecken 😀 Du kannst ja mal berichten … und gekochtes Gemüse finden viele Hunde ja leckerer als rohes.

      Liebe Grüße
      Anke

  5. Leider verträgt mein Hund keine Milchprodukte. Das liegt nicht an der Lactose, sondern ich denke an dem Kuhmilcheiweiß. Ich habe nämlich mal lactosefreie Milchprodukte gekauft und da hat er auch Blähungen und Durchfall bekommen

    • Hallo liebe Andrea,

      dann probier doch mal Milchprodukte z.B. von der Ziege … vielleicht gehen die ja, bekommt man mittlerweile auch schon in vielen Geschäften. Außerdem wäre es bestimmt gut, den Darm mal ein bischen zu „pimpen“ mit Probiotika usw. 😀

      Liebe Grüße
      Anke

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