Buchtipp – Futterfibel

Futterfibel Wer sich mit der Ernährung von Hunden intensiver auseinander setzt, ist in der Regel auch auf der Suche nach Fachliteratur zu diesem Thema. Da etwas zu finden, was einem weiter hilft, ohne gleich in eine einzige Richtung zu verweisen, ist gar nicht einfach.

Nadine Gelhaus hat mit der Futterfibel ein kleines Buch erstellt, das einfache und praktisch leicht umzusetzende Unterstützung bietet.

Klein deshalb, weil es gerade mal 78 Seiten umfasst, die aber mit nützlichen Tipps und Informationen gefüllt sind.

Nadine Gelhaus ist Tierheilpraktikerin, wobei die Ernährung für sie einen absoluten Schwerpunkt darstellt. Sie vertritt die Meinung dass eine wirkliche Heilung bei Krankheiten nur mit einer gesunden Ernährung einhergehen kann.

Wer allerdings glaubt, es handele sich hier um ein weiteres Barf-Buch, der täuscht. Nadine Gelhaus nutzt für ihre Beschreibung der von ihr gewählten Fütterungsart schlicht den Begriff Frischfütterung (der auch von mir bevorzugt wird).

Das Buch startet mit einem kurzen Ausflug in die Fertigfutterwelt. Hier geht sie überhaupt nicht verteufelnd ans Werk, sondern wirklich nur informativ aufklärend:

„Ich möchte vorweg sagen, dass ich kein Freund von Trockenfutter bin. Da ich mit diesem Buch aber nichts verteufeln, sondern eher aufklären will, möchte ich Sie für die Deklarationen bei den Fertigfuttern sensibilisieren.“

Angefangen bei den Erklärungen zu verschiedenen Fertigfuttermitteln, verfügt das Buch über eine sinnvolle Gliederung. Dabei geht Nadine Gelhaus auf die einzelnen Bestandteile ein, die Inhalte und die verschiedenen Verarbeitungsmöglichkeiten. Auch wer seinen Hund (zeitweise) mit Fertigfutter ernähren möchte, findet in diesem Teil so einige nützliche Informationen.

Der Hauptteil des Buches befasst sich mit der Ernährung des Hundes durch Frischkost.

Frischkost?

In einem sehr umfangreichen Teil geht sie auf die verschiedenen Bestandteile ein. Frischkost bedeutet für Nadine Gelhaus, die Nahrungskomponenten selber zu wählen und frisch zu füttern. Dabei unterscheidet sie sich aber von der biologisch artgerechten Rohfütterung dadurch, dass sie bei manchen Bestandteilen empfiehlt, diese durchaus gekocht zu füttern.

Bei den Bestandteilen liefert sie ausführliche Auflistungen, was gefüttert werden kann, wann was (Gemüse Saison) am besten gefüttert werden kann, in welchen Mengen gefüttert werden sollte, was bedenklich ist, was vermieden werden sollte. Weiter gibt sie ausführliche Informationen zu den Wirkweisen vieler Nahrungsbestandteile. Sie geht auf Wildkräuter ein, erklärt welche Öle Sinn machen und fügt immer wieder wichtige Tipps ein.

Ihre Art ist sehr unkompliziert und ihre Sichtweise vermittelt einen natürlichen Umgang, auch mit der Ernährung von Hunden:

„Die Frage, die ich immer wieder meinen Kunden stelle, ist: Haben Sie für sich oder Ihr Kind auch einen ausgeklügelten Ernährungsplan? Stellen sie sich täglich die Frage, ob sie oder Ihr Kind ausreichend Kalzium, Magnesium, Phosphor oder gar B-Vitamine zu sich nehmen? Nein? Oder gehen Sie einmal monatlich zu Ihrem Dermatologen oder gar Internisten und kaufen dort Fertiggerichte ein, da nur diese aufgrund Ihres Gesundheitszustandes oder besser Krankheitszustandes gegessen werden dürfen? Nein? …“

Der Gesundheitsaspekt

Im letzten Teil des Buches geht sie auf den Gesundheitsaspekt noch einmal näher ein. Es gibt Informationen zu verschiedenen Problembehandlungen wie z.B. Durchfall beim Hund, Zahnstein, Schutz gegen Parasiten und einiges mehr. Auch hier ist sie sehr praktisch orientiert, der Leser erhält eine Vielzahl sehr nützlicher, einfach umzusetzender Ratschläge.

„Es wird zwar behauptet, dass die Ernährung und die medizinische Versorgung unserer Tiere immer besser werden – leider sieht die Realität anders aus. Allergien, ob auf der Haut sichtbar oder im Verdauungstrakt spürbar, sowie Krebs, Hyperaktivität oder Probleme im Bereich des Bewegungsapparates, werden immer häufiger. Deshalb gilt es, das Immunsystem zu stärken und die Stoffwechselorgane zu entlasten – und das können wir nur mit natürlicher, artgerechter Ernährung.“

Die Futterfibel von Nadine Gelhaus ist ein sehr umfangreiches und hilfreiches Buch, um sich über Hundeernährung „gesund“ zu informieren. Absolut empfehlenswert und meiner Meinung ein tolles Preisleistungsverhältnis.

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Das Buch ist auch für Laien sehr gut geeignet, da Nadine Gelhaus sämtliche Inhalte auf leicht verständliche Art erklärt und erläutert.

Viel Spaß beim lesen!

 

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Über Anke 114 Artikel
Hallo, ich bin Anke, zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe und berate hier vor allem rund um das Thema Ernährung von Hunden. Auf www.anke-jobi.de biete ich außerdem Online-Kurse für Hundehalter zur Hundeernährung an.

10 Kommentare

  1. Das Buch sehe ich mir doch gerne mal an, wo wir doch jetzt beschlossen haben, den Speiseplan von Socke nach und nach zu erweitern…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Hallo liebe Sabine,

      echt? Ihr wollt erweitern? Dann geht es Socke doch sicher besser … Das freut mich sehr!! Drück euch die Damen, dass ihr das gut hinbekommt 😀 … Das Buch kann dir sicher einiges an Hilfestellung geben. Vor allem, da sie auf viele natürliche Vorgehensweisen und Unterstützungen hinweist.

      Viel Erfolg und liebe Grüße
      Anke

      • Liebe Anke,

        eigentlich geht es Socke schlechter. Wir glauben aber, dass es an der einseitigen Ernährung liegt, dass Socke abnimmt und das Futter zu schnell verwertet. Sie grast vermehrt. Wir geben ihr jetzt schon Strauß und Pferd und wollen mal sehen, wie wir ihr Futter verträglicher und gesünder machen können. Leider können wir nicht viel auf einmal ändern, sondern immer eine Komponente in ein paar Wochen, damit wir ggfls. Wissen woran das liegt…..
        Wollen auch mal Tofu probieren als leicht verdauliche Eiweissquelle….

        Viele liebe Grüße
        Sabine mit Socke

        • Hallo liebe Sabine,

          ach man, das ist ja nicht schön!! Ich hoffe sehr für euch, dass es besser wird. Da ihr quasi wohl zwei Probleme habt, ist das ja nicht einfach …

          Wolltest du nicht auch mal eine richtige Ausschlussdiät machen?

          Liebe Grüße
          Anke

          • Nun, eine Ausschlussdiät kommt bei Socke wohl nicht in Betracht. Neben der Medikamente, die Socke bekommt, braucht sie auch Nahrungsergänzungsmittel. Beide Komponenten sprechen gegen eine Ausschlussdiät. Aber wir ergänzen den Speiseplan nur gezielt, wie zuvor beschrieben. So wissen wir, was Socke verträgt und wann sie Probleme bekommt. Getreide (Reis, Dinkel, Nudeln…) werden wir nicht mehr geben.

            Viele liebe Grüße
            Sabine mit Socke

          • ja, das verstehe ich … Drücke euch, wie eingangs schon geschreiben, die Daumen, dass es besser wird …

            Liebe Grüße
            Anke

  2. Hallo Anke,
    vielen Dank für die vielen Infos. Das Buch habe ich mir schon bestellt.
    Durch deinen Blog habe ich Mut gehabt und mit Frischfleischfütterung angefangen. Manchmal habe ich zwar Zweifel ob ich alles richtig mache aber dann gehe ich bei dir lesen und das hilft mir schon sehr. Danke für Deine Mühe und ein schönes Frühlingswochenende

    Gruß Geli

    • Hallo liebe Geli,

      dankeschön für dein Lob!! Freut mich sehr, dass ich dich so gut unterstützen kann. Es ist ja gar nicht so einfach, das mit der Frischfütterung. Nich weil es so schwierig wäre, sondern weil so viel Verunsicherung herrscht.

      Ich drücke dir die Daumen, dass alles gut klappt und vor allem, das dein Mut und dein Selbstbewußtsein, diesen Weg weiter zu gehen, weiterhin wachsen. Solltest du mal individuelle Probleme oder Fragen haben, kannst du mir auch gerne per Nachricht schreiben. Wenn ich kann, helfe ich gerne 😀 …

      Liebe Grüße
      Anke

  3. Hallo liebe Anke,
    ja du hast recht die Verunsicherung ist groß. Selbst der TA sagt das man das als Laie nicht hinbekommt. Deshalb ist dein Blog eine große Hilfe. Du zählst Fakten auf und ziehst ein Fazit so das man selbst entscheiden kann ob das geht oder nicht.
    Nochmals vielen Dank

    Gruß Geli

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