Frischer Getreidebrei

Infos zum Getreidebrei:

Getreide in seiner gesündesten Form, nämlich als volles Korn, enthält viele gute Nährstoffe. Neben den Kohlenhydraten und Ballaststoffen sind das essentielle Fettsäuren, Proteine, Mineralstoffe wie z. B. Magnesium, Zink, Eisen und auch Vitamine wie z.B. Vitamin B1, B6 oder auch Folsäure. Entgegen der heute weit verbreiteten Meinung können auch Hunde von Getreide im Futternapf profitieren. Wichtig ist, auf vollwertiges Getreide zurückzugreifen. Damit die meisten Nährstoffe noch enthalten sind, nutzt man am besten Getreidekörner. Mit einer Getreidemühle oder z. B. auch einer Kaffemühle (wie ich eine habe, siehe Bild) kann man das Getreide unmittelbar vor der Zubereitung selber schroten.

Phytinsäure neutralisieren: Vielleicht hast du schon davon gehört, dass im Getreide Phytinsäure enthalten ist, ein sekundärer Pflanzenstoff, der Mineralstoffe binden kann. Das in den Randschichten des Getreidekorns enthaltene Enzym Phytase kann die Phytinsäure zumindest teilweise außer Gefecht setzen. Durch Wasser kann das Enzym aktiviert werden, deshalb sollte das geschrotete Getreide mehrere Stunden in Wasser eingeweicht werden. Am besten schrotest du das Getreide abends und lässt es dann in Wasser eingeweicht über Nacht bei Zimmertemperatur abgedeckt stehen.

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Frischer Getreidebrei
Vorbereitung 5 Minuten
Portionen
g
Zutaten
Vorbereitung 5 Minuten
Portionen
g
Zutaten
Anleitungen
  1. Die Getreidekörner in der Mühle schroten.
  2. In einer Schüssel mit etwas Wasser verrühren, so dass ein fester Brei entsteht.
  3. 5-12 Stunden (über Nacht) bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Rezept Hinweise

Als Getreide eignen sich z.B. Weizen, Roggen, Gerste oder natürlich auch Hafer. Hafer musst du nicht über mehrere Stunden einweichen, dieser kann sofort gefüttert werden.

Den Getreidebrei kannst du als KH- Quelle in die Mahlzeiten deines Hundes integrieren, z. B. anstelle von Kartoffeln. Das könnte z.B. so aussehen:

  • 45% Fleisch
  • 5% Hüttenkäse
  • 25% Geraspeltes Gemüse
  • 25% Getreidebrei

Bei Hunden, die nicht daran gewöhnt sind, Vollkorngetreide zu fressen, sollte man mit kleinen Mengen anfangen, damit der Verdauungstrakt sich daran gewöhnen kann.

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Mögliche Fragen zu den Rezepten

Sind die Mahlzeiten ausgewogen? Der Gedanke, dass in einer Mahlzeit alle Nährstoffe enthalten sein müssen, kommt aus der Futtermittelindustrie und ist mit natürlichen Nahrungsmitteln nicht umsetzbar. Eine ausgewogene Ernährung stellt sich über einen längeren Zeitraum und durch eine abwechslungsreiche Fütterung ein. Damit manche Nährstoffe ausreichend zur Verfügung gestellt werden können, ist es nötig, einige Ergänzungen zu füttern. Die in den Rezepten aufgeführten Ergänzungen sind nur Vorschläge und können entsprechend variiert werden. Mehr Infos zu den einzelnen Nährstoffen kannst du HIER nachlesen. Besonders beachtet werden sollte immer die Versorgung mit Calcium, Vit. D, essentiellen Fettsäuren und die Jodversorgung. Calcium deckt man z.B. mit Eierschalenpulver, Austernschalenpulver, Knochen oder Knochenmehl ab, als Vit. D. - Quelle eignet sich Dorschlebertran, Jod ist in Seealgen enthalten und die essentiellen Fettsäuren sind u. a. in Fisch- und Pflanzenölen enthalten.
Sind die angegebenen Mengen der Nahrungsmittel roh oder gekocht gemeint? Die Nahrungsmittel verändern sich durch Verarbeitungsprozeße unterschiedlich. Fleisch verliert z.B. je nach Qualität mehr oder weniger Wasser. Die angegebenen Mengen sind immer die Mengen, die gefüttert werden. Wenn man Fleisch kochen möchte, muss vorab eine größere Menge veranschlagt werden. Bei Reis ist es anders herum, dieser nimmt Wasser auf und wird schwerer. Am Anfang muss man da ein bisschen rumprobieren und natürlich lieber einmal eine größere Menge zubereiten (Reste kann man ja aufbewahren) als zu wenig. Im Laufe der Zeit stellen sich aber Erfahrungswerte ein und man weiß in etwa, wie viel man zubereiten muss, um die entsprechenden Mengen zu bekommen.
Passen die berechneten Mengen für alle Hunde? Nein, auch hier muss man individuell entscheiden, ob die berechneten Mengen auf den eigenen Hund passen. Jeder lebt ja anders, die Aktivitätsgrade sind unterschiedlich und auch jeder Stoffwechsel ist anders. Faktoren wie z.B. Kastration spielen eine Rolle. Stellt man die Ernährung um, sollte man in der ersten Zeit immer das Gewicht im Auge behalten und bei ungewollten Abweichungen die Mengen entsprechend anpassen. Bei Hunden in besonderen Lebensstadien, wie z.B. Welpen, alte oder auch kranke Hunde, sollte ebenfalls sehr individuell über Menge und Zusammensetzung entschieden werden.
Warum sind die Mahlzeiten im Verhältnis 50%tierische Komponenten zu 50% pflanzliche Komponenten zusammengestellt? Diese Zusammensetzung deckt den Bedarf an Proteinen gut ab, ohne dass der Fleischanteil zu hoch ist. Warum ich zu einem niedrigeren Fleischanteil tendiere, kannst du HIER in den Grundsätzen vom Clean Feeding nachlesen.

Hinweis zu den Texten

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4 Kommentare

  1. Ich kann nur sagen, bei uns ist Getreide und auch Getreidebrei sehr beliebt. Denn Gerste, Dinkel, Weizen und Hafer werden bei uns auch einfach nur gekocht zum Futter gemischt. Je nach Getreideart dauert das Kochen mal länger mal kürzer – aber wir essen es gerne so und die Hunde auch :)
    Getreidebrei gibt es bei uns übringes öfter im Herbst / Winter zum Frühstück für die Hunde leicht warm.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    • Hallo liebe Isabella,

      ja, bei uns ist auch gekochter Getreidebrei ebenfalls sehr beliebt, sowohl bei den Menschen als auch den Hunden. Mit dem Thermomix kann ich den Brei vom Mahlen bis zum Kochvorgang auch leicht quasi in einem Arbeitsgang herstellen. Lecker :-D

      Liebe Grüße
      Anke

  2. Liebe Anke,
    Deine Seite ist super,ich barfe seit 14 Jahren und lerne immer gerne neues dazu aber ich habe gelernt Getreide und Fleisch getrennt zu füttern da es verschiedene Verdauungsvorgänge sind.Was sagst Du dazu?
    Liebe Grüße
    Susanne

    • Hallo Susanne,

      bei dieser Empfehlung geht es um die verschiedenen Verdauungszeiten. Fleisch hat eine andere Verdauungzeit als Getreide, aber auch als Gemüse oder Obst. Auch die Zubereitungsarten spielen eine Rolle. Trotzdem ist das kein Problem, sonst dürftest du auch z. B. keine Spaghetti Bolognese mehr essen 😉

      Liebe Grüße
      Anke

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