Aktuell

Putenbrust, Fenchel-Möhren-Petersilienwurzel-Gemüse und Hirseflocken

Infos zu den Zutaten:

Fenchel ist ein tolles und sehr gesundes Gemüse, eignet sich übrigens hervorragend zur Schonkost bei Erkrankungen, zusammen mit den Möhren. Fenchel, Bio-Möhren und Wurzelpetersilie habe ich in unserem Edeka bekommen. Fenchel hat zwar keine Saison aktuell (erst im Hochsommer), ich kaufe ihn aber trotzdem ab und an, einfach weil ich ihn so toll finde.

Unser Edeka hat mittlerweile so ein kleines „Ökoregal“, wo es viele Bio-Artikel, Gluten-freie Getreide, usw. gibt, da finde ich auch regelmäßig die Hirseflocken. Hirseflocken sind bei mir ein fester Bestandteil der Hundeernährung. Ich habe sie immer da, weil sie nicht gekocht werden müssen und sich eignen für eine flotte und unkomplizierte Mahlzeit.

Das Putenfleisch kommt aus dem Barf-Karnivor-Shop, wo ich ab und an bestelle und wo es Fleisch aus artgerechter Tierhaltung gibt.

Kokosöl* bestelle ich regelmäßig im großen 500g Glas im Internet. Bekommt man zwar mittlerweile auch fast überall, mir ist das aber in den Geschäften meist zu teuer. Natürlich nur in Bio-Qualität, da das billige Kokosöl, was man z.B. häufig auch in Asiashops bekommt, nicht über die positiven Eigenschaften verfügt. Ich nutze Kokosöl sowohl zur innerlichen als auch äußerlichen Anwendung. HIER kannst du nachlesen, warum Kokosöl fester Bestandteil der Zeckenprophylaxe sein sollte.

Tipp1: Öle sollten fester Bestandteil der Hundeernährung sein, sie liefern vor allem essentielle Fettsäuren. Ich achte auf gute Qualität und kaufe Leinöl, Hanföl oder auch erwähntes Kokosöl nur in Bio-Qualität. Lachsöl hat zwar ein gutes Fettsäurenverhältnis und ist reich an den guten Omega-3-Fettsäuren, ist aber auch häufig stark mit Schadstoffen belastet, daher sollte es nur in Maßen gefüttert werden. Je nach Größe und Gewicht des Hundes fütter man 1TL – 1 EL pro Tag.

Tipp2: Kurkuma ist ein Gewürz, das in Indien häufig verwendet wird. Es ist auch bekannt unter dem Namen gelber Ingwer und verfügt über eine Reihe sehr guter Eigenschaften. Die Kurkumapaste (auf dem Bild unten das Glas mit der Aufschrift „Glück“, in dem Glas war vorher Marmelade, die ich alleine wegen dem „Glücks-Glas“ einfach kaufen musste) lässt sich sehr einfach herstellen und kann auch in der Hundeernährung gut eingesetzt werden. HIER kannst du nachlesen, wie die Paste hergestellt wird und wie sie angewendet werden kann.

Tipp3: Wenn du mit deinem Hund ein paar Tage wegfahren möchtest, eignen sich neben Tupperdosen auch solche Einmachgläser (siehe Bild unten) hervorragend, um vorgekochtes und schon portioniertes Futter mitzunehmen. Auch wenn es nicht eingekocht wurde, hält sich das Futter 2-3 Tage, wenn es gekühlt gelagert wird.

Rezept drucken
Putenbrust, Fenchel-Möhren-Petersilienwurzel-Gemüse und Hirseflocken
Zusammenstellung: ca. 50% Fleisch, ca. 30% Gemüse, ca. 20% Kohlenhydrate
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
kg Körpergewicht
Zutaten
Mögliche Aufteilung
Gesamt-Futtermenge
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
kg Körpergewicht
Zutaten
Mögliche Aufteilung
Gesamt-Futtermenge
Anleitungen
Für die (teilweise) Rohfütterung
  1. Die Hirseflocken in etwas Wasser einweichen, ca. 20 Minuten stehen lassen. Gemüse putzen, in Stücke schneiden, in den Mixer geben und klein raspeln, bzw. pürieren. Alle Zutaten vermischen und auf die gewünschten Mahlzeiten aufteilen. Öl und Kurkuma-Paste erst kurz vor der Fütterung zugeben.
Kochen im Thermomix:
  1. Die Hirseflocken in etwas Wasser einweichen, ca. 20 Minuten stehen lassen. Gemüse putzen, in Stücke schneiden, alles in den Mixtopf geben und auf Stufe 5 etwa 10 Sekunden klein raspeln. Geraspelten Gemüse-Mix aus dem Mixtopf in den Gareinsatz geben. 500g Wasser in den Mixtopf füllen, Gareinsatz mit dem Gemüse einhängen. Mixtopfdeckel ohne Messbecher aufsetzen. Putenfleisch in den Varoma geben, Varoma auf Mixtopfdeckel aufsetzen, mit Varoma-Deckel verschließen, 15 Min./Varoma/Stufe1 garen. Wie bei der Rohfütterung die Zutaten mischen und auf die Mahlzeiten aufteilen. Öl und Kurkuma-Paste kurz vor der Fütterung zugeben.
Rezept Hinweise

Kosten für Hund 10kg:

Putenfleisch - ca. 0,70€

Hirseflocken - ca. 0,20€

Biomöhren - ca. 0,05€

Fenchel - ca. 0,10€

Petersilienwurzel - ca. 0,05€

Kokosöl - ca. 0,05€

= Gesamtkosten der Tagesration  1,15€

Dieses Rezept ist Bestandteil der Frischfutter-Challenge.

Mögliche Fragen zu den Rezepten

Sind die Mahlzeiten ausgewogen? Der Gedanke, dass in einer Mahlzeit alle Nährstoffe enthalten sein müssen, kommt aus der Futtermittelindustrie und ist mit natürlichen Nahrungsmitteln nicht umsetzbar. Eine ausgewogene Ernährung stellt sich über einen längeren Zeitraum und durch eine abwechslungsreiche Fütterung ein. Damit manche Nährstoffe ausreichend zur Verfügung gestellt werden können, ist es nötig, einige Ergänzungen zu füttern. Die in den Rezepten aufgeführten Ergänzungen sind nur Vorschläge und können entsprechend variiert werden. Mehr Infos zu den einzelnen Nährstoffen kannst du HIER nachlesen. Besonders beachtet werden sollte immer die Versorgung mit Calcium, Vit. D, essentiellen Fettsäuren und die Jodversorgung. Calcium deckt man z.B. mit Eierschalenpulver, Austernschalenpulver, Knochen oder Knochenmehl ab, als Vit. D. - Quelle eignet sich Dorschlebertran, Jod ist in Seealgen enthalten und die essentiellen Fettsäuren sind u. a. in Fisch- und Pflanzenölen enthalten.
Sind die angegebenen Mengen der Nahrungsmittel roh oder gekocht gemeint? Die Nahrungsmittel verändern sich durch Verarbeitungsprozeße unterschiedlich. Fleisch verliert z.B. je nach Qualität mehr oder weniger Wasser. Die angegebenen Mengen sind immer die Mengen, die gefüttert werden. Wenn man Fleisch kochen möchte, muss vorab eine größere Menge veranschlagt werden. Bei Reis ist es anders herum, dieser nimmt Wasser auf und wird schwerer. Am Anfang muss man da ein bisschen rumprobieren und natürlich lieber einmal eine größere Menge zubereiten (Reste kann man ja aufbewahren) als zu wenig. Im Laufe der Zeit stellen sich aber Erfahrungswerte ein und man weiß in etwa, wie viel man zubereiten muss, um die entsprechenden Mengen zu bekommen.
Passen die berechneten Mengen für alle Hunde? Nein, auch hier muss man individuell entscheiden, ob die berechneten Mengen auf den eigenen Hund passen. Jeder lebt ja anders, die Aktivitätsgrade sind unterschiedlich und auch jeder Stoffwechsel ist anders. Faktoren wie z.B. Kastration spielen eine Rolle. Stellt man die Ernährung um, sollte man in der ersten Zeit immer das Gewicht im Auge behalten und bei ungewollten Abweichungen die Mengen entsprechend anpassen. Bei Hunden in besonderen Lebensstadien, wie z.B. Welpen, alte oder auch kranke Hunde, sollte ebenfalls sehr individuell über Menge und Zusammensetzung entschieden werden.
Warum sind die Mahlzeiten im Verhältnis 50%tierische Komponenten zu 50% pflanzliche Komponenten zusammengestellt? Diese Zusammensetzung deckt den Bedarf an Proteinen gut ab, ohne dass der Fleischanteil zu hoch ist. Warum ich zu einem niedrigeren Fleischanteil tendiere, kannst du HIER in den Grundsätzen vom Clean Feeding nachlesen.

Hat dir der Artikel gefallen? Dann teile ihn mit deinen Freunden:Print this pageShare on Google+Share on FacebookEmail this to someonePin on PinterestTweet about this on Twitter
Über Anke (148 Artikel)
Hallo, ich bin Anke, zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe hier über die Ernährung, aber auch weitere spannende Themen rund um Hunde. Auf www.anke-jobi.de biete ich individuelle Ernährungsberatung für Hunde an.

2 Kommentare zu Putenbrust, Fenchel-Möhren-Petersilienwurzel-Gemüse und Hirseflocken

  1. Hallo Anke, dein Futter ist toll und ausgewogen. Dennoch habe ich eine Frage, fütterst du den keine Knochen und Innereien?
    Lg Simone

    • Hallo liebe Simone,

      wie ich schon in den möglichen Fragen zu den Rezepten unter den Rezepten erläutert habe, sind diese Rezepte nicht als eine komplett ausgewogene Mahlzeit zu betrachten. Jeder Hundehalter muss für sich natürlich entscheiden, wie er mit ein paar wichtigen Punkten, wie z.B. der Calciumversorgung umgeht. Auch Innereien sind ein Thema, das sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Ich persönlich füttere wenige Innereien, weil sie bei meiner Hündin Lucy immer zu sehr weichem Kot führen (ein Problem, das viele Hunde haben). Die Calciumversorgung handhabe ich unterschiedlich, mal mit Ergänzungen, auch mal mit Knochen (in letzter Zeit aber weniger, weil unser kleiner alter Herr die nicht mehr so gut verträgt – auch das kommt häufiger vor, dass Hunde im Alter manches nicht mehr so gut ab können).

      Die Rezepte sind also quasi eine Basis, die jeder einsetzen kann, und der man die individuellen Ergänzungen zufügen kann (sollte 😀 ).

      Liebe Grüße
      Anke

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*