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Ein Pro-Leine Beitrag

Hund an der LeineVor einiger Zeit bin ich per Zufall auf einem Hundeblog auf einen Beitrag gestoßen, in dem es darum ging, dass Hunde an der Leine immer seltener werden. Da mir dieser gefiel, habe ich ihn auf meiner Facebook-Seite geteilt, was zur Folge hatte, dass eine heiße Diskussion entbrannte. Hundehalter die anleinen gegen Hundehalter die nicht anleinen.

Also habe ich mir Gedanken gemacht, wieso das so ein heiß diskutiertes Thema ist. Denn eigentlich sollte man meinen, in einer Zeit, wo es nie einfacher war als heute, sich Wissen anzueignen, sollten solche Diskussionen völlig überflüssig sein. Man kann sich Wissen aneignen über das www mit unzähligen Beiträgen, Foren, usw., eine Vielzahl Bücher oder auch Zeitschriften stehen zur Verfügung, massenhaft Kurse, Vorträge, Seminare können gebucht werden.  Wissen über den artfremden Lebensbegleiter Hund …

Was spricht für Freilauf?

Um einen Hund ohne Leine laufen zu lassen, überall, jederzeit, bei allen Begegnungen, muss es eine Grundvoraussetzung geben: Der Hund muss absolut vom Halter kontrolliert werden können. Jederzeit. In jedem Moment. Aus jeder Situation. Der Hund muss super sozialisiert sein, er muss verlässlich verträglich sein mit jedem anderen Hund.

Der Halter muss bedingungsloses Vertrauen in die Reaktionen seines Hundes haben (können). Der Hund muss die gelernten Kommandos aus dem FF beherrschen, bzw. abrufbar sein, egal was kommt. Egal ob Hase, Reh, Jogger, Kind, Mensch, Auto, anderer Hund. Dann und nur dann sind sowohl der Hund, als auch alle, die ihm begegnen, sicher.

Ich kenne auch jemand, der glaubte, sein Hund sei ein solcher. Diesen Glauben hat der Hund fast mit dem Leben bezahlt und der Halter mit Leid und viel Geld. Der Hund ist nämlich im Wald eines Tages dann doch einem Reh hinterher gelaufen. Dieses Reh fand, es sei eine gute Idee, eine Straße zu überqueren. Das Reh hat es geschafft, der Hund nicht mehr. Sein Leben konnte durch sehr teure Operationen gerettet werden.

Auf den ersten Blick erscheint diese Sichtweise vielleicht recht übertrieben. Werfen wir also einen näheren Blick auf die Gründe, die dazu führen können, dass ein Hund angeleint ist …

Was sind Gründe für eine Leine?

Sicherheit

Die heutige Zeit kann (leider) nicht mehr verglichen werden mit vor 30, 40, 50 Jahren. Das Verkehrsaufkommen hat sich sehr stark verändert. Nicht nur, dass viel mehr Autos unterwegs sind, sie sind häufig auch schneller unterwegs. Für die Menschen in den Autos ist Auto fahren sicherer geworden, durch stabilere Karosserien, Airbags, Gurtpflicht. Für die, die eine Straße überqueren und dabei überfahren werden können, ist es weitaus gefährlicher geworden. Auch für unsere Hunde.

Ich halte es für keine gute Idee, einen Hund unangeleint an einer befahrenen Straße laufen zu lassen. Egal wie gut erzogen er ist. Theoretisch würde ein Schreckmoment reichen. Und wer kann denn vorhersagen, dass es einen solchen Schreckmoment nicht geben wird? Da knallt ein Auspuff, ein LKW hupt plötzlich direkt neben dem Hund, ein Kind lässt den Ballon platzen …

Unsicherheit und Angst

Viele Hunde, häufig wenn sie aus dem Tierschutz oder einem Tierheim kommen, sind unsicher oder gar ängstlich. Für diese Hunde ist es wichtig, dass sie eine Sicherheitszone haben und nicht einfach sich selber überlassen werden: „Geh mal, du machst das schon …“. Damit kann ein unsicherer Hund nichts anfangen. Für diese Sicherheitszone eignet sich eine Leine sehr gut. Sie kann dem Hund (sofern der Halter es versteht, dies dem Hund zu vermitteln) ein Gefühl der Sicherheit geben: „Ich bin an der Leine, also werde ich in Ruhe gelassen, mein Mensch kümmert sich um alles.“

Das funktioniert aber wirklich nur solange, wie diese Sicherheit auch gegeben ist. Rennt in diese Sicherheitszone immer mal wieder einer rein (und sei es nur ein „netter“ Hundekumpel, um „Hallo zu sagen“), kann das schnell zu unschönen Reaktionen seitens des unsicheren Hundes führen (ganz zu schweigen von dem Vertrauensverlust seinem Mensch gegenüber). Und so kann dann ganz schnell aus einem unsicheren Hund gar ein aggressiver werden.

Denn ein Hund wird auf (seiner Meinung nach) Angriff mit Flucht oder Aggression reagieren. Flucht geht mit Leine ja nicht, also bleibt irgendwann nur noch die Aggression. Die zeigt in der Regel so oder so Erfolg und Schwupps, hat man ein Problem. So oder so zeigt die Aggression natürlich Erfolg, weil der andere Halter mit seinem Hund ja spätestens jetzt von dannen ziehen wird, wo der unsichere Hund mit Aggression reagiert. Das nennt man dann erfolgreich vertrieben. Und eine Handlung die mit Erfolg gekrönt wird, wird der Hund bei Bedarf wiederholen …

Welpe an der LeineGar nicht so selten kommt es vor, dass Hunde schon im Welpenalter von anderen Hunden attackiert werden. Viele Hundehalter wissen nämlich immer noch nicht, dass es das Ammenmärchen „Welpenschutz“ nicht gibt. Diesen Welpenschutz, den gibt es nur innerhalb eines Rudels. Und der Hundekumpel, den man auf der Hundewiese trifft, der gehört nun mal nicht zum Rudel.

Völlig unbedarft lassen viele ihre Welpen in die Hunde“spiel“gruppen rennen, fest überzeugt, denen kann ja nix passieren. Kann aber doch. Und tut es auch immer wieder. Und (wieder) Schwupps, hat man einen ängstlichen Hund. Der schlechte Erfahrungen gemacht hat. Und alle Bemühungen, diese „Marotte“ zu beseitigen, scheitern. Der Hund bleibt ängstlich gegenüber Artgenossen. Wohlmöglich beschließt er, jeden, der ihm zu nahe kommt, das fürchten zu lehren.

Leider ist er ausgewachsen ein recht groß geratener Hund, ein sogenannter mittelgroßer. Da seine letzte Hundeattacke, als er noch Welpe war, von einem kleinen Terrier kam, hasst er die kleinen besonders. Tja, und jetzt? Wer soll jetzt die Verantwortung übernehmen, dass der ängstliche mittelgroße den kleinen Wauzi bei Begegnungen nicht sicherheitshalber verspeist? Dieser Hund ist an der Leine besser dran.

Mit viel Mühe und Engelsgeduld schafft der Halter es, dass der Hund sich an der Leine sicher fühlt und an fremden Hunden angeleint ruhig vorbei geht. Nach dem dritten „Freundschaftsbesuch“ von einem unangeleinten „Tutnix-Hund“ ist es damit aber dann schnell wieder vorbei. Nun ist er ein sogenannter Leinenpöbler geworden. Schuld ist natürlich die Leine. Und der Halter.

Alter und Krankheit

Auch hier gibt es eine Menge Gründe, die für eine Leine sprechen. Zum Bespiel der Hund, der Flöhe hat. Flöhe sind ja hochansteckend und keiner will sie natürlich haben. Aber Gassi gehen muss der Flohhund ja trotzdem, auch wenn es vielleicht kürzer ist als sonst und man im (relativ) einsamen Wald geht. Und an der Leine. Natürlich. Man will die Flöhe ja nicht noch auf andere weiter verteilen.

Oder der alte Hund, der nichts mehr hört und sieht. Wie soll der ohne Leine den Anschluss halten? Ja, ok, er hat ja noch seine Nase. Aber ob die ihm immer genau den richtigen Weg zeigt? Und in Ruhe möchte er meist auch gelassen werden. Also ist er an der Leine gut aufgehoben.

Oder der Arthrose-Hund. Ruckartige Bewegungen bereiten ihm Schmerzen. Ganz schlimm natürlich, wenn andere Hunde auf ihn drauf springen. Da hilft dann ebenfalls (auch als optische Distanzhaltung) am besten eine Leine.

Oder der verletzte Hund, der nicht rennen soll. Soll der ein Schild umhängen haben, wo drauf steht: „Bitte nicht anspringen, ich bin verletzt und darf mich nicht doll bewegen!“? Eine Leine sagt da klar aus: „dieser Hund möchte nicht rennen und toben!“.

Hund an der LeineHitze

Die Hitze der Hündin kann sowohl für die Hündin selber (und sollte!!) als auch für Rüden ein Grund sein, an der Leine zu bleiben. Ja, auch eine läufige Hündin muss mal Gassi gehen. Sie kann ja schlecht für drei Wochen hinter Schloss und Riegel verschwinden.

Der verantwortungsvolle Hundehalter wird natürlich da mit ihr gehen, wo wenig los ist. Aber einsam ist es im dicht besiedelten Deutschland kaum noch irgendwo. Und deshalb wird kein halbwegs verantwortungsvoller Hundehalter eine läufige Hündin ohne Leine rumlaufen lassen. Es sei denn, er möchte gerne unkontrollierten Nachwuchs von irgendeinem daher gelaufenen.

Und auch ein Rüde, der die Duftspur einer läufigen Hündin in der Nase hat (und wohlmöglich auch noch weiß, wo diese wohnt), gehört an die Leine. Ohne Kompromiss.

Fazit

Es gibt also eine Reihe Gründe, die FÜR eine Leine sprechen können, oft sogar müssen. Und aus diesem Blickwinkel betrachtet gehört jeder Hund, der nicht zu 100 % mit den oben genannten Merkmalen (was spricht für Freilauf) übereinstimmt, in der Regel an die Leine und sei es nur aus Rücksicht auf die anderen. Oder der Halter passt so gut auf, dass er immer die Situation unter Kontrolle hat.

Das bedeutet, sich vorausschauend, rücksichtsvoll und respektvoll zu verhalten.

In Ländern, wo die Besiedlung nicht so dicht ist, wie hier bei uns, mag das anders sein. Hier ist es aber nun einmal, wie es ist.

Eine Leine sollte auf jeden anderen Hundehalter die Wirkung einer Fahne haben. Ein Signal, das aussagt: Dieser Hund ist angeleint und möchte keinen Kontakt.

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Über Anke (164 Artikel)
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27 Kommentare zu Ein Pro-Leine Beitrag

  1. Ui Lucy, da hast du ein Thema aufgegriffen. Ganz klar, an der Straße muss ich auch immer online laufen, egal, wie wenig die befahren wird. Wir wohnen zwar in einer Anliegerstraße, aber trotzdem muss ich hier an der Leine laufen. Kommen mir andere Hunde entgegen, gehe ich auch erst mal an die Leine, weil ich mich eben nicht mit jedem gut verstehe. Bei Radfahrern das Gleiche, denn mit denen hab ich schon schlechte Erfahrungen gemacht. Aber auf freiem Feld, wo alles gut einsehbar ist und keine Gefahr droht, da darf ich auch offline laufen und möchte auf keinen Fall darauf verzichten.

    Mit deinem Beispiel der heißen Hündin hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Den Fall hatten wir auch mal. Läufige Hündin trifft mittags ohne Leine auf uns. Das Frauchen von ihr war schon älter und auch sehr vergesslich, sagte aber noch, die ist heiß. Nun, die Hündin kam an die Leine, jeder geht seines Weges. Abends treffen wir die Hündin wieder, erneut ohne Leine. Wir wechseln also die Straßenseite und sie kommt über die Straße hinter uns her und hielt mir ihren Po verführerisch entgegen. Nur das Frauchen hat einen auf Spielverderber gemacht und mich nicht gelassen.

    Wuff-Wuff dein Chris

    • Hallo lieber Chris,

      ja, du hast ein veratnwortungsvolles Frauchen. Bei uns ist das ähnlich. Unser Terrier darf dort, wo kein Unheil droht, ohne Leine laufen. Sobald aber etwas kommt, egal ob Mensch, Hund, Auto, Rad, wird er angeleint.

      Und was den Hot-Dog betrifft, da haben wir auch tolle Erfahrungen … Bei uns gibt es eine Frau, die achtet da nicht drauf und führt ihren unkastrierten Hund bis vor unsere Haustür, damit er auch bloß nicht verpasst, wenn die Lucy ihre Tage hat 😀

      Aber ich bin natürlich genau so ein Spielverderber, wie dein Frauchen. Wir wollen nämlich keine weiteren Hunde in die Welt setzen …

      Liebe Grüße
      Anke und Lucy

  2. Hallo Lucy,

    da kann ich dir aber in allen Punkten voll und ganz zustimmen.
    Kleine Anekdote aus meinem Leben:
    Ich hatte eine schwere Gebärmutterentzündung mit vereiterten Eierstöcken und bin am Morgen vor der OP noch schnell mit Frauli Gassi gegangen. Frauli hatte mich natürlich an der langen Leine, weil ich ja nicht rennen durfte. Da kommt uns mein Hundekumpel entgegen. Also bis dahin fand ich Bajoo immer nett und freundlich. Er ist einer vom Typ „Labrador-will-mal-hallo-sagen“. Sein Herrchen lässt Bajoo immer offline laufen. Jedenfalls kommt mir Bajoo entgegengefetzt und rennt mich voll um. Oh, das hat soooo wehgetan. Frauli hat zwar noch gerufen, dass ich nicht spielen darf, aber Bajoo war so schnell da, da konnte keiner eingreifen. Naja, jedenfalls hab ich Bajoo dann ein Zahnogramm am Ohr verpasst. Er ist dann gleich geflüchtet. Und ratet mal was? Jetzt bin ich die Böse, die alle beißt. Hallo??? Wie wäre es mal mit etwas Abstand. Ich hatte tierische Schmerzen und Frauli hat noch versucht ihn abzublocken, aber es ging so schnell, dass er mich voll in die Seite gerammt hat.
    Übrigens haben wir uns wieder vertragen, aber er ist jetzt etwas zarter. Im Gegensatz zu seinem Herrchen hat er nämlich mein Zeichen voll und ganz verstanden.
    Solche Begegnungen hatte ich öfter und deshalb bin ich jetzt ein „Leinenmonster“ bei dem Frauli mehrfach zu hören kriegt: „Warum leinen Sie den Hund denn nicht ab, dann regeln die das unter sich?“ Ja, klar. Wenn ich es regel, bin ich die Böse, wenn ich es nicht regel, werde ich gebissen oder umgerannt. Ich hab 15 kg und die meisten „Die-regeln-das-unter-sich“ haben über 30 kg. Da hab ich keine Chance, wenn sie mich mal am Wickel haben. 🙁
    Dabei fand ich alle Hunde mal richtig toll und hab echt gerne mit jedem gespielt, aber jetzt find ich große schwarze Hunde doof (umgerannt und gebissen worden), kleine Terrier (Angriff an der Leine und gebissen worden), Kläfftüten (die nerven), große schwere Hunde (rennen mich um und haben mich schon verletzt), Australien Shepherds (selten so rüpelige Hunde erlebt)… Naja, die Liste lässt sich lang fortsetzen. Aber ich hab auch echt tolle Kumpel, mit denen ich leidenschaftlich gerne spiele. Frauli trifft sich regelmäßig mit denen und ich kann dann so nach Herzenslust rennen und toben.

    Flauschige Umpfötelung

    Shiva Wuschelmädchen

    • Hallo liebe Shiva,

      ja, so geht es, wenn die Menschen sich keine Gedanken machen, oder – im schlimmsten Fall – überhaupt keine Ahnung von Hunden haben …

      Wir haben auch solche Geschichten erlebt, die sind leider echt kein Einzelfall. Und daraus viel gelernt! Z.B. gehe ich immer sehr vorausschauend. Bei schmalen Wegen achte ich schon im Vorfeld darauf, wohin ich zur Not mit den Hunden ausweichen kann, wenn wir Begegnungen haben. Mit der Zeit habe ich so die Begegnungsaufregung (die ebenfalls durch Fremdattacken forciert wurde)immer weiter runter fahren können.

      Wir haben auch feste Hundefreunde, genau wie ihr, mit denen es regelmäßigen Kontakt gibt. Das reicht in meinen Augen auch völlig. Es ist ja eigentlich auch völlig artfremd, dass ein Hund jeden fremden Hund den er draußen trifft, toll findet. Auch wenn Hund kein Wolf mehr ist, stammt er trotzdem von diesem ab. Und wieviele Wölfe spielen denn mit den Wölfen der konkurierenden Rudel …

      Liebe Grüße
      Anke und Lucy

  3. Diana mit Mila // 5. Mai 2015 um 7:03 // Antworten

    Du sprichst mir mit deinem Beitrag aus der Seele! Ich höre so oft von Leuten, dass ihr Hund „Hunde an der Leine“ nicht leiden kann und deshalb rumpöbeln. In meinen Augen haben diese Hunde nie Leinenführigkeit gelernt. Letztens sagte mir doch tatsächlich eine Hundehalterin, Leinenführigkeit sei ja eine hohe Kunst, deshalb könne ihr Hund nicht an der Leine gehen. Da war ich doch mal sprachlos.
    Mila läuft fast nur an der Leine, ich möchte zügig voran kommen und nicht ständig warten müssen, weil sie hier und da schnüffelt. Sind wir auf einer großen Wiese, wo weit und breit nichts zu sehen ist, läuft sie auch frei. Aber eigentlich läuft sie gar nicht, sondern schnüffelt nur rum. Und zum schnüffeln und toben haben wir einen eingezäunten Garten.
    Ich denke nicht, dass ein Hund unglücklich ist, wenn er an der Leine läuft.

    • Hallo liebe Diana,

      ja, ich weiß genau, was du meinst. Hund ist an der Leine doof, also ist das beste Mittel ohne Leine. Das ist mal ein tolles Argument 😀 … Oft ist es auch ein sehr eindeutiges Zeichen dafür, dass Hund sein anderes Ende der Leine nicht wirklich respektiert.

      Ich finde es völlig in Ordnung, wenn jemand das so handhaben möchte wie du. Das sollte dann von anderen respektiert werden. Und es tut ja nicht weh, seinen Hund zumindest so lange anzuleinen, bis der angeleinte außer Sicht ist. Das Problem ist dann meist wohl eher, dass diese Hunde sich nicht mal eben anleinen lassen, weil sie nicht so gerne gehorchen 😀

      Liebe Grüße
      Anke und Lucy

  4. Es gibt 1000 Gründe seinen Hund an die Leine zu nehmen. Und ich finde eingentlich bedarf keiner einer Rechtfertigung. Weil ichs eben will, weil mein Hund krank, weil weil weil. Und dazu gehört eben auch, dass der Hund an der leine keinen Kontakt hat, da dies häufig zu Konflikten führt. Und wenn man das unterbindet ist man gleich ein schlechter Hundehalter.

    • Genau, man hat seine Gründe und die sollte man respektieren. Wenn ich meinen Hund anleine, dann habe ich persönlich meinen Grund und der sollte Grund genug für den anderen sein, seinen Hund entweder an die Leine zu nehmen oder ihn so im Griff zu haben, dass er nicht hinläuft.

    • Hallo Andy,

      dankeschön für deinen Komentar, du hast absolut recht!

      Liebe Grüße
      Anke

  5. Ich finde das Thema ist garnicht so einfach abzuhaken. Denn wie bei fast allen Themen gibt es zwei Extreme: Extrem 1 ist ich lasse meinen Hund immer und ohne Rücksicht frei laufen. Dabei ignoriere ich Leinenpflicht, Staßen und andere Hunde(halter), die vielleicht keinen Kontakt wünschen. Extrem 2 ist ich lasse meinen Hund immer und zu jedem Zeitpunkt nur an der Leine. Keines finde ich wirklich gut. Natürlich ist auch jeder Hund anders, es mag welche geben, denen es vielleicht nichts ausmacht. Meine würden mit Sicherheit darunter leiden, wenn sie niemals rennen dürften. Gerade Genki liebt das Rennen sehr und andere Auslastungsversuche wie zum Beispiel Suchspielchen sind einfach nicht sein Ding. Er braucht wirklich das Rennen und Springen zur Körperlichen auslastung. Dafür muss man aber natürlich einen Ort finden, an dem das erlaubt ist und niemanden stört (was nicht überall so einfach ist).
    Wenn man einen Hund hat, wie zB Mila oben, die eher nur Schnüffelt, dann macht es für sie vielleicht keinen Unterschied, ob sie an der Leine ist, oder nicht, aber das trifft eben nicht auf jeden Hund zu und für manche Hunde erachte ich ein ständiges Leben nur an der Leine schlichwegs als Quälerei.
    Wie immer gilt es also einen guten Mittelweg zu finden. Wo Leinenpflicht ist, habe ich Genki immer an der Leine, sind Autos in der Nähe sowieso, bei anderen Hunden wird er auch sofort an die Leine genommen. Aber ihn sein Leben lang stets nur an der Leine zu führen, käme für mich nie in Frage.

    Übrigens gab es Mal einen Gerichtsurteil darüber, dass ein allgemeiner Leinenzwang nicht zulässig ist, weil es dem Tierschutzsgesetz widerspricht: https://www.tierzentrum.de/tierarzt-landkreis-goslar/index.php?option=com_content&view=article&id=82%3Aurteil-ovg-nds&catid=67%3Aleinenlosin-goslar&Itemid=83

    • Hallo liebe Monika,

      das letzte zuerst: einen generellen Leinenzwang fände ich auch völlig daneben. Grundsätzlich Leine per Gesetzt anzuordnen, das kann ja nur kontraproduktiv sein. Ich finde es völlig ok, wenn Hund ab und an leinenlos ist, wenn die Situation es zulässt und vor allem, wenn der Hundehalter das kontrollieren kann, egal ob dadurch, dass sein Hund absolut abrufbar ist, oder er eben die Situation so gut kontrolliert, dass er jederzeit agieren kann.

      Meine Hunde dürfen auch oft von der Leine, aber nur, wenn ich mir sicher bin, dass es ok ist. Ich denke, das ist ähnlich wie bei dir. Wenn ich überblicken kann und nichts und niemand zu sehen ist. Kommt etwas oder jemand, leine ich an. Ohne Kompromiss. Natürlich wähle ich danach auch die Wege aus, die ich gehe.

      Natürlich soll kein Hund ein Leben an der Leine fristen. Aber um ein entspanntes Miteinander zu erreichen, ist die Leine einfach oft unabdingbar, und sei es nur als Sichtsignal, dass dieser Hund keinen Kontakt haben möchte/darf.

      Ich finde, wir leben einfach in einer Welt heute, da muss vieles anders gesehen werden, als zu früheren Zeiten.

      Du hast auch völlig recht, einen Mittelweg muss man gehen. So, dass es allen gerecht wird. Und ich finde, da sind die Worte Rücksicht, Vorausschau, Respekt einfach die Zauberworte.

      Vielen Dank für deinen Kommentar und liebe Grüße
      Anke

  6. Die These von Herrn Tomasini finde ich sehr interessant und ich würde behaupten, er hat Recht! Zumindest in sehr vielen Fällen, wo Leinen los bedeutet, jetzt beschäftige dich mal selber, power dich aus, ich will wieder heim. Immerhin machen Hunde gerne, was ihre Halter sehen wollen…

    Genereller Leinenzwang? Hahaha Anke, solange Menschen nicht begreifen, einsehen und danach handeln wollen, das Weltbild anderer Menschen zu respektieren und dafür zu sorgen, dass ihr Hund sich ebenfalls an diesen menschlichen Werten orientiert, nützt meiner Meinung nach auch ein genereller Leinenzwang nichts. Ich jedenfalls habe täglich genauso oft mit angeleinten Hunden wie unangeleinten zu tun, die ungefragt in uns hineinrennen dürfen. Ihr etwa nicht???

    Ich finde, es ist also mehr ein Geistes Kind, wie die Leine gewertet wird. Das sieht man ja schon an den oben aufgeführten Kommentaren. Was dem einen taugt, weil sie vorwärts kommen wollen, ist für die anderen ein no go, weil die Hunde spielen können sollen. Und schwups gilt die eigene Meinung natürlich für alle, gell… 😉

    Von einem normalen menschlichen Miteinander ausgehend ist die Leinenfrage für mich also eine Frage des persönlichen Geschmacks und zum anderen wohl stark situationsabhängig und keine generelle Anschauung, welch Geistes Kind wir sind.

    Für Hunde dürfte das eine Entscheidung von vielen sein, mit der sie Vorlieb nehmen und zurechtkommen müssen, unabhängig davon, wie sie das entscheiden würden, könnte man sie fragen…

    Ich persönlich leine Linda mindestens ebenso oft an wie ab. Und weder ich noch sie haben damit ein Problem. Für mich bedeutet anleinen aber auch nicht „Strafe“, sondern eher das Gefühl, ein kleines Kind an die Hand zu nehmen, um es vor Gefahren zu beschützen. Und genauso wenig, wie ich dieses kleine Kind nun nie mehr loslassen würde, denke ich, dass auch mein Hund seine Welt einmal ohne „Zwänge“ erfahren möchte.

    LG Andrea

    • Hallo liebe Andrea,

      nee, ich habe mich gegen den generellen Leinenzwang ausgesprochen. Das hast du falsch verstanden. Ich bin dafür, dass Menschen diese Dinge mit Verantwortung für ihren Hund entscheiden. Das ganze ist ja auch eher im Hinblick auf die vielen Hunde gedacht, die diese Leine (aus oben aufgeführten Gründen) brauchen. Und darauf, dass auf solche Dinge einfach Rücksicht genommen werden sollte. Wer einen Hund hat, der unsicher ist und vielleicht schon immer war (Tierschutzhund z.B.)und der dann wohlmöglich auch noch mehrfach attackiert worden ist, versteht schon, worauf ich generell hinaus will.

      Oder auch Menschen … ich habe schon Menschen erlebt, die sind vor Angst schreiend vor einem lustig daher hüpfenden Welpen davon gelaufen. Ich muss einfach damit rechnen, dass auch mein Hund, der vielleicht ganz puschelig daher kommt, bei Menschen, die generell Angst haben vor Hunden, nicht gut ankommt. Also sollte eine Rücksichtnahmen selbstverständlich sein.

      Auch meine Hunde dürfen offline, in angezeigtem Rahmen. So fahre ich am besten. Lieber zu mir sagt jemand „Sie brauchen doch Ihren Hund nicht extra anleinen!“, als „Holen Sie mal Ihren Köter hier weg!“.

      Auch ein wichtiger Punkt ist das Ansehen der Hunde und Hundehalter. Je rücksichtsvoller wir uns als Hundehalter gegenüber den Nichthundehaltern verhalten, desto lieber werden wir auch gesehen sein. Oder anders herum, dass Hunde in der heutigen Gesellschaft oft so ungern gesehen sind, ist nicht zuletzt DEN Hundehaltern zu verdanken, die diese Rücksicht, Verantwortung und Vorausschau eben nicht ausüben. Und so, wie ich dich bisher kennen gelernt habe, würde ich unterstellen, dass du das genauso siehst, wie ich …

      Dankeschön für deinen Kommentar und liebe Grüße
      Anke

      • Ähm ja, ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt. Vielleicht sollte ich mal nicht so geschwollen schreiben – hahaha

        Natürlich gehe ich mit Dir konform. NIEMAND wird von meinem Hund belästigt, aber ob dann mit oder ohne Leine, ist für mich reine Anschauungssache…

        Sorry, wenn mein Text nicht so verständlich war.

        LG Andrea

        • Ah, eigentlich hätte ich mich auch gewundert, wenn es anders wäre 😉

          Ich finde es auch viele wichtiger, zu akzeptieren, wenn andere Hunde an der Leine sind. Wie ich den eigenen dann davon abhalte, Kontakt aufzunehmen, ist am Ende natürlich egal. Hauptsache es klappt zuverlässig. Tut es das nicht, dann halt besser die Leine …

  7. Super! Daumen hoch! Kann alles nur 100% unterschreiben!!! Hinzukommt dann noch, dass es toll wäre, wenn die Menschen auch noch lesen könnten und in (Kur)Parks und/oder auf Spielplätzen, wo Hunde an der Leine zu führen sind und es groß auf Schildern drauf steht, sie sich generell entsprechend verhalten! Ach ja: leinenlose Hunde… ich wäre froh, wenn man sich immer vergewissern würde, ob Hund nur schnüffelt und trödelt oder sich löst, um dann ebenfalls stehen zu bleiben und es einzutüten, auch unter einem Gebüsch, denn Kleinkinder kriechen da gerne auch mal rum. Die Gesellschaft besteht ja nicht nur aus wegenutzenden Erwachsenen…. Gleiches gilt für die vielen Radfahrer mit freilaufendem Hund…. ich habe noch nie einen gesehen, der abgestiegen wäre, wenn sein Hund sein Geschäft hinterlässt, um es einzutüten… meist fahren die ja ohnehin weit vor und bekommen nichts mit (zugegebenermaßen seltene Ausnahmen bestätigen bei vorgenannten Dingen selbstverständlich die Regel 😉 )

    • Hallo liebe Gesa,

      ja, ich verstehe was du meinst, mir geht es ähnlich. Nur mit anderen Schildern. Da ich meine Hunde nur dort ableine, wo kein Verkehr ist und auch sonst wenig los ist, ärger ich mich immer über die Leute, die in Wald und Wiesen mit ihren Autos unterwegs sind. Manchmal würde ich am liebsten einen fetten neongelben Pfeil auf das Schild richten. Oder sie freundlich fragen, ob sie das Schild „Durchfahrt verboten“ nicht in der Fahrschule durchgenommen haben 😀 …

      Mir fallen auch hier wieder nur die Zauberworte ein: Rücksicht, Respekt und Vorausschau …

  8. Sony soll inzwischen wirklich gut funktionierende Roboterhunde entwickelt haben …

    • Hallo liebe Christiane,

      das ist toll 😀 … Vielleicht wäre das ja was für dich? Auf jeden Fall bestimmt eine gute Alternative für Menschen mit wenig Hundeverstand 😉

      Liebe Grüße
      Anke

  9. Huhu liebe Anke,
    da hast du ja ein kontroverses Thema angesprochen. Aber ich gebe dir voll und ganz recht. Ein Hund gehört grundsätzlich an die Leine und nur im Ausnahmefall offline und nicht andersrum. Ich versuche immer, alles in einer guten Mischung zu halten. Wenn ich weiß, es kann nichts passieren, alles ist quasi abgesichert und ich brauch mir keine Sorgen zu machen, dann kommt die Leine ab. Und auch dann passe ich auf, dass ich meinen Hund wieder rechtzeitig anleine. Natürlich ist es auch mir schon passiert, dass meine Hündin zu anderen Hunden gelaufen ist, weil ich Blindfisch die nicht rechtzeitig gesehen habe. Aber dann entschuldige ich mich, hole meinen Hund weg (es sei denn, die spielen zufällig sofort ganz toll) und ziehe meine Lehre daraus. Schließlich ist niemand frei von Fehlern.
    Schlimm sind wirklich die, die ihren Hund grundsätzlich ohne Leine laufen lassen. Wir haben zum Glück noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, weil Chili als Schäferhund meistens aus der Ferne schon so viel Eindruck schindet, dass die Leute entweder einen anderen Weg gehen oder ihren Hund direkt anleinen, aber ich möchte ihr das auch unheimlich gern ersparen.
    Davon abgesehen gibt es aber nichts, was mich mehr aufregt, als Leute, die ihren angeleinten Hund an meinen angeleinten Hund lassen!
    Ich bin gespannt, welche Meinungen man hier sonst noch liest.
    Liebe Grüße, Kathy

    • Hallo liebe Kathy,

      ich finde es toll, dass du darauf hinweist, dass alle mal Fehler machen können. So ist es nämlich, wir sind alle nur Menschen und Menschen machen hin und wieder Fehler. Und was ich noch toll finde, ist deine Hundeumgangsart. Du bist bemüht, für alle Seiten das Beste rauszuholen. Für deinen Hund, dich selber und auch deine Umwelt. Und ich meine, genau so sollte es sein. Dann muss man auch gar nicht mehr diskutieren, ob mit oder ohne Leine, dann erübrigt sich das.

      Ich muss sagen, ich bin erstaunt, bezgl. weiterer Meinungen. Eigentlich hatte ich mit mehr Gegenwind gerechnet. Bis jetzt sind aber fast alle der gleichen Meinung wie ich. Die meisten wünschen sich ja auch eigentlich einfach nur ein freundliches und entspanntes miteinander …

      Dankeschön auch dir für deinen Kommentar und liebe Grüße
      Anke

  10. Socke-nHalterin // 5. Mai 2015 um 21:25 // Antworten

    Schon so viel Gutes und Richtiges zum gelungenen Beitrag geschrieben, was soll ich da noch schreiben. Vielleicht noch ein weiterer Gedanke dazu..

    Ich finde eine Leine ist keine Bestrafung für den Hund, sondern die Chance gemeinsam den Weg zu gehen, sich auf die Bedürfnisse von Mensch und Hund einzulassen. Dann muss man stehen bleiben und warten bis der Hund zu Ende geschnüffelt hat und Hund muss warten bis Mensch sich die Nase geputzt hat. Rücksichtnahme, auf einander achten, das schafft auf Bindung.

    Socke geht gut an der Leine, fordert sie sogar ein, wenn es dämmerig wird, es ihr schlecht geht oder zum Ende eines längeren Spazierganges. Und es gibt heute so viele schicke und praktische Leinen, da findet auch jeder sein Lieblingsstück…;o)

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Hallo liebe Sabine,

      ich finde, du hast etwas sehr kluges geschrieben: „die Chance gemeinsam den Weg zu gehen“. Das ist sehr schön ausgedrückt. Ich finde auch, eine Leine ist kein Bestrafung, sondern eine Verbindung. Man kann sie zu einer Bestrafung machen, oder eben zu einer Verbindung. Ich habe mich auch für die Verbindung entschieden. Und meine Hunde auch. Deshalb empfindet es keiner von beiden negativ, angeleint zu werden. Drinnen ist die Leine das Signal, dass es raus geht. Draußen ist sie das Signal „lasst uns zusammen rücken und nahe beieinander gehen“ …

      Dankeschön für deinen schönen und klugen Kommentar
      Liebe Grüße
      Anke

  11. Danke Anke,
    für den tollen Artikel! Ich wünschte, alle Hundehalter müßten ihn lesen!
    Ich führe meinen Hund in Gegenwart anderer Hunde und in nicht überschaubaren Situationen immer an der Leine, da sie oft aggressiv auf fremde Hunde reagiert, die ihr zu nah kommen. Leider verstehen das viele andere Hundehalter überhaupt nicht und lassen ihre Hunde immer wieder, auch gern von hinten an uns heranpreschen. Ich habe dann jedesmal einen panischen 30kg Hund an der Leine, der den vermeintlichen Angreifer vertreiben möchte. Da sie das sehr beeindruckend tut, ist es stets von Erfolg gekrönt, was sie in ihrem Verhalten bestärkt. Für mich ist es außerordentlich schwierig, dagegen anzutrainieren.
    LG, Meike

    • Hallo liebe Meike,
      ich verstehe deine Problematik total gut, auch wegen eigener Erfahrung, da meine Lucy ebenfalls ein „Fremdhundehasser“ ist. Und gerade als Frau und wenn der Hund dann noch ein bisschen was wiegt, ist das mitunter eine ziemliche „Herausforderung“. Ein großteil der Menschen sieht die Dinge leider nur aus der eigenen Perspektive, ohne weiter nachzudenken. Am besten ist, man hängt dem Hund ein fettes, schon von weitem lesbares Schild um: „Habe Flöhe“. Ich wette, dann kommt kein Fremdhund mehr in die Nähe 😀
      Halte durch!!
      Liebe Grüße
      Anke

  12. Puh, habe die Diskussion gerade erst gefunden. Habe zwei Hunde. Hündin Nr 1, ist inzwischen ca. 8, aus dem Tierheim und der sozialste Hund den ich je hatte. Ich habe oft entweder die Leine oder das Halsband vergessen, weil sie das nicht braucht. Gehorcht immer, mag die meisten Hunde (bei den übrigen weicht sie aus) und ist einfach perfekt. Hund Nr. 2. inzwischen 4, wurde mir von Nachbarn mit ca. 10 Wochen geschenkt, weil der dort bereits vorhandene Hund ihn nicht akzeptiert hatte und den Kleinen bereits gebissen hatte. Bei den Leutem war er ca. 10 Tage. Vor dem Hund dieser Familie hat er heute noch so große Angst, dass er sich nicht in den Garten traut, wenn der andere in 100 m Abstand auch draußen ist… Mit den meisten anderen Hunden ging es gut, bis er mit etwa 10 Monaten von einem Australian Shepherd unterworfen wurde. Seitdem hasst er diesen und ist gegenüber allen anderen zum Leinenrüpler geworden. Eigentlich ein klassischer Angstbeißer, den wir vermutlich nie von der Leine lassen können- und das bei einem Gewicht von ca. 30 Kilo – .Die Folge ist, dass ich, wenn ich alleine Gassi gehe, mit beiden Hunden getrennt unterwegs bin. So kann ich beiden besser gerecht werden. Übrigens, meine beiden Hunde lieben sich sehr. Und der jüngere hat auch noch einen Hundefreund, den er aus der Zeit kennt, als er noch ein normaleres Verhalten gezeigt hatte. hat jemand eine Idee, was ich besser machen könnte? Dankeschön

    • Hallo liebe Renate,
      ich würde sagen, du hast da klassische „Werdegänge“ erlebt 😀 … Die Kommentare unter dem Beitrag sind ja alle schon älter, daher glaube ich nicht, dass sich sonst noch jemand melden wird. Aber bevor ich dir hier jetzt alles einzeln erläutere, was ich dir empfehlen könnte, lade dir doch einfach meinen Anti-Leinenrüpel-Guide herunter, da sind viele nützliche Tipps drin. Findest du hier: https://www.lucieshundefutterblog.de/e-books/
      Liebe Grüße
      Anke

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