Kyffhäuser Weidefleisch – Interview mit einer Landwirtin

Aktuell steigt wieder die Anzahl der Menschen, die Fleisch direkt beim Erzeuger kaufen, weil sie wissen wollen, wo es herkommt. Das ist ein positiver Trend, denn die kleinen und mittelständigen landwirtschaftlichen Betriebe hatten es in den vergangenen Jahren wegen der Niedrigpreise im Fleischsektor nicht leicht, viele haben sogar aufgegeben. Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren hat aber nunmal seinen Preis.

Ein sehr gutes Beispiel für die artgerechte Haltung von Rindern ist Kyffhäuser Weidefleisch. Am Fuße des Kyffhäusers in Thüringen züchten Geraldine Rödiger und ihr Vater Dirk Rödiger eine Rinderrasse, die bis vor kurzem vom Aussterben bedroht war. Fast ganzjährig auf der Weide, gefüttert mit Gras und im Winter mit regionalem Grundfutter ohne Futtermitteln auf Sojabasis sowie Wachstumsstimulation, dürfen diese selten gewordenen Rinder ein ausgesprochen artgerechtes Leben führen.

Ich habe Geraldine Rödiger ein wenig über ihr Leben als Landwirte, den Hofalltag und die Rinderzucht befragt und ein paar spannende Einblicke erhalten:

Wer seid ihr?

Kyffhäuser Weidefleisch, das sind in erster Linie mein Vater Dirk und ich. Aber da so ein Betrieb nicht nur mit 2 Leuten am Laufen zu halten ist, werden wir tatkräftig durch den Rest der Familie unterstützt! Alle samt sind wir am Fuße des Kyffhäusers in Thüringen zuhause!

Ich selbst habe ökologische Landwirtschaft studiert und im Anschluss noch eine Bankausbildung drangehangen, hab eine Weile in dem Bereich gearbeitet, war in größeren Agrarbetrieben – vorrangig in der Studienzeit – unterwegs und sitze nun seit 2 Jahren hauptberuflich im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft.

Mein Vater ist selbstständig, betreibt ein Bauunternehmen und kann sich so die Zeit für die Landwirtschaft recht flexibel einteilen.

Seit wann betreibt Ihr Landwirtschaft?

Das ist schwierig zu sagen, gewerblich sind wir im zweiten Jahr. Der Gedanke, wirklich gutes Fleisch zu produzieren (zu kaufen bekam man regional immer nur so „naja-geht so“- Waren), schlummerte schon länger, ursprünglich dachten wir mal an eine reine Bullenmast für den Eigenbedarf. Dann schloss sich eine relativ lange Zeit der Recherche zur passenden Rasse an, als der Entschluss stand, fehlte es an genügend Land … so verstrich eine ganze Zeit der Vorbereitung. Vor rund 3 Jahren zogen dann Hubert, Runa, Gertrud und Iris auf 8ha Hanglagen-Grundstück ein. Recht schnell wurde klar, dass die 3 1/2 (Runa war erst wenige Monate alt) der Wiese nie Herr werden, so gab es immer mal wieder Neuzugänge, dann wieder etwas mehr Wiesen, usw. Was soll ich sagen, heute sind wir bei 20 Tieren inkl. Nachzucht und können endlich auch das Fleisch anbieten, dass wir Eingangs so vermisst hatten.

Wie ist es dazu gekommen, dass ihr gerade diese Rinderrasse züchtet?

Wir wollten eine Rasse, die in ihrer Ursprünglichkeit noch Bestand hat! Viele Fleischrinderrassen sind heute züchterrisch stark beeinflusst, das fängt dann mit hohen Ansprüchen an das Futter an und hört bei den eher schwierigen Geburten und der Mütterlichkeit noch lang nicht auf. Unser Augenmerk lag nicht auf einem hocheffizienten Fleischansatz, den hat die Harzkuh auch nicht. Nein, wir wollten eine regionale Rasse, die sich auch im teilweise schwierigen Gelände ernähren und reproduzieren kann, und zwar so wie es sich für Wiederkäuer gehört mit frischem Gras und gutem Heu ohne Getreide und Gärfutter!

Wir wollten Rinder, die normal große Kälber gebären und diese selbst aufziehen, ohne dass man im Stall eine halbe Klinik einrichten muss. Den Kriterien entsprechen sicher noch mehr Rassen, aber mit der Nähe zum Harz war die Harzkuh genau das was wir suchten und ist’s auch heute noch!

Ist die Harzkuh noch immer vom Aussterben bedroht?

Jain – ihre Zucht wird nach wie vor im Herdbuchbereich unterstützt, die Population an zuchtbuchreinen Tieren ist weiterhin gering, aber erholt sich zusehends. Auch unsere Tiere sind nicht alle im Zuchtbuch aufgenommen und zählen somit nicht zur Aufstockung der Population. Im Harz gibt es wieder große Herden und auch die verschiedenen Zuchtschläge von Klein- über Mittel- bis Großrahmig werden in Liebhaberhand wieder gezüchtet. Sagen wir, der Trend ist positiv!

Was ist ein Herdbuch?

Das Herdbuch bei den Rindern ist mit Papieren beim Hund zu vergleichen. Wir haben einige Tiere, die dort auch geführt werden aber eben nicht alle. Normalerweise hat jedes Tier seine Ohrmarken und einen Rinderpass. Daraus lässt sich verfolgen, wo das Tier geboren wurde, wer Züchter und Besitzer ist und wohin das Tier ggf. schon mal verkauft wurde. Und natürlich das Geburtsdatum und aus welcher Mutter es stammt. Das ist immer Pflicht, dort wird später auch das Schlachtdatum vermerkt oder wenn es anderweitig verendet ist. Sofern man es weiß, steht dort auch die Rasse dabei, der Pass geht immer mit dem Tier. Herdbuchtiere werden, ähnlich wie Zuchthunde, auch noch einer Kommission vorgestellt, die dann die rassetypischen Merkmale einschätzt. Bullen werden dazu noch gewogen, da wird die tägliche Zunahme ermittelt, dann gibt es noch Bewertungen über die Nachkommen, etc. Das System ist relativ aufwändig, macht aber für den Erhaltungswunsch der Rasse Sinn. Für uns ist das allerdings weniger wertvoll, da die Tiere für die Fleischerzeugung so nicht wertvoller oder besser sind. Das Land Thüringen fördert Herdbuchtiere aktuell noch, das deckt aber nicht viel mehr als den Aufwand zur Aufnahme in das Register. Ich achte nur darauf, dass beide Eltern meiner Tiere auch schon Harzkühe waren, wenn ich welche zukaufe, ansonsten sind z.B. Fehlfarben für mich gut tolerierbar.

Wie groß ist das Interesse an Produkten von artgerecht gehaltenen Tieren?

Das Interesse ist schon deutlich zu spüren, gerade wenn mal wieder in der Zeitung ein Skandal aufflammt oder man bewusst von Haltungen wie unserer berichtet. Unser Kundenstamm hat sich auch schon gut gefestigt, aber man merkt auch immer wieder, dass viele zwar erst mal „interessiert“ sind, dann aber in letzter Konsequenz doch wieder im Discounter kaufen. Auch der Besuch im Stall ist leider allzu selten!

Wir haben zu dem Großteil unserer Kunden auch ein sehr gutes Verhältnis, die „lauern“ dann schon auf das nächste Fleisch und freuen sich darauf, das macht uns natürlich auch stolz. Aber es gibt auch die Kehrseite, die dann zwar gern das Tier aus artgerechter Haltung möchte, aber kaum über den Discounterpreis Geld ausgeben will. Und dabei geht es ja selten um das sich leisten können – Fleisch ist Luxus, und fern ab von Masse.

Denn für jedes Tier, das wir in unserem Hof zum Lebensmittel Fleisch machen, hat dieses sein Leben gelassen! Diesen Fakt sollte auch der Verbraucher mit ausreichend Empathie betrachten und wertschätzen, dann würde sich die Diskussion über das täglich und ständig verfügbare Fleisch relativieren. Bei vielen ist das Bewusstsein dafür auch schon angekommen, das ist auch für uns als Landwirte ein großer Schritt auf den wir stolz sind.

Habt ihr auch einen Hofladen? Falls nicht, ist einer geplant?

Einen Hofladen haben wir aktuell noch nicht. Wir haben im vergangenen Jahr erst die Stallanlage erweitert, da improvisieren wir beim Laden noch ein bisschen, dafür haben die Rinder jetzt im Winter Offenställe. Geplant ist’s aber in den kommenden Jahren.

Aktuell kann über unseren Onlineshop bestellt und vorbestellt werden. Wir setzten uns dann ganz persönlich mit den Kunden in Verbindung und vereinbaren einen Abholtermin oder liefern die Ware auch aus. Gerade ältere und nicht mehr so mobile Kunden weiter draußen auf den kleinen Dörfern schätzen unseren 50km Lieferdienst. Die Stammkundschaft ruft auch einfach kurz durch und bestellt so – ich bin da ganz flexibel! Wenn Ostersonntag ein Braten fehlt, wissen die Leute schon, dass sie mich anrufen können, das klappt.

Habt ihr auch Kunden, die von weiter her kommen?

Aktuell haben wir so ein Einzugsgebiet bis 100km, das ist schon ganz beträchtlich wie ich finde. Die Masse ist aber im näheren Umkreis. Ein paar „Exoten“ gab es auch schon, unser Fleisch ging schon auf die Insel Usedom und nach Dresden, aber das sind wirklich noch Ausnahmen!

Im Moment grübeln wir noch an einer Versandlösung, aber da gibt es noch keine zufriedenstellende Lösung. Andererseits wäre es mir auch lieb, dass jede Region selbst einen Hof hat, der wie wir produziert – das ist doch für die Versorgung um einiges angenehmer. Aber da legen wir uns mal noch nicht fest und schauen wie es sich entwickelt.

Kann man euch auch besuchen und sich ein Bild von den Tieren und der Haltung machen?

Klar, sehr gerne! Ich bitte die Leute immer, sich vorher kurz zu melden, damit nix schief geht. Denn im Sommer stehen die Rinder auf verschiedenen Weiden in den umliegenden Gemarkungen, das muss man dann auch erst mal finden. Und im Winter sind wir nicht ständig im Stall, aber bisher musste ich noch keinem Besuch absagen. Leider – und das ist wirklich ein Punkt den ich schade finde – scheuen sich viele vor dem Besuch. Gerade die Zweifler, die an allem etwas zu kritisieren haben, kommen dann nicht um sich die Tiere aus der Nähe anzusehen und ihre Fragen zu stellen. Hier hoffe ich, dass sich die Verbraucher in Zukunft mehr aktiv mit dem Thema Lebensmittelerzeugung auseinandersetzen und das Angebot des offenen Hofes nutzen.

Wie sieht euer „Hofalltag“ aus?

Das ist in Sommer und Winter ganz unterschiedlich! Aktuell stehen alle Rinder auf den Weiden, mit dem Austrieb beginnen wir je nach Aufwuchs Ende April. Wenn zuvor alle Weiden kontrolliert und die Tiere dann draußen sind, kontrollieren wir die Weiden und die Tiere einmal täglich, meist gegen Abend und füllen bei Bedarf die Wasserwagen auf. Dazu kommt ab Frühsommer die Heuernte. Geht das Futter auf der Weide zur Neige, werden die Tiere zur nächsten Fläche gefahren. Die Arbeit im Sommer ist nicht ganz so zeitintensiv, aber langweilig wird es wohl nicht. In diesem Jahr warten wir auch noch auf 2 Kälber, deren Mütter spät belegt wurden- da kontrolliert man natürlich noch etwas intensiver.

Im Winter haben wir zwar weniger Strecke und Fläche zu bearbeiten aber die Tage sind trotzdem bunt. Ab Mitte/Ende November beginnen wir damit, die Tiere in die Ställe zu holen. Dann werden die Kälber abgesetzt und der Bulle aus der Herde genommen. Im Winter setzen wir auf eine reine Heufütterung ohne Schnickschnack. Dann fahren wir morgens und abends zum Stall, kontrollieren ob genug Futter vorgelegt ist und dass die Tränken einwandfrei funktionieren. Dazu geht es dann gegen Weihnachten mit den Geburten los. In aller Regel sind unsere Kühe da sehr selbstständig, trotzdem darf man auch die Gefahr, dass etwas schief geht nicht unterschätzen. Zudem verlangt die EU ja bis zum 3. Tag nach der Geburt diese unschönen gelben Marken. Aber auch ohne Arbeit sind wir gern im Stall und genießen die zufrieden kauenden Tiere oder die ein oder andere Streicheleinheit!

Habt ihr noch besondere Pläne für die Zukunft?

Na klar, man darf nie stillstehen. Bald kann man uns mit Rindergulasch aus der Kanone für Fest & Feier buchen. Dann soll der Hofladen kommen. Und ich bin noch mit den Behörden im Gespräch ggf. auf dem Betrieb schlachten zu dürfen. Aktuell bin ich zwar mit unserer Lösung am Schlachthof in der Nähe ganz zufrieden und wir sind jeweils die ersten in der Nacht, aber es geht ja immer noch ein Stück besser. Da die Mühlen der Verwaltung jedoch langsam mahlen, wird hier noch etwas Zeit vergehen.

Denkt ihr, dass die Nutztierhaltung sich aktuell auf einem Weg befindet, der Verbesserung der häufig nicht so guten Haltungsbedingungen bringt?

Das ist ein schwieriges Thema. In den letzten Jahren ist auf dem Gebiet der Tierhaltung schon unheimlich viel passiert, das muss man ja auch sagen. Ich persönlich sehe die Tierhaltung in Deutschland im Mittel auch als positiv an, da wird schon viel für den Bestand getan. Schwarze Schafe gibt es immer, das will ich jetzt auch nicht thematisieren. Aber man muss zudem bedenken, dass viele von der Tierhaltung auch leben müssen, da macht man manchmal einfach auch Abstriche und Kompromisse. Wir als kleiner Nebenerwerbsbetrieb müssen – Gott sei Dank- nicht von den Rindern leben, wir können da auch mal Zugeständnisse machen.

Wer am Markt mithalten will, hat da andere Sorgen. In vielerlei Hinsicht muss sich auch das Konsumverhalten noch ändern. Solange wir Billigprodukte wollen, werden die auch produziert. Und das Argument mit dem Geldbeutel zählt nicht – man muss nur die Menge anpassen, dann relativiert sich das. Natürlich muss man solche Veränderungen wollen, auf beiden Seiten, aber ein Anfang für die positive Entwicklung ist aus meiner Sicht gemacht.

Kann man bei euch auch Reste kaufen für die Hunde? Was sind das für Reste? Und falls ja, wie ist da die Nachfrage?

Ja, wir geben auch die „Reste“ ab. Das sind dann Endstücke, Fleischabschnitte mit viel Fett oder Sehnen. Alles bunt gemischt ohne Knochen. Das Fleisch hat Lebensmittelqualität, ist eben nur nicht gern gesehen. Alle K – Produkte wurden schon im Schlachthof entsorgt und sind nicht Bestandteil des Futterfleisches. Man kann das „Gemisch“ dann entweder unverarbeitet in Beuteln zu ca. 3kg kaufen, oder aufgearbeitet geschnitten mit einem Anteil Fett und Innereien. Hier haben wir eine Hand voll Stammkunden, die das Angebot sehr gern nutzen. Ansonsten ist die Nachfrage eher mäßig bzw. stören sich viele daran, dass ich einfach nicht monatlich 3kg vorhalten kann, ich das Futter nicht kostenfrei abgebe oder verschenke. Leider muss ich sagen, denn der Fleischkonsum im Futterbereich ist ja nicht unerheblich und wäre über derartige „Nebenprodukte“ schön ausgleichbar.

Kannst du K-Produkte noch etwas genauer beschreiben? Kann es sein, dass Produkte daraus auch im „normalen“ Tierfutter landen? Und Knochen bleiben keine übrig für die Hunde? Landen die alle im „Suppentopf“, etc.?

Das mit den K-Produkten ist so eine Sache! Alles vom Rind darf ja im Hinblick auf BSE nicht mehr verwertet werden, auch nicht als Futter. Der Schlachthof, mit dem wir arbeiten, hat z.B. keine Genehmigung K-Produkte abzugeben. Dafür müssten diese im Rahmen der Zerlegung gesondert gelagert werden und das lässt sich in dem kleinen Schlachthof wohl nicht realisieren. Die Verordnungen zu Lebensmittelhygiene und Schlachtstätten sind da auch relativ streng. Das ist also tatsächlich, zusammen mit den anderen Resten, als Abfall zu betrachten. Man kann das nun zweigeteilt sehen, einerseits entsorgt man so vermeintlich verwertbares Futter, andererseits wäre das Geschrei auch wieder groß, wenn die Keimbelastung problematisch würde. Für das Thema muss man sich recht intensiv einlesen, da kann man pauschal gar nicht urteilen, weil der Gesetzgeber da viel mitredet. In unserem Fall sind K-Produkte zwangsläufig Abfall! Im Wesentlichen sind das das Magenkonvolut, der Schädel und der Urogenitaltrakt.

Knochen sehe ich persönlich schwierig, die lasse ich größtenteils in topfgerechte Stücke sägen. Da wir keine Kälber schlachten, sind die überwiegenden Knochen sowieso zu hart für den Hund. Die Rippen sind Bestandteil vom Suppenfleisch. Auf Anfrage hab ich auch schon mal Knochen für den Hund ganz gelassen – ich sage dann aber auch deutlich vorher, dass es dem Gebiss im Zweifel auch schaden kann. Da ist jeder Halter selbst in seiner Entscheidung gefragter!

Könnt ihr auch einen Trend zurück zum „Nose-to-Tail“ feststellen, also der Nutzung des ganzen Tieres?

Ja, und wir versuchen auch den Verbraucher etwas in die Richtung zu lenken! Unser Klassiker im Verkauf ist das gemischte Probierpaket – da ist dann einmal so ziemlich alles drin, was das Rind hergibt. Das können wir dann auch zu einem relativ moderaten Preis von 13,8€/kg anbieten. Dafür bekommt man dann neben Steaks, Rouladen, Braten, Gulasch und Suppenfleisch aber eben auch Knochen mit. Das ganze Paket ist etwa 5kg schwer und alle Einzelteile sind  separat vakuumverpackt, das wird sehr gut angenommen. Auch die Kunden, die anfangs gezweifelt haben, ob sie die weniger „edlen“ Stücke verbrauchen können, berichten heute positiv darüber! Natürlich ist das noch immer nicht für jeden das richtige, aber der Trend geht zweifelsohne zurück zu den Wurzeln der Tiernutzung. Die Kunden entwickeln langsam auch das Verständnis, dass wir nicht ständig alles vorrätig haben können. Im Sommer z.B. schlachten wir nicht, da trifft man nicht nur, aber schon oft, auf Verständnis!

Vielen herzlichen Dank an Geraldine Rödiger für die ausführliche und sehr informative Beantwortung meiner Fragen. Ich glaube auch, wir sind auf einem guten Weg, es muss aber auch noch viel passieren und sich ändern rund um die Fleischproduktion. Alle verwendeten Bilder wurden mir von Geraldine Rödiger von Kyffhäuser- Weidefleisch zur Verfügung gestellt und sind selbstverständlich urheberrechtlich geschützt!

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2 Kommentare

  1. Hallo Anke,

    ich finde den Beitrag wirklich gut – und bin sehr froh, dass es bei uns in der Gegend einige sehr ähnliche Höfe gibt. Wobei bei uns nur einer sein ursprüngliches Hobby schon vor einigen Jahren wirklich zum Beruf gemacht hat und einen gut gehenden Laden für sein Fleisch hat.
    Die anderen sind eher kleine Höfe, die dann verkaufen wenn geschlachtet wurde und die sich freuen, wenn man für den Herbst/Winter schon mal vorbestellt.
    Gerne kaufe ich meine Lebensmittel (und wenn möglich auch anderes) vor Ort ein – allerdings habe ich in den letzen Monaten hier auch den Trend bemerkt „Hofläden“ zu eröffnen / vergrößern und dies über horrende Preise zu finanzieren.
    Gerade vor einigen Wochen haben wir uns einen neuen Laden angeschaut und haben uns dann gefragt, ob eine (nicht nachprüfbare) Bio-Qualität und glückliche Weidehaltung (auch nicht prüfbar) einen Preis von fast 24 €/kg für Suppenfleisch rechtfertigen.
    Ich freue mich immer, wenn ich einen Stall besichtigen kann oder wie beim Nachbarn die Kühe regelmäßig auf der Weide hinter unserm Haus sehe. Da gebe ich gerne Geld aus … aber wenn ein Hofladen mir nur sagen kann, dass die Kühe von ortsnahen Bauern kommen – dann nicht.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    • Hallo liebe Isabella,

      oh ja, darin sieht man auch, dass es einen Trend gibt. „Hofladen“ ist ein „IN-Wort“ und man muss genau aufpassen, was die Leute so alles als Hofladen bezeichnen. Für mich gibt es nur einen Hofladen – das ist der Laden, der zum Bauernhof gehört und wo die weitgehend eigenen Produkte verkauft werden. Dass das nicht billig ist, ist klar. Es sollte jedoch auch nicht zu teuer sein (wenn welche diesen Trend ausnutzen wollen, um „Kohle zu machen“), sonst bleibt der Erfolg natürlich aus. Ich habe schon alles mögliche gesehen, was als Hofladen bezeichent wurde, so z.B. auch der Verkaufsladen einer bekannten „Barfkette“, weil der Laden in einem „Hof“ ist :-D :-D

      Liebe Grüße
      Anke

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