Alles-muss-weg-Menü


Heute bleibt die Hundeküche kalt!! Wenn sich die Reste im Kühlschrank sammeln, muss man einfach mal gucken, wie man daraus ein leckeres und gesundes Hundemenü zaubern kann.

Tipp: um solche spontanen Resteverwertungen gut umsetzen zu könne, habe ich immer Sachen da, mit denen man solche Reste aufwerten kann. Ich stelle mir jede Hundemahlzeit als eine Art Baukasten vor, der aus 3 Teilen zusammengesetzt wird. Das sind die Bestandteile, die Proteine liefern, Kohlenhydrate und Gemüse und Obst. Alle meine Rezepte setzen sich zusammen aus ca. 50% Bestandteile für Proteine, ca. 30% Gemüse und Obst, ca. 20% Kohlenhydrate. Bei den Restemahlzeiten schaue ich dann, wie weit ich in den einzelnen Bereichen komme. Das was fehlt, fülle ich mit den erwähnten Vorräten auf, die ich extra zu diesem Zweck fast immer da hab. Für die Proteine sind das Milchprodukte, für Gemüse/Obst sind das Babygläschen, für Kohlenhydrate sind das Hafer- oder Hirseflocken.

Als Reste von Gestern waren noch die Rote Beete/Apfel-Mischung, ein paar Nudeln und ein paar Rinderherzbrocken übrig, außerdem noch etwas SBK-Topping. Vom Menschen-Abendbrot waren noch ein paar Pellkartoffeln da. Buttermilch zählt zu den Vorräten, die ich meist da habe, die Rinderherzbrocken waren natürlich eindeutig zuwenig.

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"Alles-muss-weg-Menü"
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 0 Minuten
Portionen
kg Körpergewicht
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 0 Minuten
Portionen
kg Körpergewicht
Anleitungen
  1. Alle Zutaten im warmen Waserbad auf Zimmertemperatur bringen oder z.B. mit dem Thermomix im Dampfbad aufwärmen. Entsprechend auf die Anzahl Mahlzeiten aufteilen und kurz vor der Fütterung Topping aus Sonnenblumenkernen und Öl zugeben.
Rezept Hinweise

Kosten für Hund 10kg:

Rinderherz - ca. 0,25€

Buttermilch - ca. 0,15€

Rote Beete - ca. 0,05€

Apfel - ca. 0,05€

Dinkelnudeln - ca. 0,10€

Pellkartoffeln - ca. 0,05€

Sonnenblumenkerne - ca. 0,05€

Leinöl - ca. 0,05€

= Gesamtkosten der Tagesration  0,75€

Dieses Rezept ist Bestandteil der Frischfutter-Challenge.

Mögliche Fragen zu den Rezepten

Sind die Mahlzeiten ausgewogen? Der Gedanke, dass in einer Mahlzeit alle Nährstoffe enthalten sein müssen, kommt aus der Futtermittelindustrie und ist mit natürlichen Nahrungsmitteln nicht umsetzbar. Eine ausgewogene Ernährung stellt sich über einen längeren Zeitraum und durch eine abwechslungsreiche Fütterung ein. Damit manche Nährstoffe ausreichend zur Verfügung gestellt werden können, ist es nötig, einige Ergänzungen zu füttern. Die in den Rezepten aufgeführten Ergänzungen sind nur Vorschläge und können entsprechend variiert werden. Mehr Infos zu den einzelnen Nährstoffen kannst du HIER nachlesen. Besonders beachtet werden sollte immer die Versorgung mit Calcium, Vit. D, essentiellen Fettsäuren und die Jodversorgung. Calcium deckt man z.B. mit Eierschalenpulver, Austernschalenpulver, Knochen oder Knochenmehl ab, als Vit. D. - Quelle eignet sich Dorschlebertran, Jod ist in Seealgen enthalten und die essentiellen Fettsäuren sind u. a. in Fisch- und Pflanzenölen enthalten.
Sind die angegebenen Mengen der Nahrungsmittel roh oder gekocht gemeint? Die Nahrungsmittel verändern sich durch Verarbeitungsprozeße unterschiedlich. Fleisch verliert z.B. je nach Qualität mehr oder weniger Wasser. Die angegebenen Mengen sind immer die Mengen, die gefüttert werden. Wenn man Fleisch kochen möchte, muss vorab eine größere Menge veranschlagt werden. Bei Reis ist es anders herum, dieser nimmt Wasser auf und wird schwerer. Am Anfang muss man da ein bisschen rumprobieren und natürlich lieber einmal eine größere Menge zubereiten (Reste kann man ja aufbewahren) als zu wenig. Im Laufe der Zeit stellen sich aber Erfahrungswerte ein und man weiß in etwa, wie viel man zubereiten muss, um die entsprechenden Mengen zu bekommen.
Passen die berechneten Mengen für alle Hunde? Nein, auch hier muss man individuell entscheiden, ob die berechneten Mengen auf den eigenen Hund passen. Jeder lebt ja anders, die Aktivitätsgrade sind unterschiedlich und auch jeder Stoffwechsel ist anders. Faktoren wie z.B. Kastration spielen eine Rolle. Stellt man die Ernährung um, sollte man in der ersten Zeit immer das Gewicht im Auge behalten und bei ungewollten Abweichungen die Mengen entsprechend anpassen. Bei Hunden in besonderen Lebensstadien, wie z.B. Welpen, alte oder auch kranke Hunde, sollte ebenfalls sehr individuell über Menge und Zusammensetzung entschieden werden.
Warum sind die Mahlzeiten im Verhältnis 50%tierische Komponenten zu 50% pflanzliche Komponenten zusammengestellt? Diese Zusammensetzung deckt den Bedarf an Proteinen gut ab, ohne dass der Fleischanteil zu hoch ist. Warum ich zu einem niedrigeren Fleischanteil tendiere, kannst du HIER in den Grundsätzen vom Clean Feeding nachlesen.

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Über Anke 122 Artikel
Hallo, ich bin Anke, zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe und berate hier vor allem rund um das Thema Ernährung von Hunden. Auf www.anke-jobi.de biete ich außerdem Online-Kurse für Hundehalter zur Hundeernährung an.

2 Kommentare

  1. Guten Morgen Anke,

    Hut ab für die viele Mühe die du dir machst! Freue mich jeden Tag auf das neue Menü:-)
    Mein Border Collie Willi ist 4 Jahre alt und kastriert, bis jetzt hat er nur Trockenfutter bekommen (Platinum und Wolfsblut). Aber seit dem ich deine Seite entdeckt habe bin ich am überlegen, ob ich nicht doch das Futter umstelle?! Der Willi würde sich bestimmt freuen;-) und besser wäre es auf jeden Fall…. ich freue mich ja auch auf ein frisches leckeres Essen!
    Vielen Dank für deine Mühe, weiter so!
    GlG Micha

    • Hallo liebe(r) Micha,

      vielen Dank für dein Lob!! Ich freue mich, dass du durch mich inspiriert und angeregt wirst, die Fütterung von Willi zu überdenken. Bestimmt würde ihm das schmecken 😀

      Liebe Grüße
      Anke

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