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Naturheilkundliche Nachbehandlung bei Operation – Fallbeispiel Leo

Terrier Leo

Leo ist unser Jack Russell Terrier und mittlerweile 9 Jahre alt. Leo ist kein „unbeschriebenes Blatt“ und hat gesundheitlich schon einiges mitmachen müssen. Im Alter von etwa 3 Jahren erkrankte er plötzlich an einer Allergie (zu der Zeit war ich noch relativ unwissend und er bekam die klassischen Varianten Trockenfutter, alle Impfungen, Wurmkuren, Spot-Ons, etc.).

Seine Allergie war mein Startschuss, mich mit der Naturheilkunde zu befassen, denn die Schulmedizin war relativ „hilflos“ und bekam das Problem nicht in den Griff. Ich „belas“ mich selber und durch Futterumstellung, Homöopathie und diverse naturheilkundliche Unterstützungen wurde Leo symptomfrei. Wie eine Allergie naturheilkundlich behandelt werden kann, habe ich HIER beschrieben.

Im Sommer 2014 fiel uns an seinem Hals eines Tages ein kleiner Knubbel auf. Dieser war zunächst nur tastbar, Anfangs vielleicht so groß wie eine Erbse. Mein Mann und ich beschlossen, den Knubbel zunächst einfach zu beobachten. Als wir im Laufe der folgenden Monate feststellten, dass der Knubbel sich relativ schnell vergrößerte, suchten wir natürlich den Tierarzt auf, um die Angelegenheit abklären zu lassen.

Leo war ansonsten putzmunter, fraß gut und hatte keinerlei Probleme. Auch unter diesem Aspekt riet uns auch der Tierarzt nach ein paar Untersuchungen, zunächst weiter abzuwarten, da der Knubbel mit hoher Wahrscheinlichkeit kein bösartiger sei.
Leo mit Knubbel

Ende 2015 zeichnete sich dann ab, der Knubbel muss weg, da er zu groß wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um etwas Bösartiges handelt, war zwar noch immer relativ gering, die Stelle jedoch recht ungünstig, da der Knubbel z.B. auf die Luftröhre drücken könnte. Gemeinsam mit unserer Tierärztin beschlossen wir, der Knubbel kommt weg.

Im März 2016 wurde die mittlerweile mehr als Golfball-große Geschwulst natürlich unter Vollnarkose entfernt. Das entnommene Gewebe wurde begutachtet und der Verdacht, es ist nichts bösartiges, bestätigte sich. Wir konnten aufatmen und unser Patient musste nun „nur“ die Operation inkl. Narkose, Medikamenten und Wundheilung gut überstehen. Ein Fall für die Naturheilkunde 😀

Leo nach OPWas sollte die Nachbehandlung leisten?

  • Wundheilung unterstützen
  • Immunsystem stärken
  • Pathogene Keime abwehren
  • Giftstoffe ausleiten

Direkt im Anschluss an die OP musste ich mich der „Mehrheit“ beugen, welche aus Tierarzt und meinem Mann bestand und Leo bekam für einige Tage ein Antibiotikum. Dies war quasi als Vorsorge gedacht, damit die Wunde nicht von krankmachenden Bakterien heimgesucht wird. Als Naturheilkundlerin kann ich diesem Gedankengang natürlich nicht ganz folgen, zumal ein Antibiotikum ja auch gesunde Bakterien beseitigt und so die Heiltendenz eher verschlechtert.

Diese Sicht der Dinge bestätigte sich dann auch. Nachdem die erste Zeit alles relativ glatt ging, fing Leo nach einiger Zeit an, die Wunde zu bearbeiten. Der Hals ist eine denkbar schlechte Stelle für eine Wundheilung. Zum einen ist er für den Hund bequem mit der Hinterpfote erreichbar, zum anderen halten Verbände nur sehr schlecht.

Leo kratzte sich die Wunde wieder blutig, kein Verband hielt, die Wunde wurde eitrig. Es gab eine erneute Antibiotika-Verordnung. Kurzerhand beschloss ich, jetzt ist Schluss mit Lustig und er bekam das Antibiotikum nicht. Der Verband wurde entfernt und kolloidales Silber sowie ein paar homöopathische Mittel wurden geordert. Außerdem bekam Leo ein Bad mit einer tollen Naturseife, weil ich einmal richtig sauber machen wollte.

Ich bin ein überzeugter Anwender der Homöopathie. Diese wird von vielen „Ungläubigen“ häufig als Humbug hingestellt. Wer aber ein Mal Zeuge der überwältigen Wirkung eines homöopathischen Mittels geworden ist, weiß dass der Humbug eher ist, homöopathische Mittel als unwirksam hinzustellen.

Die Wunde wurde nun äußerlich mehrmals täglich von mir mit kolloidalem Silber behandelt, innerlich gab es drei verschiedene homöopathische Mittel, um die Heiltendenz zu unterstützen. Innerhalb von drei Tagen verschwanden die Anzeichen einer Entzündung, die Wunde fing wieder an abzuheilen und Leo hörte auf, sich zu kratzen (nein, ich habe ihn nicht hypnotisiert, um ihn davon abzuhalten 😀 )

Nachbehandlung nach der Nachbehandlung

Nun waren wir auf einem guten Weg und es galt, die „Spuren“ des Eingriffs zu beseitigen und Leo wieder richtig fit zu machen. Dazu griff ich ein weiteres Mal in die naturheilkundliche „Trickkiste“. Es stand an:

  • Die Darmflora wieder aufbauen, also wieder ein gesundes Verhältnis von pathogenen und nicht-pathogenen Bakterien herstellen
  • Die Leber auf Vordermann bringen und die Rückstände der Medikamente ausschleusen
  • Das Entzündungsgeschehen positiv beeinflussen, damit es zu keiner weiteren Entzündung der Wunde kommt

Diese drei Punkte sind eigentlich die wirklich wichtigen nach jeglichen operativen Eingriffen. Leider werden sie häufig nicht berücksichtigt (welcher Tierarzt „verschreibt“ einem Hund nach einer Antibiotika-Gabe z.B. eine Darmsanierung?).

Leber unterstützen und Schadstoffe abbauen

Leo EntgiftungZum Thema Entgiftung habe ich schon einen ausführlichen Artikel geschrieben. Wer genau wissen möchte, wie man das macht, kann sich HIER in das Thema einlesen. Leo bekam zunächst über einen Zeitraum von 3 Wochen eine tägliche Gabe von Fangocur Bentomed* ins Futter. Fangocur ist eine Art Heilerde, welche in der Lage ist, Schadstoffe zu binden. Als Unterstützung für die Leber gab es außerdem eine Kräuterkur mit dem entgiftenden Detox von Hirtengold.

Leider fiel diese Entgiftung nun genau in den Frühling, den Beginn der Zeckenzeit also. Hunde, die entgiften, wirken auf Zecken wesentlich anziehender. Wieso das so ist, habe ich in meinem Artikel zur Zeckenabwehr genauer beschrieben. Das war natürlich ein bisschen blöd, hätte mich aber trotzdem nicht verleiten können, zum herkömmlichen Zeckenmittel zu greifen. Mein Mann, der bei uns der „Zeckensammler“ ist, musste halt einfach etwas mehr sammeln 😀 (hielt sich aber trotzdem im Rahmen, wahrscheinlich auch bedingt durch die Witterung).

Darmsanierung

Die Darmsanierung ist ein sehr wichtiges, häufig vernachlässigtes Thema. Was es genau damit auf sich hat, kann HIER nachgelesen werden. Mittel, die den Aufbau einer guten Darmflora unterstützen, finden sich übrigens häufig auch in Fertigfutter. Grundsätzlich ist das natürlich nichts Schlechtes. Allerdings muss man in diesem Fall davon ausgehen, dass diese Mittel im Fertigfutter häufig eingesetzt werden, um negativen Wirkungen auf den Darm durch billige und schlechte Komponenten im Futter so entgegen zu wirken. Ein Schelm, wer böses dabei denkt 😉 …

Mittel zur Darmsanierung gibt es viele. Es lohnt sich aber durchaus, immer einen Blick in die Zutatenliste zu werfen, da sich dort manchmal durchaus merkwürdige Komponenten finden lassen. Auch das Preis-Leistungsvehältnis spielt natürlich eine Rolle.

Ich habe mich für *Lintbells YUMPRO BioActiv entschieden, welches meiner Meinung nach eine gute Zusammenstellung hat. Es enthält neben den guten Darmbakterien sowohl Frucht-Oligosaccharide (FOS) als auch Mannan-Oligosaccharide (MOS), welche die Ansiedlung der guten Bakterien im Darm erleichtern.

Darmsanierung

Auch das Preisleistungsverhältnis ist gut. Auf den ersten Blick wirkt es zwar etwas teuer, wenn man aber nachrechnet, stellt man fest, dass dieser Eindruck täuscht. Mit einer Packung, welche 300 Kautabletten enthält, kommt man ziemlich lange hin. Ein Hund mit einem Gewicht von 20kg erhält am Tag 2 Kautabletten. Das heißt, die Packung reicht für 150 Tage, also 5 Monate. Eine Darmsanierung sollte über 4-6 Wochen erfolgen, bei gesundheitlichen Problemen sogar länger.

Auch die Gabe ist relativ einfach, meine Hunde fressen die Kautabletten aus der Hand. Dies ist insofern hilfreich, da die effektivste Anwendung einige Zeit vor der Fütterung ist. Ich gebe meinen Hunden die Kautabletten vor dem Gassi, nach dem Gassi gibt es dann das Futter.

Entzündungshemmende Komponenten

Eine Entzündung ist natürlich nicht immer etwas Schlechtes. Sie ist der Versuch des Organismus, Fremdkörper oder als solches eingestufte Stoffe zu bekämpfen. Bei einer Wundheilung ist das aber natürlich eher nicht erwünscht, genau wie z.B. auch bei allergischen Reaktionen, Daher ist es sinnvoll, Komponenten zu geben, welche eine entzündungshemmende Wirkung haben. Dafür eignen sich z.B. die vielgerühmten Omeg-3-Fettsäuren. Diese lassen sich z.B. über Öle gut in die Fütterung integrieren.

ÖlmischungLeinöl und vor allem Fisch/Lachsöl sind reich an Omega-3-Fettsäuren, während sie eher weniger Omega-6-Fettsäuren enthalten, die wiederum Entzündungen fördern. Wichtig bei der Gabe von solchen ungesättigten Fettsäuren ist die Ergänzung von Vitamin E, da der Bedarf durch diese erhöht wird. Mittlerweile gibt es Ölmischungen, die diese Vorgabe erfüllen. Leo bekam das *Yumega PLUS ins Futter, welches aus Goldleinsamenöl, Lachsöl, Borretschöl und Vitamin E zusammengesetzt ist und sich auch gut bei der Behandlung von Hautproblemen als Unterstützung eignet.

Natürlich habe ich bei Leo verstärkt auf eine gesunde und ausgewogene Fütterung geachtet, um seinen Organismus bestmöglich zu unterstützen. Das versteht sich aber eigentlich von selbst und sollte im besten Fall immer gegeben sein. Aktuell gibt es auch noch mal eine weitere Kräuterkur zur Leberunterstützung. Diesmal habe ich mich für das Leber-Fit von Bergsiegel entschieden, welches ein echt tolles Preis-Leistungsverhältnis hat.

Unser Leo ist nun wieder gesund und munter. Die Gefahr ist allerdings gegeben, dass der Knubbel wiederkommen könnte. Deshalb wird besonders die Stelle am Hals regelmässig einem Check unterzogen.

Ansonsten ist es für mich selbstverständlich, dass meine Hunde so gesund und schadstoffarm wie möglich versorgt werden. Dazu zählt auch, dass ich Impfungen kritisch bewerte, keine prophylaktischen Wurmkuren durchführe und keinerlei chemische Spotons o. ä. verwende. Leo fit und gesund

*Lintbells YUMPRO BioActiv und Yumega PLUS wurden mir von Arden Grange auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt, alle weiteren verwendeten Produkte habe ich ganz normal käuflich erworben.

Hinweis zu den Texten

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Über Anke (164 Artikel)
Hallo, ich bin Anke, zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe hier über die Ernährung, aber auch weitere spannende Themen rund um Hunde. Auf www.anke-jobi.de biete ich individuelle Ernährungsberatung für Hunde an.

2 Kommentare zu Naturheilkundliche Nachbehandlung bei Operation – Fallbeispiel Leo

  1. Ich habe bei Tieren ganz gute Erfahrungen mit kolloidalem Silber gemacht. Wirkt antibiotisch und ist als Spray sehr einfach anzuwenden…

    • Hallo Kerstin,
      hast du den Artikel gelesen? Darin habe ich berichtet, wie ich bei Leo kolloidales Silber angewendet habe. Kolloidales Silber wirkt übrigens nicht einfach nur „antibiotisch“, sondern kann Viren, Bakterien und auch Pilze bekämpfen (auch das hatte ich im Artikel erklärt). Das von dir verlinkte kolloidale Silber ist eins mit 100ppm (Konzentration „parts per million“), für die Anwendung bei Hunden sowohl äußerlich als auch innerlich verwendet man aber meist eine Konzentration von 25ppm.
      Liebe Grüße
      Anke

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