Grüne Pferdepfanne

Infos zu den Zutaten:

Grünes Gemüse zählt zu den gesündesten Nahrungsmitteln, auch für Hunde. Es enthält eine besonders große Menge an Nährstoffen, Ballaststoffen, Mineralstoffen und Antioxidantien. Deshalb gibt es heute mal nur grünes Gemüse. Pferdefleisch ist ebenfalls ein recht gesundes Nahrungsmittel, weil es hier bei uns ja quasi keine Industrie dafür gibt, wie für Rind oder Schwein. Pferdefleisch wird bei uns eher weniger verzehrt, weil die Deutschen da häufig eine Hemmschwelle haben.

Das Gemüse habe ich komplett aus dem Edeka mitgebracht, ebenso die Haferflocken sowie auch das Meersalz. Das Pferdefleisch habe ich aus dem Barf-Karnivor Shop, wo ich ab und an bestelle. Dort habe ich auch den Ölmix gekauft, der aus Fischöl, Leinsamenöl, Borretschöl und natürlichem Vitamin E besteht.

Das heutige Rezept habe ich mal nicht im Thermomix zubereitet, sondern ich habe die Zutaten in der Pfanne bei nicht zu hoher Temperatur geschmort. Da es kein Kochwasser gab, wurde auch nichts weggeschüttet. Mineralstoffe werden durch die Erhitzung zwar nicht zerstört, beim Kochen in Wasser jedoch aus dem Nahrugnsmittel herausgelöst. Sie schwimmen dann im Kochwasser und wenn man dieses wegschüttet, schüttet man auch viele wertvolle Nährstoffe weg. Deshalb ist das Schmoren in einer Pfanne bei nicht allzu hoher Temperatur ebenfalls eine gut Variante der schonenden Erhitzung.

Tipp: Brauchen Hunde Salz? Salz hat mittlerweile einen recht schlechten Ruf und in der Hundeernährung allgemein werden Gewürze kritisch gesehen, was aber eigentlich Quatsch ist. Gewürze haben ja nicht nur den Nutzen, dass sie ein Gericht geschmacklich verändern. Gewürze – die meist aus Kräutern gemacht werden – haben viele verschiedene Wirkweisen und können über die Ernährung z. B. auch regulierende oder heilende Wirkung haben. Salz ist zwar kein Kraut, enthält jedoch einen – auch für Hunde – wichtigen Nährstoff, nämlich Natrium. Viele Hunde, die gebarft werden, erhalten Blut in ihren Rationen, was ebenfalls Natrium liefert, um diesen Nährstoff abzudecken. Bekommt ein Hund häufig Essensreste vom menschlichen Kochtopf, ist er meist auch mit Natrium gut versorgt, da diese Reste i. d. R. auch Salz enthalten. Ernähren sich die Menschen jedoch sehr salzarm, sollte der Hund (vorausgesetzt, er erhält keine Mineralstoffergänzung) ab und an ruhig eine Prise Salz zum Futter bekommen. Dabei ist unraffiniertes, natürliches Salz wie Meer- oder Steinsalz natürlich vorzuziehen. Ich füttere immer mal wieder gerne die Ergänzung Barfers Naturals*, in dieser ist auch Salz enthalten.

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Grüne Pferdepfanne
Zusammenstellung: ca. 50% Fleisch, ca. 30% Gemüse, ca. 20% Kohlenhydrate
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 8 Minuten
Portionen
kg Körpergewicht
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 8 Minuten
Portionen
kg Körpergewicht
Anleitungen
Für die (teilweise) Rohfütterung
  1. Die Haferflocken in etwas Wasser einweichen, Gemüse putzen, in Stücke schneiden, in den Mixer geben und klein raspeln, bzw. pürieren. Alle Zutaten vermischen und auf die gewünschten Mahlzeiten aufteilen. Öl und Prise Salz erst kurz vor der Fütterung zugeben.
Die gekochte Variante
  1. Die Haferflocken in etwas Wasser einweichen, Gemüse putzen, in Stücke schneiden, alles in den Thermomix-Mixtopf (oder anderen Mixer) geben und auf Stufe 5 etwa 10 Sekunden klein raspeln. Das gewürfelte Fleisch in etwas Öl in der Pfanne bei nicht allzu hoher Temperatur ca. 5 Minuten schmoren, dann Gemüsemix zugeben und etwa 2 weitere Minuten unter rühren mitschmoren. Wie bei der Rohfütterung die Zutaten mischen und auf die Mahlzeiten aufteilen. Öl und Prise Salz kurz vor der Fütterung zugeben.
Rezept Hinweise

Kosten für Hund 10kg:

Pferdefleisch - ca. 0,70€

Haferflocken - ca. 0,05€

Zucchini - ca. 0,10€

Rübstiel - ca. 0,10€

Petersilie - ca. 0,05€

Gartenkresse - ca. 0,10€

Öl - ca.0,30€

= Gesamtkosten der Tagesration  1,40€


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Mögliche Fragen zu den Rezepten

Sind die Mahlzeiten ausgewogen? Der Gedanke, dass in einer Mahlzeit alle Nährstoffe enthalten sein müssen, kommt aus der Futtermittelindustrie und ist mit natürlichen Nahrungsmitteln nicht umsetzbar. Eine ausgewogene Ernährung stellt sich über einen längeren Zeitraum und durch eine abwechslungsreiche Fütterung ein. Damit manche Nährstoffe ausreichend zur Verfügung gestellt werden können, ist es nötig, einige Ergänzungen zu füttern. Die in den Rezepten aufgeführten Ergänzungen sind nur Vorschläge und können entsprechend variiert werden. Mehr Infos zu den einzelnen Nährstoffen kannst du HIER nachlesen. Besonders beachtet werden sollte immer die Versorgung mit Calcium, Vit. D, essentiellen Fettsäuren und die Jodversorgung. Calcium deckt man z.B. mit Eierschalenpulver, Austernschalenpulver, Knochen oder Knochenmehl ab, als Vit. D. - Quelle eignet sich Dorschlebertran, Jod ist in Seealgen enthalten und die essentiellen Fettsäuren sind u. a. in Fisch- und Pflanzenölen enthalten.
Sind die angegebenen Mengen der Nahrungsmittel roh oder gekocht gemeint? Die Nahrungsmittel verändern sich durch Verarbeitungsprozeße unterschiedlich. Fleisch verliert z.B. je nach Qualität mehr oder weniger Wasser. Die angegebenen Mengen sind immer die Mengen, die gefüttert werden. Wenn man Fleisch kochen möchte, muss vorab eine größere Menge veranschlagt werden. Bei Reis ist es anders herum, dieser nimmt Wasser auf und wird schwerer. Am Anfang muss man da ein bisschen rumprobieren und natürlich lieber einmal eine größere Menge zubereiten (Reste kann man ja aufbewahren) als zu wenig. Im Laufe der Zeit stellen sich aber Erfahrungswerte ein und man weiß in etwa, wie viel man zubereiten muss, um die entsprechenden Mengen zu bekommen.
Passen die berechneten Mengen für alle Hunde? Nein, auch hier muss man individuell entscheiden, ob die berechneten Mengen auf den eigenen Hund passen. Jeder lebt ja anders, die Aktivitätsgrade sind unterschiedlich und auch jeder Stoffwechsel ist anders. Faktoren wie z.B. Kastration spielen eine Rolle. Stellt man die Ernährung um, sollte man in der ersten Zeit immer das Gewicht im Auge behalten und bei ungewollten Abweichungen die Mengen entsprechend anpassen. Bei Hunden in besonderen Lebensstadien, wie z.B. Welpen, alte oder auch kranke Hunde, sollte ebenfalls sehr individuell über Menge und Zusammensetzung entschieden werden.
Warum sind die Mahlzeiten im Verhältnis 50%tierische Komponenten zu 50% pflanzliche Komponenten zusammengestellt? Diese Zusammensetzung deckt den Bedarf an Proteinen gut ab, ohne dass der Fleischanteil zu hoch ist. Warum ich zu einem niedrigeren Fleischanteil tendiere, kannst du HIER in den Grundsätzen vom Clean Feeding nachlesen.

Hinweis zu den Texten

Hinweis
Über Anke 124 Artikel
Hallo, ich bin Anke, zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe und berate hier vor allem rund um das Thema Ernährung von Hunden. Auf www.anke-jobi.de biete ich außerdem Online-Kurse für Hundehalter zur Hundeernährung an.

2 Kommentare

  1. Ich hatte auch immer eine falsche Einstellung gegenüber Salz. Super das du das nochmal angesprochen hast. Ich habe das Rezept mit ein wenig Balsamico erweitert. Kannst es auch nächstes mal probieren Anke. Finde diesen Blog wirklich klasse. Hoffe du machst so weiter.

    Liebe Grüße
    Sabrina

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