Die Geschichte von Tino Sommerbär

Sabine, Tino und Gino swZunächst möchte ich mich einmal kurz vorstellen. Mein Name ist Tino Sommerbär, ich bin ein viel zu groß gewordener Toypudel und werde im Oktober schon 3 Jahre alt. Geboren wurde ich in Bad Aibling. Aber seitdem ich 8 Wochen alt bin, wohne ich bei meinem Frauchen in München. Dort bin ich tagsüber bei Ihren Eltern, meiner Oma und meinem Opa, da Frauchen ja arbeiten gehen muss. Ich habe ganz viele tolle Hundefreunde mit denen ich mich oft zum Toben und spielen treffe und auch die 2Beiner in meinem Viertel mögen mich richtig gern.

Es könnte also alles so schön sein …

… wenn ich nicht immer wieder gesundheitliche Probleme hätte. Schon als Welpe musste ich z.B. an den Augen operiert werden. Und auch wenn die OP erfolgreich war, werde ich wohl mein ganzes Leben (hoffentlich nur) ein bisschen beeinträchtigt sein.

Meine 2. große Baustelle, wie Frauchen es liebevoll nennt, ist mein Rücken. Auch wenn wir zuerst dachten, dass es das rechte Hinterbeinchen ist, welches Probleme macht. Aber immer schön der Reihe nach.

Tino mit StockMeinem Frauchen ist letztes Jahr so um diese Zeit aufgefallen, dass ich beim Treppen rauf- und runterlaufen gelegentlich mal mein rechtes Hinterbeinchen angezogen habe. Damals dachte sie noch ich hätte irgendwie Schwierigkeiten mit der Koordination. Ich habe beim Treppensteigen nämlich nicht soooo viel Übung. Im ersten Lebensjahr wurde ich die Treppen fast ausschließlich getragen, weil das wohl bei so einem kleinen Hund wie mir sonst nicht so gut für die Gelenke ist. Später, als ich die Treppen selbst laufen durfte, bin ich immer gleich losgeflitzt. Und weil wir im 3. Stock wohnen, meinte Frauchen ich darf weiterhin nicht die ganzen Treppen laufen, weswegen ich eben oft noch getragen worden bin.

Aber wenn ich laufen durfte, sahen Frauchen und auch Oma und Opa es immer öfter: ich zog das rechte Hinterbeinchen an. Anfangs nur bei einer einzigen Treppenstufe, dann bei zwei oder drei und dann wurden es immer mehr.
Ich lief die Treppen quasi auf drei Beinen.

Normalerweise geht Frauchen mit mir immer gleich zum Tierarzt wenn mir irgendetwas fehlt. Aber …

… da ich außer beim Treppensteigen keinerlei Probleme hatte, wurde der Tierarztbesuch immer wieder verschoben. Ich tobte weiterhin mit meinen Freunden, ich machte kleine Wanderungen mit Opa und ich wurde die Treppen vorsichtshalber getragen. Bis zu diesem einen Dienstag im Oktober. Da bin ich Frauchen mal wieder abgehauen und die Treppen selbst gelaufen und das alles auf nur 3 Beinen.

Und dieses Mal ist Frauchen mit mir sofort zum Tierarzt gegangen. Ich muss dazusagen, mein Tierarzt und ich, wir mögen uns richtig gern. Wenn ich im Wartezimmer bin, kommt er immer extra runter um mich zu begrüßen. Das macht er sonst bei niemandem! Entsprechend gern, geh ich auch zu ihm hin. Aufgrund Frauchens Beschreibung, hat der Tierarzt dann mein rechtes Hinterbeinchen untersucht. Er hat festgestellt, dass ich eine etwas lockere Patella habe und ganz offensichtlich Schmerzen, wenn er das Bein in sämtliche Richtungen verdreht. Also gab es eine Schmerzspritze, ein Tobe-Verbot und die Treppen sollte ich auch wieder getragen werden. Nach einer Woche sollte ich dann die Treppen wieder laufen und wenn ich weiterhin nur auf 3 Beinen laufe, muss ich wieder vorbeikommen. Gesagt, getan… Denn es hat sich leider gar nichts gebessert.

Der Tierarzt meinte dann, es ist besser wenn ich in eine Tierklink gehe. Die könnten mich dann ganz ohne Narkose röntgen und vielleicht weiß man dann mehr.

Tino-Sommerbär-770x1026Um es gleich vorweg zu nehmen, das Röntgen hat gar nichts gebracht. Ich bekam wieder Schmerzmittel, diesmal Tabletten und falls es sich nach einer weiteren Woche nicht bessert, sollte Frauchen mal über ein CT nachdenken. Das dann aber unter Vollnarkose. Eine weitere Woche Schmerzmittel und Schonung hat natürlich nichts gebracht! Und so hat Frauchen sich zur CT-Untersuchung durchgerungen.

Ich habe ja während der Untersuchung die ganze Zeit tief und fest geschlafen. Aber irgendwas muss da passiert sein, denn als ich wieder zu Frauchen gebracht wurde, sah sie total fix und fertig aus. Ich hatte wohl eine Entzündung des Zentralen Nervensystems, welche eine Schwellung in Höhe der LWK 4 und 5 verursacht hat. Und dadurch hatte ich die Probleme mit meinem Bein. Um die Ursache zu klären wurde mir ganz viel Blut abgenommen. Die Ergebnisse waren eine Woche später aber alle negativ. Jetzt sollte ein MRT und eine Lumbalpunktion gemacht werden. Ob etwas dabei rauskommt, wusste keiner. Aber jeder, ob Arzt oder nicht hat uns dazu geraten.

Da Frauchen aber selbst schon mal eine Lumbalpunktion machen lassen musste, hatte sie erhebliche Zweifel, ob sie mir das wirklich zumuten wollte. Vor allem, weil ich ja außer beim Treppensteigen keinerlei Beschwerden hatte!

Frauchen war total verunsichert, und hat sich mit ihrem Homöopathen (zu dem ich früher schon öfter mitgehen durfte) über mich unterhalten. Der meinte, wenn ich ein Mensch wäre, würde sich das ganz nach einem Bandscheibenvorfall anhören. Und er hätte ganz tolle Schüßler Salze, die ich zur Kräftigung des Bindegewebes einfach mal ausprobieren soll. Für mich hieß das 3x täglich Leberwurst mit Schüßler Salzen. Traumhaft 🙂

Nach etwa 4 Wochen durfte ich dann probeweise die Treppen wieder mal laufen.

Und was soll ich Euch sagen…

die Leberwurst hat geholfen.

Okay, Frauchen behauptet es waren die Schüßler Salze (Calcium phosphoricum D6 -2x tgl.- und Silicea D6 -1x tgl.-), aber das ist mir ehrlichgesagt egal. Hauptsache mir bleibt das MRT und die Lumbalpunktion erspart.

Jetzt haben wir einen guten Kompromiss gefunden. Ich werde die Treppen grundsätzlich getragen und solang ich beim Toben keine Probleme habe, belassen wir es einfach dabei. Die wenigen Male wenn ich die Treppen doch selbst laufen darf, mache ich das, wie es sich gehört auf allen 4 Pfoten. Also würde ich sagen: alles ist gut!

Frauchens Homöopath hat seitdem übrigens einen Patienten mehr. Es kommt nämlich immer wieder mal vor, dass Frauchen mit ein paar Kügelchen oder Schüßler Salzen für mich nach Hause kommt. Und sie haben bisher immer geholfen. Egal ob bei einer so großen Sachen wie meinem Rücken oder bei einer einfachen Erkältung.

Tino´s Frauchen:

Sabine Dengler - swMein Name ist Sabine Dengler und ich bin das stolze Pudelfrauchen von Tino Sommerbär.
Geboren, aufgewachsen und wohnhaft in München war der erste und eigentlich auch einzige Hundekontakt in meiner Kindheit der Dackel meiner Patentante.

In den letzten Jahren wurde der Wunsch nach einem eigenen Hund allerdings immer größer und nachdem sich meine privaten Umstände positiv dahingehend geändert hatten, machte ich mich auf die Suche nach „meinem“ Hund. Dass es ein Pudel wurde, habe ich ausschließlich meiner Hundehaarallergie zu verdanken. Inzwischen bin ich aber ein richtiger Fan dieser Rasse geworden.

Nachdem Tino also mein erster Hund ist, hatten wir beide sehr viel zu lernen.
Ich natürlich viel mehr als er. Aber dadurch sind wir richtig gut zusammengewachsen und heute sind wir ein Herz und eine Seele.

Auf die Idee aus Tinos Sicht zu schreiben kam ich über Twitter. Als Tino ein Jahr alt war, hab ich mich (also besser ihn) dort angemeldet. Die Welt aus Hundesicht zu erzählen hat etwas ganz Besonderes. Und da die 140 Zeichen bei Twitter für Tinos Abenteuer längst nicht ausreichen, habe ich angefangen Gastbeiträge für diverse Hundeseiten zu schreiben. Auch auf Facebook erzählt Tino etwas ausführlicher über sein Leben und wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann einmal einen Tino-Blog.

Fotos und Quelle: Sabine Dengler

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Über Anke 124 Artikel
Hallo, ich bin Anke, zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe und berate hier vor allem rund um das Thema Ernährung von Hunden. Auf www.anke-jobi.de biete ich außerdem Online-Kurse für Hundehalter zur Hundeernährung an.

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