Der Holzweg der Hundehalter – und wie man ihn verlassen kann

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Auf meinem Schreibtisch liegt ein Buch über Hundeernährung aus dem Jahr 1998. Es ist ein sehr undogmatisch geschriebenes Buch, das ganz selbstverständlich erklärt, wie man einen Hund ganz unkompliziert durch die eigene Zusammenstellung der Rationen ernähren kann. Kein Konzept wird erwähnt, kein Fertigfutter angepriesen oder schlechtgemacht. Ganz einfach und selbstverständlich wird erläutert, was Hunde brauchen und wie man ihnen das zur Verfügung stellt. Geschrieben von zwei Fachtierärztinnen für Tierernährung und Diätetik.

Dieses Buch ist beinahe 20 Jahre alt. Das ist eine Weile her und seitdem scheint eine Menge passiert zu sein. Hundeernährung ist kein einfaches Thema mehr. Es ist eine hochkomplizierte Angelegenheit geworden, über die man nicht einfach nur diskutiert, nein, es wird gestritten und sich aus den verschiedenen Meinungslagern gegenseitig bekämpft. Es wird sich angefeindet, niedergemacht, beschimpft und das alles wegen einer Angelegenheit, die im Grunde genommen eine Nebensächlichkeit ist.hundeschule

Das exakt gleiche Bild zeigt sich, wenn es um die Hundeerziehung geht. Es ist ein regelrechter Glaubenskrieg entstanden darüber, wie man einen Hund am besten in die menschliche Welt integriert. Und während die Hunde immer schwieriger zu werden scheinen, sprießen Hundeschulen und Hundetrainern wie Pilze aus dem Boden. Es wird sich gestritten, gezankt, ob der Hund nun gehorchen muss oder nicht, ob man dem Hund eine Blechschüssel um die Ohren hauen darf oder ob schon ein Wort wie „nein“ einen Gewaltakt in der Hundeerziehung bedeutet. Hundehalter zerbrechen sich den Kopf darüber, ob sie vor ihrem Hund durch die Tür gehen dürfen und ob der Hund auf die Couch darf.

„Die wahre Gefahr für die Menschheit liegt darin, dass sie mangels natürlicher Maßstäbe nicht mehr Gerade und Ungerade unterscheiden kann und damit geneigt ist, jedem Scharlatan auf den Leim zu gehen. Am besten bekommt dies natürlich der Industrie, die dem Menschen einhämmert, dass er nur dann etwas ist, wenn er genügend Geld erwirbt, um alle die unnützen Wegwerfartikel zu kaufen.“ (Eberhard Trumler)

Eberhard Trumler – geboren am 22. Oktober 1923 in Wien, gestorben am 4. März 1991 in Wolfswinkel/Birken-Honigsessen, war österreichischer Verhaltensforscher und gilt als der „Nestor „der Kynologie (Hundekunde) im deutschsprachigen Raum – hat mit diesem Satz die exakte Problematik der heutigen Zeit wiedergegeben. Und das, obwohl er schon über 20 Jahre nicht mehr lebt.

Was sind natürliche Maßstäbe?

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Meine Oma wurde im Jahr 1920 in Breslau (damals die Hauptstadt der deutschen Provinz Schlesien, heute Polen) geboren. Als der 2. Weltkrieg ausbrach, war sie noch recht jung, am Ende dieses Krieges brachte sie ihr erstes Kind zur Welt, wenige Jahre später ihr zweites und flüchtete schließlich mit ihrer Familie hierher. Ihr Leben war geprägt von großen Herausforderungen, das Hauptaugenmerk darauf ausgerichtet, ihre Familie und sich selber mit dem zu versorgen, was man zum Leben braucht. Für Luxus gab es keinen Platz in ihrem Leben, sie hat auch nie danach gestrebt. Ob sie jemals in Urlaub gefahren ist? Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern.

Hundeschulen waren damals noch eine Seltenheit. Auch Fertigfutter für Hunde war noch nicht so verbreitet. Es gab kein Internet, wenige Hundebücher standen den Menschen zur Verfügung, zumal man sich diese von irgendwo her besorgen musste. Die Menschen verließen sich noch auf ihr natürliches Verständnis für die Zusammenhänge. Man kochte noch ordentlich für sich selber und stellte die Mahlzeiten oft nach dem zusammen, was zur Verfügung stand und was man sich leisten konnte. So auch für den Hund. Kaum jemand kam auf die Idee, dass es schädlich wäre, einem Hund die Reste zu geben. Etwas wegwerfen? Wer einen Krieg erlebt hat, wohlmöglich gehungert hat, der wirft nichts weg.

Meine Oma kannte keine Barfpläne, hatte keine Zeit zu recherchieren, was ein Hund für einen Nährstoffbedarf hat, Geld für teure Hundebücher war einfach nicht da. Sie hatte kein Internet, wo sie etwas hätte nachlesen können und ihr wäre nie in den Sinn gekommen, dass Ernährung etwas kompliziertes sein kann. Genau wie sie und ihre Familie bekam der Hund schlicht das, was da war. Und er wurde von ihr behandelt wie – ein Hund. Er wurde versorgt, ernährt, geliebt und man erwartete einfach von ihm, sich entsprechend an die Regeln zu halten, die seine Menschen aufgestellt haben, damit es sowohl ihm, als auch allen anderen gut geht.

Was ist seitdem passiert?

Genau genommen sind seitdem zwei Dinge passiert. Zum einen ist der Hund zum „Geschäftsmodell“ geworden. Man hat entdeckt, dass man durch Hunde viel Geld verdienen kann. Und den Ausmaßen dieser Entdeckung sind keine Grenzen gesetzt. So, wie Eberhard Trumler es oben schon beschrieben hat, hat man es verstanden, den Menschen in ihr Gehirn zu „pflanzen“, dass Hunde diese „Maßnahmen“ unbedingt brauchen. Nun glauben heute viele Hundehalter z.B. fest, dass man einen Hund nur ernähren kann, wenn man ein Futter wählt, dem exakt in Menge und Verhältnis genau die Nährstoffe zufügt werden, die der Hund laut in Tierversuchen ermittelten Standartwerten benötigt.

Das zweite, das passiert ist, ist eine Verunsicherung der Hundehalter, die natürlich nicht zuletzt durch das erste hervorgerufen wurde. Nun wagen es viele Hundehalter der heutigen Zeit schlicht nicht mehr, ihrem natürlichen Instinkt, Bauchgefühl, oder wie immer man das nennen möchte, zu folgen. Sie trauen sich nicht mehr, weil die Fachwelt ihnen erfolgreich suggeriert, dass sie dazu nicht in der Lage sind, zu dumm sind. Leider geht Wissen, das man nicht mehr anwendet, aber mit der Zeit verloren…

Meine Oma wurde 80 Jahre alt. In ihrem arbeitsreichen Leben ist sie kaum jemals krank gewesen und sie ist ganz schlicht an Altersschwäche gestorben. Sie hatte niemals die Muße, sich damit auseinander zu setzen, ob ihre Ernährung ihren Nährstoffbedarf tatsächlich abdeckt, geschweige denn, dass sie sich diese Gedanken bei ihren Hunden gemacht hätte. Eher das Gegenteil war wohl der Fall, denn einen Großteil ihres Lebens war sie damit beschäftigt, überhaupt genug zum essen zu haben. Sie hätte nie Geld übrig gehabt, einen teuren Hundetrainer zu bezahlen, den sie aber auch nicht brauchte, genauso wie sie niemand gebraucht hätte, ihre Kinder zu erziehen. Sie hatte ein natürliches Verständnis für Hierarchien und obwohl sie ihre Hunde abgöttisch geliebt hat, standen diese in der Hierarchie eindeutig unter ihr. Sie trug die Verantwortung, also hatte sie auch das Sagen. Für einen Hund eigentlich die normalste Sache der Welt.

Was sie ebenfalls nicht hatte, waren tausende Euros (damals natürlich noch Mark 😉 ), um oft mit dem Hund zum Tierarzt zu gehen. Das wäre ihr auch nicht in den Sinn gekommen, denn die Verantwortung für die Hundegesundheit sah sie als ihre eigene an. Sie wusste noch ganz selbstverständlich, was man tut, wenn ein Hund z. B. mal Durchfall hat. Sie selber ging ebenfalls nicht oft zum Arzt. Zum einen war sie selten krank, zum anderen sah sie auch hier ihre eigene Verantwortung.

Der Hund als Partner

Eigentlich ist noch eine dritte Sache passiert, wenn man einmal auf den Punkt Hierarchien zurück kommt, der Status der Hunde hat sich verändert. Für viele Menschen in der heutigen Zeit ist der Hund fast zu einem Partner auf Augenhöhe geworden. Das ist zwar einerseits nichts schlechtes, weil diesen Menschen das Wohl des Hundes ganz besonders am Herzen liegt. Andererseits „verschwimmt“ aber ihr Blick für die hündischen Bedürfnisse, weil sie den Hund nicht mehr richtig als Hund wahrnehmen.

So kommt es dazu, dass der Hund zwar mit keinerlei harten Realitäten konfrontiert werden soll, andererseits jedoch ohne diese „Schule des Lebens“ integriert sein soll. Was sind harte Realitäten? Mit harten Realitäten meine ich nicht, einen Hund mit Schlägen oder sonstiger Gewalt zu bestrafen, sondern das Lernen aus Konsequenzen. Konsequenzen sind nicht gleichzusetzen mit Strafen, sondern eine natürliche Folge auf ein Verhalten. Nun findet der Hund häufig in seinem Mensch nicht mehr die verantwortliche „Geschäftsleitung“, sondern ein Wesen, das ihn zwar mit positiven Erlebnissen überschüttet, sich aber überhaupt nicht für die „Gefahrenregelung“ eignet. Und ganz einfachen natürlichen Gesetzgebungen zufolge wird ein Hund sich von niemand führen lassen, der nicht dazu in der Lage scheint, ihn zu beschützen, wenn Gefahr im Verzug ist.

Meine kleine Oma war dazu in der Lage, ihrem Hund zu vermitteln, dass sie ihn versorgt und beschützt und das mit ihren gerade mal 160cm Körpergröße. Sie hat diese natürliche „Führungskompetenz“ noch gehabt, einfach aus einem Leben heraus, das ihr gar keine andere Wahl gelassen hat, als sich zu behaupten.

Und was machen wir jetzt?

Ja, was machen wir jetzt? Wie können wir zurück finden zu diesen natürlichen Maßstäben? Was können wir tun gegen die „Dämonen der Angst“ die uns eingepflanzt werden?

Was können wir tun, damit diese geradezu kriegerischen, hasserfüllten Streitereien und Diskussionen rund um die Hundehaltung ein Ende finden? Wie können wir wieder zu einem friedlichen Miteinander finden, auch zum Wohl unserer Hunde?

Die Antwort darauf ist eine ganz schlichte …

Hör auf die Stimme in dir! Es ist diese leise (und immer leiser werdende) Stimme in dir, die jedes Mal spricht, wenn du ein Unbehagen spürst. Die Stimme in dir, die sagt, dass etwas sich irgendwie „nicht richtig“ anfühlt. Diese Stimme, die immer mehr Menschen verdrängen, weil sie ihr nicht mehr trauen. Denn genau diese Stimme steht für das, was man auch „natürlichen Maßstab“ nennen kann.

Am Anfang ist das sehr, sehr schwierig, man hat es nämlich verlernt. Es ist so, als wäre man schwerhörig. Man versteht nicht so richtig, was diese Stimme sagt. Manchmal ist man sich gar nicht sicher, ob man die Stimme überhaupt gehört hat. Aber – man kann das üben. Und je öfter man es übt, desto verständlicher wird die Stimme. Bis man eines Tages feststellt, dass die Stimme zu einer klar verständlichen Stimme gewachsen ist. Und eines Tages stellt man voller Verwunderung fest, dass man eigentlich alle Antworten auf die wichtigen Fragen des Lebens in sich trägt …

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Über Anke 124 Artikel
Hallo, ich bin Anke, zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe und berate hier vor allem rund um das Thema Ernährung von Hunden. Auf www.anke-jobi.de biete ich außerdem Online-Kurse für Hundehalter zur Hundeernährung an.

52 Kommentare

  1. Liebe Anke,
    das ist ein sehr schöner Artikel. Magst du mir verraten, ob deine Oma ihren Hunden auch jeden Tag Fleisch gefüttert hat? Nicht, dass ich das meinem Hund verweigern möchte, es treibt mich aber die Frage um, ob das wirklich jeden Tag sein muss. Aus den schon oft von dir genannten Gründen, möchte Zorbo so viel wie nötig aber so wenig wie möglich Fleisch füttern und weil es oft schwer ist, eine neutrale Meinung einzuholen, finde ich gerade Erfahrungsberichten von älteren Genrationen interessant. Mein Bauchgefühl klatscht bei deinem Artikel freudig in die Hände und gibt stupsend zu bedenken, dass Fleisch noch nicht immer so selbstverständlich zum Alltag gehörte.
    Vielen lieben Dank für deine wunderbaren Artikel!

    • Hallo liebe Anne,

      nein, meine Oma hat ganz sicher nicht große Mengen Fleisch an ihre Hunde verfüttert. Da ich zu einem Großteil nicht dabei war, kann ich das im einzelnen natürlich nicht sagen. Sie ist aber bis zum Schluss einmal die Woche zum „Dorfmetzger“ gegangen und hat dort ihren kleinen Vorrat an Wurst und Fleisch eingekauft, da war ich schon als kleines Kind oft dabei. Sonntags gab es Fleisch, unter der Woche oft Eintöpfe. Sie hat den Hunden gerne gegeben, was sie da hatte und was ihnen geschmeckt hat. Zum Schluss, als sie schon sehr alt war und durcheinander, hat sie dann leider nicht mehr das Maß eingehalten und ihr alter Dackel wurde übergewichtig …

      Genau wie du es siehst, sehe ich es auch. Fleisch ist ja eigentlich viel zu billig. Und deine Frage, ob ein Hund jeden Tag Fleisch benötigt, kann ich mit einem klaren nein beantworten. Auch andere tierische Produkte liefern tierische Proteine, so z.B. Milchprodukte und Eier. Wenn man es ordentlich macht, bin ich mittlerweile sogar überzeugt davon, dass man einen Hund durchaus auch vegetarisch ernähren kann. Ganz undogmatisch wird das in oben erwähntem Buch übrigens ebenfalls abgehandelt. Dort steht „Hunde sind keine reinen Fleischfresser, daher ist es grundsätzlich möglich, Hunde auch vegetarisch zu ernähren. Hierbei muss man aber ganz besonders darauf achten, dass alle wichtigen Nährstoffe, vor allem auch genügend hochwertiges Eiweiss, zur Verfügung stehen. Am besten eignen sich für die Bereitstellung dieser Eiweiße Kuhmilchprodukte und Eier …“ Wenn du als Gesamtanteil etwa 40% Fleisch fütterst, noch etwas Milchprodukte dazu und Eier, dürfte alles in bester Ordnung sein.

      Danke auch für dein Lob!! 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  2. Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Dein Artikel hat mir den letzten Anstoß geben. Von nun an wird hier das Futter selbst zubereitet und zusammengestellt (und sollten wir uns doch mal überfordert fühlen, steht die Notdose im Schrank bereit).

    Lieben Dank und ein schönes Wochenende!
    Anne

    • das ist schön für deinen Hund! 😀 Und falls du mal den ein oder anderen Tipp brauchst, schaust du hier vorbei oder schreibst mir 😉

      Liebe Grüße und auch euch ein schönes Wochenende
      Anke

  3. Hallo Anke, ich habe soeben deinen Artikel gelesen. Dieser gefällt mir sehr gut. Er ist herrlich erfrischend und zeigt, meiner Meinung nach, gut auf, wo heutzutage die Stolpersteine liegen. Leider haben wir uns oftmals tatsächlich völlig von uns selbst entfremdet. Ich hoffe sehr, dass viele den Weg zu sich selbst zurück finden. Annabelle mit Leroy und Melody PS. Ich teile gerne deinen Beitrag bei uns.

  4. Liebe Anke,
    Dein Artikel spricht mir vollkommen aus dem Herzen. Man könnte die Einzelheiten sogar auf die Menschen insbesondere auf die Kinder und deren Erziehung übertragen.
    Als ich vor etwas über 4 Jahren meinen ersten Hund bekam, war ich total verunsichert. Wen ich nicht alles gefragt habe bezüglich der Ernährung – und jedes Mal bekam ich eine andere Meinung. Auch was die Erziehung betrifft – im Falle meiner kleinen spanischen Hündin war die Hundeschule völlig kontraproduktiv.
    Dann bekam ich vor 2 Jahren noch einen zweiten Hund – und wie sich herausstellte – war er Allergiker und hatte eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung.
    Vieles durfte ich bei ihm gar nicht verwenden – wie z.B. Kuhmilchprodukte. Jetzt ist der Toby zwar inzwischen verstorben, aber ich traue mich nicht, der Mila Kuhmilchprodukte zu geben aus Angst, das könnte sich alles wiederholen. Da muss ich nun erst noch Vertrauen aufbauen zu mir und vor allem zu meinem Hund.
    Aber – wie immer war Dein Artikel sehr hilfreich, auf den Punkt gebracht und spannend geschrieben.
    Liebe Grüße – Dori

    • Hallo liebe Dori,

      ja, ich verstehe deine Ängste. Du musst dir natürlich selber sagen, dass die Milchprodukte die Erkrankung nicht ausgelöst haben, sondern dass die Symptome Ausdruck der Erkrankung waren. Es ist allerdings normal, dass Hunde je älter sie werden, immer schlechter Laktose vertragen können. Deshalb sollte man ihnen keine Milch geben, eher „angesäuerte“ Milchprodukte wie z.B. Joghurt oder auch Buttermilch (die lieben viele Hunde!).

      Ich freue mich, wenn mein Artikel dir hilft, dir selber wieder etwas näher zu kommen 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  5. Toll geschrieben und genau das angesprochen , was ich in mir fächer!
    Mir ging es damit auch nicht gut in einer Hundeschule zu bleiben , in der du dem Hund keine Handzeichen geben darfst , eugene Leckerei geben musst u einen Clicker fûr den Alltagsgebrauch verwenden musst, usw. Händle nun auch nach meinem Gefühl, aber es braucht Zeit das Richtige zu erkennen! Leider wird man verurteilt wenn man anderen nicht entspricht . .. aber das muss egal sein , es geht um meine und des Hundes Gesundheit und unser gemeinsames Familienleben mit Hund!!
    lg Karina

    • Hallo liebe Karina,

      vielen Dank für dein Lob! Aus meiner Sicht ist ein kompetenter Hundetrainer vor allem in der Lage, den Hundehalter auf dem Weg zu unterstützen, der ihm entspricht, denn jeder Mensch ist anders (und natürlich auch jeder Hund). Das funktioniert natürlich nicht, wenn man mit Konzepten arbeitet. Ich bin nicht so der Anhänger von Konzepten, da dabei immer die Individualität verloren geht. Dazu habe ich persönlich eine sehr gute Erfahrung gemacht: Da meine Hündin Lucy ein sehr ausgeprägtes Jagdverhalten an den Tag legt, habe ich Einzelstunden bei einer Hundetrainerin genommen. Diese hat mir dann versucht beizubringen, wie ich Lucy „handeln“ soll. Ich sollte sie z.B. mit hoher Stimme bestärken bei guten Sachen (Feeeeeein gemacht, suuuuuuper!!, etc.). Das und einiges anderes war aber gar nicht mein Ding und ich kam mir total bescheuert vor. Irgendwann habe ich das Training abgebrochen und ihr das auch genau so erklärt. Ihr Antwort war sehr kompetent, sie hat gesagt „toll, du hast jetzt dein eigenes Gefühl dafür entwickelt, wie du mit deinem Hund umgehen kannst und möchtest, das ist für mich ein großer Erfolg!!“. Ich war erst einmal baff über diese unerwartete Reaktion. Irgendwann wurde mir dann klar, dass es genau darum geht, um das Gefühl für den eigenen Umgang.

      Ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner „Methode“ und wähne dich auf einem guten Weg 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  6. vor gut 20 Jahren lernte ich, daß Bio Milch unbehandelt von meinen Hunden immer gut vertragen wird während es auf H-Milch immer Durchfall oder mindestens weichen Stuhl gab. Aber die Milch vom Bio Hof unbehandelt konnten meine Hunde trinken ohne daß der Darm reagierte. Wir waren bei Bekannten zu Besuch und mein damaliger Hund trank mit dem Hund des Hofes eine große Schüssel frischer Milch und am nächsten Morgen nochmals als Frühstück eine große Schüssel. Der Bauer versprach mir damals schon, von seiner Milch bekommt mein Hund keinen Durchfall. Und so ist es bis heute, frische Milch vom Hof und hier die Demeter Milch vom Berchtesgaden braunes Glas kann bedenkenlos gefüttert werden, auch mein jetziger Hund verträgt das prima. Ebenso frische Schaf- und Ziegenmilch die wir hier aber nicht bekommen, nur im Süden im Urlaub gibt es die ab und zu.

    • Hallo Anja,

      ich weiß nicht, ob du davon schon gehört hast … unter den „ältesten Hunden der Welt“ befand sich einer mit Namen Maggie, ein Australien Kelpie, geboren 1986. Ihr erreichtes Alter war 30 Jahre und sie wurde ernährt mit frischen Komponenten, vor allem Fleisch und Gemüse, auch Fertigfutter als „Snacks“, erhielt regelmäßig die Nachgeburt von Rindern und – trank täglich frische Milch!! Gerade die Milch wurde im nachhinein als einer der wichtigsten Bestandteile dafür angesehen, dass sie so alt wurde. Man vermutete, es habe mit dem Fettsäurenmuster zu tun. Du liegst also wohl gar nicht so falsch 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  7. Hallo!
    Grundsätzlich sollte man aber deinem erfreulich guten Artikel noch hinzufügen, dass gerade der ‚richtige‘ Umgang, also dass der Mensch die Führungsposition inne hat und somit den Hund keinem unnötigen Stress aussetzt, für seine Gesunderhaltung förderlich ist.
    Ich hab immer geschwächte, kranke Hunde mit schlechten Prognosen übernommen und alle sind über 14j alt geworden.
    Obwohl ich meine nahezu nur mit Trockenfutter ernähre.
    Als Tip noch bzgl Milch. Dosenmilch mit hohem Fettanteil oder Kaffeesahne dann mit Wasser verdünnt, wird gut vertragen, damit habe ich schon in meiner Kindheit alle möglichen Haus-& Wildtiere erfolgreich aufgezogen. ?
    Und gerade Magerquark und Hüttenkäse eignen sich hervorragend als Eiweisslieferanten auch über einen längeren Zeitraum.
    Früher wurden Hunde wie Kinder erzogen, aber das hilft heute kaum mehr jemandem weiter, weil es nur noch selten so etwas wie Kindererziehung gibt.
    Willkommen in der schönen, neuen Welt!

    • Hallo liebe Anna,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich glaube, auch heute kann Hunde- und Kindererziehung sich gleichen. Ja, die Dosenmilch … die hatte früher auch eine ganz andere Rolle 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  8. Hallo Anke
    Ich finde deinen Text super geschrieben !
    Nur einen Hund vegetarisch zu ernähren find ich na wie soll ich es sagen absolut falsch !
    Ein Hund ist und bleibt ein Fleischfresser , Magen- und Darmtrakt sind dafür ausgelegt , natürlich braucht er nicht jeden Tag kiloweise Fleisch , was auch auch ein wildlebendes Tier nicht jeden Tag zur Verfügung hat , dennoch macht es einen großen Teil seines Bedarfes aus und das ist vielleicht nicht unbedingt nur mit Milch zu ersetzen . Meine Großeltern hatten früher ebenfalls Hunde und Katzen , diese bekamen wie die Hunde deiner Großmutter auch dass was übrig blieb , allerdings wurde früher auf den Höfen geschlachtet und da blieb einiges für die Hoftiere über was der Mensch zum einen nicht selbst verzehrte und zum anderen vielleicht auch nicht verwerten konnte und es nur Knochen waren denn da blieben immer über !

    • Bis zu dem Zeitpunkt wo du auf Ernährung zu sprechen kommst, finde ich deinen Artikel sehr erfrischend !! Nur einen Hund vegetarisch zu ernähren find ich na wie soll ich es sagen absolut falsch !
      Ein Hund ist und bleibt ein Fleischfresser…. dem ist nichts hinzuzufügen-wer sich selbst kasteien möchte,soll sein,aber der Hund MUß wie ein Canide behandelt werde – da es in der Natur keinen“ Vegetarier“ unter dem selben gibt. In diesem Sinne

    • Hallo Alex,

      Magen- und Darmtrakt unterscheiden sich beim Hund nicht allzu sehr vom Mensch. Im Gegensatz zur verbreiteten Meinung ist die Magensäure von Hund und Mensch ziemlich gleich, das Verhältnis der Darm-Körper-Länge ist fast gleich und die Abläufe weitestgehend auch gleich. Es gibt Erkrankungen, da ist es nötig, einen Hund vegetarisch zu ernähren. Eine vegetarische Ernährung kann definitiv alle Nährstoffe liefern, die der Hund benötigt, wenn man sie mit BEdacht ausführt. Ja, es wurde früher geschlachtet. Aber 1. wurde nicht ständig geschlachtet, sondern ab und zu, 2. lebte nicht jeder Hund auf einem Hof mit Vieh, und 3. wenn heute alle Barfer selber für ihre Hunde schlachten müssten, wette ich, mindestens die Hälfte aller gebarften Hunde würde plötzlich zum Vegetarier mutieren 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  9. Ganz wunderbar das hier berichtet wird was ich auch so empfinde.Man darf es ja schon gar nicht mehr öffentlich äußern ohne eine Flut von „Ratschlägen“ zu bekommen was man alles falsch macht wenn man es so macht wie Oma früher .Ich liebe meine Hunde aber Natürlichkeit in Ernährung und Erziehung sind viel wichtiger als die Übertriebenheit die heutzutage an den Tag gelegt wird !

    • Hallo liebe Pia,

      man muss es so sehen, es ist reiner Luxus, dass wir hier so ein Theater um die Ernährung eines Hundes machen kann. Das können sich nicht alle Menschen auf der Welt erlauben und viele würden das auch sicher nicht witzig finden, was wir hier teilweise veranstalten. Deshalb bin ich sehr für „die Kirche im Dorf lassen“ und erzähle mit Genuss gerne, das meine Hunde auch mit Resten vom Tisch gefüttert werden 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  10. Recht hast du. Wenn ich auf meinen Bauch nicht höre,wird’s Mist.Hole Milch direkt vom Bauern und ebenso das Fleisch.Koche dann für meine Viecher eine fette Brühe mit viel Gemüse.Seitdem hopsen sie vor Freude, wenn Futter dran ist.Die Milch lieben sie auch. Und seitdem ist der Pops nicht mehr verschmiert.
    Industriekram macht uns krank und keiner will es wahr haben.

    • Hallo Big,

      ja, ich mag das auch – frisch vom Bauern um die Ecke. Und meine Hunde lieben ihr Futter, selbst wenn mal gar kein Fleisch drin ist 😀
      Liebe Grüße
      Anke

  11. Liebe Anke
    Du hast einen ganz wichtigen Punkt vergessen, der Hund deiner Oma hat sicherlich auch selbst noch für Nahrung gesorgt und z. B. Mäuse gejagt und somit tatsächlich viel mehr Fleisch als die einzelnen Familienmitglieder bekommen; auch ich habe das ähnlich erlebt nur dass bei mir zu Hause noch geschlachtet wurde und der Metzger für ganz besondere Anlässe genutzt wurde.
    Das mit dem Bauchgefühl wäre schön, wenn nicht Generation Handy alles doppelt und dreifach in teils dubiosen Foren einstellt und schlussendlich noch mehr verunsichert wird. Auch war der Hund deiner Oma mit Sicherheit an keinem Rassestandard gemessen bzw. So gezüchtet worden; es gab viele rassetypischen Erkrankungen nicht, denn diese Tiere überlebten einfach nicht und das war nicht nur die natürliche Selektion!
    Daher bin ich mit dir nicht einer Meinung – trotz eines bei mir sehr ausgeprägten Bauchgefühls – es war damals anders – ohne irgendwelchen Zusätze – oder hatte deine Oma irgendein fix Präparat zum Spagetti – auch die gab es damals nicht – zur Hand!
    Deine Aussagen sind für mich leider weder haltbar noch richtig – der einzig positive Aspekt ist das fehlende Bauchgefühl!

    • Hallo liebe Barbara,

      ich muss gestehen, so richtig kann ich dir nicht folgen, was du agen willst. Du gibst mir recht, dann wieder nicht und ich lese keine wirkliche „Message“ …

      Liebe Grüße
      Anke

  12. Dieser Artikel spricht mir aus der Seele. Auch meine Oma hatte Hunde. Ich erinne, dass die Lieblingsspeise der Hunde eingeweichtes Weißbrot in warmer Milch war. Das gab es immer, wenn meine Oma nichts anderes im Haus hatte, ansonsten gab es was so anfiel. Die Hunde sind uralt geworden. Auch mich begleiten seit frühster Kindheit eigene Hunde. Meine Mutter hat sich nie Gedanken um “ artgerechtes, ausgewogenes“ Hundefutter gemacht. Mal gab es selbstgekochtes, mal Dosenfutter, mal vom Tisch. Und wenn der Hund irgendetwas nicht vertrug, wurde es nicht mehr gefüttert. So einfach war das. Ich habe mich vor einigen Jahren dann etwas intensiver mit Hundeernährung beschäftigt, habe nur noch das vermeintlich hochwertigste Hundefutter gekauft und schließlich gebarft, natürlich gerechnet, abgewogen usw. Doch dann habe ich mich an früher erinnert, an meine Oma, meine Mutter, an all unsere Hunde, die nie nennenswerte Erkrankungen hatten und alt wurden. Und mir wurde klar, der erste Hund, der mit Allergien zu kämpfen hatte, ständig Juckreiz und wer weiß wie viele Kortisonspritzen in seime Leben bekommen hatte,, war der der hauptsächlich mit Fertigfutter ernährt wurde. Also lange Rede kurzer Sinn, meine Hunde werden – wie du es beschreibst -wieder aus dem Bauch heraus gefüttert. Die Hunde bekommen alles was so anfällt. Von hochwertigem Trockenfutter, Dosefutter, Selbstgekochtem bis hin zu Essensresten usw. Sie dürfen Joghurtbecher auslecken und an rohen Fleischknochen knabbern. Wenn ich meine, die Hunde werden zu dick, wird ein bisschen reduziert oder die Bewegung erhöht, werden sie zu dünn gibt es wieder mehr. Die einschlägigen Hundeforen lese ich nur noch zur Unterhaltung. Also, danke für den Artikel.

    • Hallo liebe Birgit,

      ich danke DIR für diesen erfrischenden Kommentar. Es ist schön zu lesen, dass es Menschen gibt, die mit dem Thema Ernährung so umgehen, wie es das Thema aus meiner Sicht eigentlich verdient hat. Meiner Meinung nach spielt es auch eine große Rolle, dass unsere Großeltern und zum Teil auch Eltern noch richtigen Mangel miterlebt haben. Sie haben Nahrungmittel als etwas kennengelernt, was man nunmal zum Leben braucht. Als ich ein Kind war, hat meine Mutter uns manchmal sogenannte Mehlsuppe gekocht, das war einfach Mehl mit Milch, etwas Fett und etwas Zucker. Eine Mahlzeit, die entstanden ist in der Zeit des Krieges, als die Menschen mit wenig bis nichts klarkommen mussten …

      Aus dem Joghurtbecher schlecken ist hier auch sehr beliebt 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  13. Großartiger Artikel, dem ich zu 100% zustimme! Ich möchte noch einen weiteren Aspekt zum „Geschäftsmodell“ Hund ergänzen: Die Produktion – sprich Übernachtung. Der Markt regelt schließlich die Nachfrage und wenn viele Hunde gebraucht werden – werden auch viele produziert – egal wie! Um Profit damit zu machen.
    Meiner Meinung nach ist das auch ein Ursache der „plötzlich“ auftretenden Allergien, Unverträglichkeiten etc.

    • Hallo liebe Carmen,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Allerdings verstehe ich nicht ganz, was du mit „Übernachtung“ meinst 😀 … Markt, Nachfrage, etc. sind ja eigentlich Formulierungen, die man für ein Produkt benutzt. Hunde sind ja aber kein Produkt, sondern Lebewesen. Lebewesen, die nicht DEN Schutz durch Gesetze genießen, der ihnen eigentlich zusteht. Würden Tiere nicht mehr als Sache definiert und behandelt werden, sähe vieles sicher anders aus. Aber – das ist natürlich wieder ein Thema für eine andere Stelle …

      Liebe Grüße
      Anke

  14. Lest doch mal in meinem Buch: B. Harries ‚Ich habe ihnen nicht immer gut getan‘ wie mein Opa mit Hunden umgegangen ist. Auch in den Generationen vor uns gab es Ubterschiede!

    • Hallo liebe Brigitte,

      wie wäre es denn, wenn du uns hier ein bisschen was darüber erzählen würdest, wie dein Opa mit Hunden umgegangen ist. Vielleicht bekommt dann ja der ein oder andere Leser Lust, auch dein buch zu lesen …

      Liebe Grüße
      Anke

  15. Endlich zieht mal jemand die Notbremse….Ich habe seit über 40 Jahren eigene Hunde …Und alle sind frühestens mit 15-16 Jahren von mir gegangen u.a. Ein Doggenmix, 1 Rottweiler, 1 Cockerspaniel und 1 AAH, als keineswegs kleine Rassen die sowieso schon etwas älter werden. Und alles ohne irgendwelche Pülverchen oder spezielles Futter, der Rotti hat mit 14 erstmals den TA für die Behandlung einer Krankheit benötigt, din Dogge mit 13, der AAH mit 15….Seine Tochter erfreut sich mit 13 so guter Gesundheit das ich noch Hundeshop mit ihr machen könnte.Ich füttere hauptsächlich Trockenfutter….Und nebenbei Fleisch,Knochen und auch wenn vom Tisch etwas übrig bleibt landet es im Napf…Warum werden meine Hunde so alt? Lt. Verschiedenen Foren und Experten vergifte ich meine Hunde regelrecht…Auf der anderen Seite werde ich oft gefragt warum meine Hunde solange fit sind und so alt werden…

    • Hallo liebe Eva,

      das liest sich, als würdest du mit der Fütterung deiner Hunde herrlich unkompliziert umgehen. Finde ich super und ich glaube auch, dass die Hunde in deiner Obhut gesund alt werden, kommt wohl nicht von ungefähr 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  16. Liebe Anke, mit Freude habe ich deinen Text gelesen. Ich würde meine Hunde sehr gerne so Ernähren wie deine Oma es getan hat. Aber wir haben sehr viele Hunde, da reichen keine Reste! Wie könnte ich es am besten machen? LG Anke

    • Hallo liebe Anke ( 😀 ),

      Das kann ich natürlich schlecht mal eben alles in einen Kommentar packen 😀 . Gibt ja viele Variationen, ich denke, das wichtigste ist aber erst einmal, für dich herauszufinden, was du tun möchtest. „Sehr viele Hunde“ ist ein dehnbarer Begriff 😀 … Man kann Reste natürlich mit weiteren Zutaten kombinieren, viele kombinieren Reste auch mit Fertigfutter, das ist sicher auch keine so schlechte Variante. Hast du schon von meiner „Frisches-Futter-Challenge gelesen? Die startet am 1. April und da werde ich einen Monat täglich posten, wie ich meine Hunde füttere. Vileleicht wäre das für dich ja interessant … Du könntest erst einmal schauen, was so alles passiert bei meiner Challenge, bestimmt werden auch einige Leser interessantes Feedback geben, das dir auch noch Einblicke verschafft, wie andere die Fütterung so handhaben. Schau mal hier: https://www.clean-feeding.de/30-tage-frisches-futter-challenge/

      Also vielleicht bis bald 😀
      Liebe Grüße
      Anke

  17. Liebe Anke
    Ein toller Artikel! Schön, dass wir beide auf ganz unterschiedliche Art und Weise, Menschen wieder das Bauchgefühl mit Hund näher bringen 😉
    Herzlichst, Anna

  18. Hallo Anke,

    ich gebe meinen „Vorrednern“ völlig recht! Super geschrieben und interessant, bis Du mit der Ernährung anfängst! Der Hund ist kein Vegetarier, er brauch Fleisch! Wenn wir draußen sind er Gras/Rinde/Erde frisst dann ist das so, weil er es von „seinen“ Natürlichen Instinkten her braucht, aber ich Fütter nicht Absichtlich falsch! Zitat: „Deshalb sollte man ihnen keine Milch geben, eher „angesäuerte“ Milchprodukte wie z.B. Joghurt oder auch Buttermilch (die lieben viele Hunde!).“ –> Ein Hund kann nicht Melken! Daher ist das was ein Hund kann auch das was er bekommt! Ein Hund kann auch nicht Kochen (Eintöpfe etc.), er bestellt keine Felder und Gießt nicht…denk mal an diese These, das sind von Menschen geschaffene Probleme! Industrielles Futter gibt man einfach nicht! MFG Matze

    • Hallo Matze,

      einer der Hunde mit erreichtem höchsten Alter war Maggie, ein Hund der in Australien lebte. Sie bekam jeden Tag Milch frisch von der Kuh und wurde 30 Jahre alt … Ein anderer wurde Zeit seines Lebens vegan ernährt und wurde 27 Jahre alt … Es gab auch noch einen, der wurde hauptsächlich von Tischresten ernährt und wurde sag und schreibe 32 Jahre alt 😉

      Liebe Grüße
      Anke

  19. Liebe Anke, mit deinem Artikel sprichst du mir aus der Seele. Ich bin Hundetrainerin und werde täglich mit diesem fehlenden Bauchgefuehl zu sämtlichen Themen rund um den Hund konfrontiert. Sofa- Bett ja oder nein, Halsband – Geschirr, für und wider, Trocken- oder Nassfutter, Erziehung immer nur positiv oder darf ich auch mal eine klare Ansage machen….. Die Liste ist endlos. Ich fühle mich mit meinen bald fünfzig Jahren, manchmal uralt und extrem unmodern, wenn ich den Leuten eben kein Konzept xy als einzig richtig verkaufe, sondern ihnen die Vor- und Nachteile zu der jeweiligen Entscheidung erläutere und die Entscheidung aber Ihnen ueberlasse. Mit meinen Erklärungen muss ich gefuehlt immer weiter zurück gehen, denn was früher selbstverständlich war, ist heute scheinbar eine Besonderheit. Themen wie Respekt, Verantwortung, Fuehrung, Regeln, Ruecksichtnahme scheinen eher negativ belegt zu sein. Und der eine oder andere ist regelrecht handlungsunfähig, wenn er eigenverantwortlich eine Entscheidung treffen soll. Viele Menschen möchten lieber ein bestimmtes Programm kaufen und damit gewisse Erfolgsgarantien erwerben. So wie beim Thema Futter. Ich bin für jede Stimme dankbar, die sich in einer Welt, in der Heil und Glück versprechende Gurus Hochkonjunktur haben, so bodenständig „outet“.?

    • Hallo liebe Andrea,

      vielen Dank!! Freut mich, dass wir ähnlich ticken! Vielleicht liegt es ja am Alter, ich bin nämlich auch fast 50 … quasi ab morgen 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  20. Hallo Anke, habe deinen Artikel mit Freude gelesen. Und bin erstaunt und überrascht.
    Ich möchte meinen Hund auch gut und gesund ernähren.
    Kann mir es aber nicht leisten jeden Tag frisches Fleisch für uns zukaufen.
    Ich denke auch, das der Hund/Wolf sich dem Menschen angeschlossen hat, weil er dort immer ohne großen Aufwand zu fressen bekam. Auch hat er früher nicht jeden Tag Fleisch bekommen, nur die wenigsten konnten es sich leisten. Aus meiner Kindheit weiß ich noch, das alle Haustiere Essensreste oder Schlachtabfälle bekamen.
    Ich kannte eine Bäuerin die hat jeden Nachmittag ihre min. 20 Katzen gerufen, dann gab es einen großen Topf mit Nudelsuppe.
    Denke auch ein Hund muss nicht nur mit Fleisch ernährt werden. Ich füttere ein gutes TF und ab und an Reste von unserem Essen. Wie ein bisserl gekochtes/gebratenes Fleisch, und Morgens gibt es ein bizzle Vollmilch über das TF. Oder die fast leeren Becher Quark, Naturjogurt oder gekörnte Frischkäse werden gerne ausgeschleckt. Dabei achte ich aber darauf, dass ich nicht so stark würze und das sie davon nicht soviel bekommt, weil sie zu Übergewicht neigt.
    Meine Freya ist ein Aussie-Mädel
    Mitte Mai wird sie 5 J. alt.
    Ist 56 cm hoch und wiegt ca. 24,6 kg. Wenn ich sehe wie viel andere futtern und sind „schlank“ dabei.
    Freya bekommt vormittags 80 gr. und abends 100 gr. TF.
    Wir geben Mittags ca 1 1/2 bis 2 Std. spazieren. Dabei spielen wir gern und oft mit dem Ball oder suchen kleine Leckeris.
    Ich weiß gar nicht warum sie so schwer ist.
    LG Elke

    • Hallo liebe Elke,

      Ich freue mich, dass mein Artikel dir gefallen hat 😀

      Warum dein Hund zu Übergewicht neigt, kann natürlich verschiedene Gründe haben. Hund, die kastreiert sind, benötigen z.B. i. d. R. kleinere Futtermengen. Auch beim Hund ist der Stoffwechsel sehr individuell. Auch die Empfehlungen auf den Futterpackungen passen nicht für jeden Hund gleich. Vielleicht kannst du ja die Mengen etwas herabsetzen …

      Liebe Grüße
      Anke

  21. Hallo Zusammen,
    in aller Regel bin ich eher stiller Mitleser, dieser Artikel spricht mir aus dem Herzen. Heute wird um alles ein „Riesengeschiss“ gemacht. Wenn wir in ca. 3 Jahren einen Hund anschaffen dann wird er wohl Trockenfutter bekommen und das was von unserem Tisch über bleibt, Resteverwertung eben, und ja ich finde eine vernünftige Erziehung muß sein, ich erwarte dass meine Kinder hören, brav und artig sind, also lass ich auch meinen Hund nicht machen was er will. Wir werden hoffentlich viele Jahre unseren gemeinsamen Weg mit Kindern und Hund genießen, mit einem gesunden Verständnis für das was gut und richtig ist. Ich selbst habe in meiner Kindheit noch am Rande das typische und ursprüngliche Landleben miterlebt, ich habe als Kindergartenkind noch auf dem Plumpsklo gesessen, geheizt wurde mit Holz und gebadet wurde ich von meiner Oma in einer großen, schweren, runden Wäschbütt nah beim Holzherd in der Küche damit mir nicht zu kalt wird. Ich habe mit 4 Jahren gesehen wie mein Lieblingskaninchen geschlachtet wurde. Ich habe mit 5-6 Jahren noch im Gemüse- und Obstgarten unterm Haus und auf dem kleinen Feld am Ortsausgang, Bohnen, Möhren, Kartoffeln, Salat, Erdbeeren usw. zusammen mit den Großeltern geerntet. Die Katze war da um die Mäuse zu fangen und bekam auch immer ein bißchen von den Resten aus der Küche. In meiner Kindheit wurde man weniger verweichlicht als heute, es gab einfach Regeln, die waren eben wie sie waren und fertig. Es wurde nicht diskutiert, die Kinder und auch die Tiere bekamen kurzerhand gesagt wie der Hase läuft und damit basta. Ich habe selbst 2 Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren und vor 2 Wochen hat meine Schwester Kaninchen angeschafft die im Herbst geschlachtet werden. Soll ich meinen Kindern jetzt etwas vorlügen und ihnen erzählen dass die Karnikel an einer Möhre erstickt sind, wenn sie im Herbst nicht mehr im Stall sitzen? Das Leben ist kein Ponyhof, war es nie und wird es wohl nie sein… 😀

    • Hallo liebe Nicole,

      du sprichst ein gutes Theme an. Aus meiner Sicht funktioniert die Massentierhaltung so nur, weil die meisten Menschen keinen Bezug mehr haben zu dem Stück Fleisch, das sie im Supermarkt kaufen. Und überhaupt der ganze Umgang mit Nahrungsmitteln ist häufig sehr oberflächlich und nicht mehr wertschätzend geworden, die Menschen sind eben oft weit weg von den Quellen heutzutage. Ich finde es auch sehr wichtig, den Kindern zu sagen und zu zeigen, wo die Nahurngmittel herkommen und z.B. auch, dass für Fleisch ein Tier geschlachtet wurde …

      Insofern finde ich ein „Leben wie auf dem Ponyhof“ auch nicht erstrebenswert 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  22. Auf sein Bauchgefühl zu hören, ist ja eigentlich recht gut. Aber – und nun kommt das große Aber… wir leben nicht mehr in der Zeit der Groß- oder Urgroßeltern. Unsere Hunde – oft Rassehunde – leiden aufgrund der Zucht (irgendwann wirkt sich die oft extreme Inzucht aus) an diversen Erkrankungen. Nun ganz einfach zu sagen.. ok, geben wir halt die Reste vom Tisch – mag für wenige Hunde noch passen, für einen Großteil eher nicht mehr. Tischreste – gesalzen, mit Zwiebel und Gewürzen.. ich kann mir nicht vorstellen, dass das für einen Hund gesund sein soll. Ich koche für meinen Hund selbst, allerdings eine Art Diät, da er an diversen Erkrankungen leidet. Seine Schwestern, die beide eben normal ernährt wurden, sind im Alter von 7 und 8 Jahren an Nierenversagen gestorben. Ich denke, man kann die Hunde von damals nicht mit den Hunden von heute vergleichen – es ist ganz einfach eine andere Zeit. Man kann auch nicht den Bauernhofhund von damals mit den vielen Stadthunden von heute vergleichen. Die „Hundedichte“ ist eine andere geworden, an fast jeder Ecke trifft Hund einen vierbeinigen Kollegen und ausweichen geht in der Stadt an der Leine oft nicht gut. Ich bin pro Bauchgefühl, aber die heutige Zeit mit der damaligen vergleichen – das passt ganz einfach nicht. Wir sind auch über die „gesunde Ohrfeige“ hinaus, damals war sie üblich. Zur Milch und wie gesund sie wäre.. wenn es Hunde gibt, die sie vertragen – fein. Leider dürfte der Großteil der Hunde das nun nicht mehr tun.

    • Hallo liebe Brigitte,

      natürlich, auch die Zucht und was wir Menschen daraus gemacht haben, ist heute wichtiges Thema. Aber zur Ernährung mit Essensresten kann man klar sagen, es ist ncht die Frage die sich stellt, OB Hunde Essensreste bekommen dürfen. Es ist die Frage, wie die Menschen sich ernähren. Stehen Fertiggerichte, Junkfood, Fastfood, etc. auf dem Speiseplan, sollte man den Hund eher nicht damit ernähren, ist ja logisch. Handelt es sich aber um eine hochwertige Ernährung aus frischen Nahrungsmitteln, gesund und ausgewogen zusammen gestellt, schonend verarbeitet, etc., wüsste ich nicht, welcher Nachteil dem Hund daraus entstehen sollte. Auch bei den Gewürzen vergisst man gerne, dass diese einmal vorrangig nicht wegen dem Geschmack verarbeitet wurden, sondern weil sie verschiedene Wirkweisen haben. Auf diese darf man sich gerne besinnen und es können durchhaus auch Hunde davon profitieren …

      Liebe Grüße
      Anke

  23. Hallo zusammen,
    mittlerweile sind mir so manche Foren zuwider, weil jeder „Pups“ eines Hundes als Drama ausgelegt wird… Schön, diesen Artikel über Ernährung zu lesen. Das ist genau das, was meine Freundin (selbst THP) schon seit Ewigkeiten immer wieder erzählt! Sie stammt aus der ehem. DDR und auch dort gab es kein Fertigfutter! ABER: Es wurde nie von einem Hund erzählt, der an Diabetes litt oder an Epilepsie erkrankte! Seit ich Hunde habe, bekommen diese auch Essensreste – und sie wurden zwischen 16 und 17 Jahren alt, auch die größeren! Zu bedenken gibt es jedoch, dass sich in der Hundeerziehung (Gott sei Dank!) doch etliches getan hat. Selbst wenn die Oma aus Breslau ihre Hunde geliebt hat und einen netten Umgang mit den Tieren pflegte, so war das nicht der Normalfall. Ich erinnere mich an meine Kindheit (bin jetzt fast 51)… da lebten die allerwenigsten Hunde im Haus (mir fällt da nur ein Foxterrier und ein Dalmatiner ein), sondern entweder im Zwinger oder an der Kette. Erziehung war, gerade bei den draussenlebenden Hunden gleichbedeutend mit (brutaler) Dominanz. Von daher können wir froh sein, dass ein Umdenken statt gefunden hat! Liebe Grüße an Euch, Knuddler an Eure Pfotenfreunde,
    Gaby + Chaotenrudel

    • Hallo liebe Gaby,

      ja, da hast du natürlich recht! Es ist ja wie bei den Kindern. Noch gar nicht lange ist es her, da durften Lehrer in der Schule Kinder noch mit körperlichen „Züchtigungen“ bestrafen. Aber wie ebenfalls bei den Kindern ist man ja leider vielfach ins andere Extrem verfallen. Viele Menschen sind völlig verunsichert und haben nun eben gar kein genanntes Bauchgefühl mehr für das, was richtig ist, weshalb wiederum viele Methoden und/oder Konzepte, die die Lösung aller Probleme versprechen, gut ankommen …

      Liebe Grüße
      Anke

  24. Danke, genau dies sag ich schon lange.
    Zwar bekommen meine Hunde Fleisch, aber auch Tischreste.

    Ich achte schon bei der Auswahl meiner Hunde auf mein Bauchgefühl und die Energie des Hundes. Siehe da hier leben zwei kleine und drei grosse Hunde ohne Probleme zusammen.

    Ich hab schon nach ein paar Hundeschulenbesuche mit meinem ersten Hund gemerkt das dies nichts für mich und vorallem meinen Rüden war.
    Ich hab nur noch intuitiv/instinktiv gehandelt/erzogen.

    Für mich ist es das richtige und meine Hunde dürfen Hund sein,mit bellen, knurren und was dazu gehört.

    • Hallo liebe Janila,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deine Meinung. Freut mich natürlich, dass dir mein Artikel gefällt 😀

      Liebe Grüße
      Anke

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